Milchshakes und Rock’n‘ Roll fürs LVR-Freilichtmuseum

Die Milchbar aus Brühl zieht ins LVR-Freilichtmuseum Kommern

Die 1955 in Brühl errichtete Milchbar zieht ins LVR-Freilichtmuseum. Bild:Hans-Theo Gerhards | LVR
Die 1955 in Brühl errichtete Milchbar zieht ins LVR-Freilichtmuseum Kommern. Bild:Hans-Theo Gerhards/ LVR

Mechernich-Kommern – In der Nacht von Samstag, 24. August, auf Sonntag, 25. August, werden ab 21 Uhr in der CarlSchurz-Straße in Brühl schwere Geräte aufgefahren, denn die legendäre Milchbar wird mit einem Tieflader in das LVR-Freilichtmuseum nach Kommern gebracht. Dort wird das Gebäude auf seine neuen Fundamente auf dem „Marktplatz Rheinland“ gesetzt.

Im Sommer 1955 wurde die Milchbar in Brühl eröffnet. In Amerika war diese Lokalform bereits weit verbreitet und auch in Köln gab es Anfang der 1950er Jahre schon mehrere solcher Lokale, die zum direkten Vorbild der Brühler Milchbar wurden. Hier wurde neben weißer Milch auch Mokka-, Erdbeer- und Bananenmilch verkauft. Außerdem gab es Joghurt und verschiedene Eissorten. Eine Musikbox aus den Anfangsjahren lieferte die passende Musik der Rock ‘n‘ Roll-Zeit. In einem integrierten Kiosk wurden Zigaretten, Schokolade, Bier, Bonbons und viele andere Kleinigkeiten, insbesondere „chewing gum“ (Kaugummi) angeboten.

Im Laufe der 1960er-Jahre änderte sich die Angebotspalette und auch die Kundschaft in der Milchbar. Der Milchverkauf wurde eingestellt. Die Milchbar wurde zur Kneipe und schon bald zum Zentrum der Brühler Rockerbewegung.

Im LVR-Freilichtmuseum Kommern werden nach der Wiedererrichtung der Milchbar diese beiden prägenden Phasen im gewollten Spannungsfeld nebeneinander thematisiert.

(epa)

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