Kunst und Kultur

78. Eifeler Musikfest startet am 29. Mai

Erwartet werden Thomas Bonni und Ensemble, das Neusser Kammerorchester, der Kirchenchor St. Peter aus Zülpich sowie Chor und Orchester der Basilika Steinfeld – KSK Euskirchen gehört seit vielen Jahren zu den Hauptsponsoren 

Der spirituelle Höhepunkt des Musikfests wird erneut von Chor und Orchester an der Basilika Steinfeld unter der Leitung von Erik Arndt gestaltet. Bild: Stefan Hönig

Kall-Steinfeld – Das Eifeler Musikfest wird seit 1946 alljährlich am Wochenende nach Pfingsten im Kloster Steinfeld gefeiert. Es ist damit laut Veranstalter das älteste noch bestehende Musikfest im Rheinland. Träger ist heute der Kreis Euskirchen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Klosters Steinfeld. Und so sieht das Programm für 2026 aus:

Am Freitag, 29. Mai, 19 Uhr, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Kammerkonzert von Thomas Bonni und Ensemble in der ehemaligen Klosterbibliothek. Auf dem Programm steht „Musik um Johann Philipp Krieger“, genauer Kantaten für Bass, zwei Violinen und Basso continuo sowie Triosonaten – die zentralen Gattungen der barocken Kammermusik – von Bernardo Pasquini, Alessandro Scarlatti, Antonio Caldara und Georg Friedrich Händel.

Grieg und Puccini

Die 1727 von Balthasar König erbaute „König-Orgel“ in der Basilika Steinfeld (Eifel) ist eine der bedeutendsten historischen Barockorgeln im Rheinland und hat das Eifeler Musikfest schon von Beginn an begleitet. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Das „Festkonzert – Zwei Klangwelten“ findet statt am Samstag, 30. Mai, 19 Uhr, in der Basilika Kloster Steinfeld. Es geht um einen Abend voller Kontraste und großer Gefühle. Das Neusser Kammerorchester und der Kirchenchor an St. Peter, Zülpich, bringen unter der Leitung von Holger Weimbs ein Programm auf die Bühne, das gleichermaßen festlich wie überraschend sein möchte. Mit der Holberg-Suite op. 40 verbeugt sich Edvard Grieg vor dem Dichter Ludvig Holberg – und reist dabei musikalisch zurück ins 18. Jahrhundert. Inspiriert von barocken Tanzformen wie Präludium, Sarabande und Rigaudon verbindet Grieg historische Eleganz mit seiner romantischen Tonsprache. Das Ergebnis: ein Werk, das zugleich „klassisch“ wirkt und doch erstaunlich frisch klingt – und bis heute zu Griegs beliebtesten Kompositionen zählt.

Ganz anders, aber ebenso packend: Giacomo Puccinis Messa di Gloria (1880), entstanden als Abschlussarbeit seines Studiums in Lucca. Schon hier blitzt der spätere Opernkomponist deutlich auf: ausdrucksstarke Melodien, starke Kontraste, große Spannungsbögen – und eine Musik, die den traditionellen Messtext mit spürbarer Energie füllt. Ein frühes Werk, das neugierig macht, weil man Puccinis Handschrift bereits so klar erkennt.

Am Sonntag, 31. Mai, 10 Uhr, beginnt der spirituelle Höhepunkt des Musikfests mit einem Hochamt in der Basilika. In diesem Hochamt liegen auch die musikalischen Wurzeln des Eifeler Musikfests. Gestaltet wird das Fest von Chor und Orchester an der Basilika Steinfeld unter der Leitung von Erik Arndt.

Unterstützt wird das 78. Eifeler Musikfest von Wolfgang Scheidtweiler, der Kreissparkasse Euskirchen, der Sparkassenkulturstiftung Rheinland, e-regio und der VR-Bank Eifelland. Veranstalter ist der Kreis Euskirchen sowie der Kreis der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld.

Karten gibt es im Vorverkauf bei Ticket Regional. (epa)