Wanderungen direkt vom Bahnhof aus

Tipp Lassen Sie Ihr Auto in den Osterferien in der Garage und wandern Sie von einem der Bahnhöfe im Kreis Euskirchen aus los

Die 10. Etappe auf dem EifelBahnSteig führt auch am Alendorfer Kalvarioenberg vorbei. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur
Die 10. Etappe auf dem EifelBahnSteig führt auch am Alendorfer Kalvarioenberg vorbei. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur

Kreis Euskirchen – Die Wander- und Radfahrregion Nordeifel bietet vielfältige Möglichkeiten zur Freizeit-und Urlaubsgestaltung, die auch direkt von den zahlreichen Bahnhöfen und Haltepunkten aus erreicht werden können. Vielen Gästen erschließen sich die interessanten Rad- und Wandermöglichkeiten am Bahnhof jedoch nicht auf Anhieb.

Durch den Ausbau von Bahnhöfen und Bahnhaltepunkten in der Region zu Rad- und Wanderbahnhöfen soll das anders werden: Der Besucher soll am Bahnhof einen Überblick über die Rad- und Wandermöglichkeiten in der Nähe erhalten und über eine einheitliche Markierung und Zielwegweisung zu den bestehenden Rad- und Wanderwegen geleitet werden. Noch in diesem Jahr solle die Maßnahme umgesetzt werden.

Auch der Moorpfad bei Dahlem wird auf den Streckenwanderungen nicht ausgelassen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Auch der Moorpfad bei Dahlem wird auf den Streckenwanderungen nicht ausgelassen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Doch man muss nicht warten, bis jedes Hinweisschild an seinem Platz ist. Schon jetzt haben der Kreis Euskirchen und die Nordeifel Tourismus GmbH eine Homepage auf die Beine gestellt, auf der ersichtlich wird, welche landschaftlichen Reize einen bei Wanderungen erwarten, die direkt vom Hauptportal der regionalen Bahnhöfe aus starten.

Unter  www.radundwanderbahnhoefe-eifel.de kann man bereits den Verlauf des Wanderwegs „EifelBahnSteig“ verfolgen. Die Wanderung geht von Euskirchen bis nach Jünkerath. Der „EifelBahnSteig“ ist allerdings ein reiner GPS-Steig, und sein Name verweist schon auf das Besondere dieses Wegs: Man wandert von Bahnhof zu Bahnhof und erkundet auf diesen Touren die schönsten Landschaften entlang der gesamten Eifelbahn-Strecke. Jede Etappe beginnt an einem Bahnhof und endet an der darauffolgenden Station. Es handelt sich also durchgehend um Streckenwanderungen, auf denen man die schönsten Landschaften entlang der gesamten Eifelbahn-Strecke kennenlernt. „Zurück zum Ausgangspunkt kommt man in wenigen Minuten mit der Eifelbahn. Aufgrund der guten Verbindungen empfiehlt es sich, mit der Bahn an- und wieder abzureisen“, heißt es auf der neuen Homepage.

Die zweite Etappe führt vorbei an der berühmten Bruder-Klaus-Kapelle des Schweizer Architekten Peter Zumthor. Bild: Michael Thalken
Die zweite Etappe führt vorbei an der berühmten Bruder-Klaus-Kapelle des Schweizer Architekten Peter Zumthor. Bild: Michael Thalken

Es gehe beim „EifelBahnSteig“ nicht darum, auf dem schnellsten Weg von A nach B zu kommen. Wenn auch Start- und Zielbahnhof oftmals nicht weit voneinander entfernt seien, können die Etappen doch recht lang sein, denn es sollten möglichst viele Schönheiten und Besonderheiten der umliegenden Landschaft mit einbezogen werden. „Der EifelBahnSteig verläuft zu einem großen Teil auf naturbelassenen Wegen, die keine Markierungen tragen; kleine Pfade, einsame Passagen und häufige Richtungswechsel werden bevorzugt“, heißt es weiter. Diese Wege könnten aufgrund ihres Naturcharakters im Sommer zum Teil mit hohen Gräsern bewachsen oder nach starken Regenfällen auch matschig und zerfurcht sein. Dafür sei der Streckenverlauf allerdings außergewöhnlich schön und führe in Regionen, die von den herkömmlichen Wanderrouten häufig nicht berührt würden.

Insgesamt sollen 26 Bahnhöfen und Bahnhaltepunkten zu Rad- und Wanderbahnhöfen werden. Erreicht werden soll dies durch infrastrukturelle Maßnahmen wie eine einfache und einheitliche Orientierung, Markierung und Zielwegweisung zu bestehenden Rad- und Wanderwegen, ansprechende touristische Information sowie eine rad- und wanderfreundliche Ausstattung.  (epa)

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