Gunild Lohmann-Sistig, Kulturjournalistin und Mutter von vier Kindern, las aus ihrem Roman mit ihrem verstorbenen Sohn als jugendlichen Titelhelden. Bei der Signierstunde herrschte großer Andrang. Bild: Rita Witt
Publikum lauschte der Euskirchener Kulturjournalistin Gunild Lohmann-Sistig
Euskirchen – „Herzlich Willkommen. Zusammen erleben wir heute eine Premiere. Es ist eine Ehre für mich, dass ich heute hier aus meinem Buch vorlesen darf, und es bedeutet mir sehr viel, dass Sie alle gekommen sind.“ Sichtlich bewegt begrüßte Gunild Lohmann-Sistig, Autorin des Fantasy Romans „Ego sum Gereon“ (lat., übersetzt: Ich bin Gereon) die über 70 gespannten Zuhörer.
Gunild Lohmann-Sistig, Mutter des jugendlichen Titelhelden, der mit 16 Jahren an einem bösartigen Hirntumor verstarb, hatte drei Abschnitte aus ihrem Buch gewählt, um den Roman vorzustellen.
Im ersten Teil, in dem Gereon im Himmel ankommt, trifft er Aaron wieder, den er in seinem irdischen Leben im Krankenhaus kennengelernt hatte und der vor ihm verstorben war. Gemeinsam mit Aaron und weiteren Freunden unterschiedlicher Konfession und unterrichtet durch Chefengel Mike, muss Gereon viele Abenteuer bestehen, um Offizier der himmlischen Heerscharen werden zu können.
In einem epischen Battle, Teil zwei der Autorenlesung, kämpfen die Freunde mit himmlischen Tieren gegen eine Armee von Dämonen. Die Schlacht gipfelt in einem berührenden Moment: Gereon findet zu seiner wahren Engelsgestalt und besiegt die Dämonen mit der Musik seines Herzens.
Im dritten Teil kehrt Gereon schließlich zurück zur Erde. Er begegnet dem Teufel, der ihm ein erfolgreiches Leben als Technik-Crack mit maximaler Intelligenz, Reichtum und wohlgeratenen Kindern verspricht, wenn er sich ihm anschließe. Gereon erkennt die Lüge und widersteht. Er bleibt, gemeinsam mit seinen himmlischen Freunden, ein aufrechter „Krieger für die Liebe und das Leben“.
„Mit der spannenden Heldengeschichte“, so die Autorin, „möchte ich meinem wundervollen Jungen ein Denkmal setzen und ihn in der Geschichte weiterleben lassen. Der Gedanke, dass Gereon nun andere Aufgaben erfüllt, hat etwas Tröstendes. Natürlich ist die künstlerische Auseinandersetzung auch Trauerarbeit.“
„Ego sum Gereon“ ist im Verlag Tredition erschienen. Der Hardcover-Roman hat 352 Seiten. Er ist unter shop.tredition.com und im Buchhandel erhältlich. (RiWi/epa)