Kunst und Kultur

Florian Noack spielt Bach, Schumann, Skrjabin und Tschaikowski

Der belgische Pianist wird bei den Wallgraben-Konzerten erwartet – Kreissparkasse Euskirchen gehört zu den Unterstützern der ambitionierten Konzertreihe

Einfallsreichtum und Kreativität zeichnen den Pianisten Florian Noack aus. Bild: William Beaucardet

Bad Münstereifel – Florian Noack, 1990 in Belgien geboren, studierte bereits als Teenager neben Chopin und Beethoven auch deutlich unbekanntere Komponisten wie Alkan, Medtner und Lyapunov. Aus Liebe zur russischen Literatur sowie aufgrund seiner Studien mit dem Pianisten und Komponisten Vassily Lobanov entwickelte Noack eine natürliche Affinität zum kulturellen Erbe Russlands. Seine Klavierbearbeitungen, die auf den Orchesterwerken Tschaikowskis, Rachmaninows sowie Rimski-Korsakows beruhen, brachten ihm die Aufmerksamkeit von Musikern wie Boris Beresowski und Cyprien Katsaris ein.

„Kreativität und Einfallsreichtum zwingen mich geradezu, meinem Instrument auf neue, andere Art zu begegnen”, sagt er selbst über sich und fügt hinzu: „Ich suche nach Strukturen, Fülle, Farben oder neuen Wegen, meine zehn Finger ins Spiel zu bringen.”

Zahlreiche Auszeichnungen

Das ihm dies „spielend“ gelingt beweisen Preise wie der Echo Klassik „Nachwuchskünstler des Jahres 2015”, der International Classical Music Award (2016), der Octave de la Musique (2017 und 2019) sowie eine Nominierung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik und für den Diapason d’Or des Jahres 2017.

Prägend für Noack wurden seine Studien mit Claudio Martinez-Mehner an der Musikhochschule Basel sowie die Meisterklassen mit den sokratischen Unterweisungen Ferenc Rados in Prussia Cove im englischen Cornwall. Noack gewann zahlreiche Preise – darunter den des Internationalen Rachmaninow- und des Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbs sowie den Internationalen Klavierwettbewerb Köln.

Einladungen aus aller Welt lassen ihn auf Festivals und in Konzerthallen auftreten und ermöglichen ihm die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kollegen, Orchestern und Dirigenten. Großen Anklang fanden Noacks CD-Einspielungen mit verschiedenen, meist ungewöhnlichen Repertoirestücken und eigenen Klavierbearbeitungen.

Im Jahr 2016 stieß er zum Fratres Trio – mit dem Violinisten Fedor Rudin (Konzertmeister der Wiener Philharmoniker) und dem Saxofonisten Hayrapet Arakelyan. Ein besonderes Interesse dieser Formation gilt dem seit den 1920er-Jahren entwickelten Repertoire, in dem sich die Welt der Klassik und die des Jazz begegnen.

Kartenvorverkauf

Florian Noack war Lehrbeauftragter an der Musikhochschule in Köln und spielte bereits auf zahlreichen europäischen Festivals. In Bad Münstereifel wird er am Sonntag, 4. Oktober, 18 Uhr, in der Konviktkapelle zum ersten Wallgrabenkonzert erwartet. Auf dem Programmzettel stehen Bachs Concerto for hapsichords BWV 1065, Robert Schumanns Kreisleriana op. 16, Alexander Skrjabins Sonatas 2 und 4 sowie Tschaikowskis Romeo und Juliette.

Der Kartenvorverkauf beginnt ab Freitag, 11. September. Für das Programm der Wallgrabenkonzerte zeichnen verantwortlich Prof. Vera von Schnitzler (Vorsitzende) und Paul Georg Neft (Schatzmeister). Die hochwertige Konzertreihe wird unter anderem von der Kreissparkasse Euskirchen und der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland finanziell gefördert. (epa)

Hier kann man Karten erwerben.