Archiv der Kategorie: Natur

Zentralveranstaltung „Tag des Wanderns“: Ohne Wegewarte „geht“ nichts

DWV-Präsident Dr. Rauchfuß forderte bundesweite Koordinierungsstelle „Wandern“ – Manuel Andrack appellierte, Klimawandel müsse in Wandervereinen größere Rolle spielen – KSK Euskirchen sponserte die Veranstaltung in Bad Münstereifel mit 5000 Euro

Gemeinsam zeigten die Redner und Ehrengäste, wie eine moderne Wanderwegbeschilderung in der Eifel heute aussieht. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Gemeinsam zeigten die Redner und Ehrengäste, wie eine moderne Wanderwegbeschilderung in der Eifel heute aussieht. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Bad Münstereifel – Der Hauptvorsitzende des Eifelvereins, Rolf Seel, gab zu, zunächst ein wenig skeptisch bezüglich der Idee gewesen zu sein, die Zentralveranstaltung des Deutschen Wanderverbands (DWV) zum „Tag des Wanderns“ ausgerechnet in dem von der Flutkatastrophe besonders schwer betroffenen Bad Münstereifel stattfinden zu lassen. „Aber als ich diesbezüglich Bernhard Ohlert anrief, den Ortsgruppen-Vorsitzenden des Eifelvereins, war dieser sogleich Feuer und Flamme“, so Seel. Denn die Ortsgruppe habe nicht nur nach der Flutkatastrophe in der Kurstadt tatkräftig mit angepackt, sie habe auch einen Wiederaufbaufonds für das Wanderwegenetz ins Leben gerufen, die zerstörten Wanderstrecken wieder begehbar gemacht oder, wo dies nicht so rasch möglich war, Umleitungen ausgeschildert und so einen wesentlichen Beitrag zur Wiederankurbelung des Wandertourismus geleistet. Zentralveranstaltung „Tag des Wanderns“: Ohne Wegewarte „geht“ nichts weiterlesen

Bundesweite Gartenvögel-Zählaktion des NABU

494 Vogelbeobachter nahmen 2021 im Kreis Euskirchen an der Aktion teil und beobachteten rund 13.400 Vögel – Vogelkundliche Exkursion rund um Haus Bollheim zur Einstimmung

Die Amsel ist einer der häufigsten Gäste im heimischen Garten. Bild: Günter Lessenich/NABU Euskirchen
Die Amsel ist einer der häufigsten Gäste im heimischen Garten. Bild: Günter Lessenich/NABU Euskirchen

Kreis Euskirchen – Der NABU-Kreis Euskirchen ruft vom 13. bis 15. Mai zum 18. Mal zur „Stunde der Gartenvögel“ auf. Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturfreunde aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden. Fast 141.620 Teilnehmer haben bundesweit im Mai vor einem Jahr 3.174.420 Vögel gemeldet. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen & Co. Aber wo genau kommen sie vor, wo sind sie häufig, und wo selten geworden. Je genauer der NABU über solche Fragen Bescheid weiß, desto besser kann er sich für den Schutz der Vögel einsetzen. Geht es bei der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ im Januar um die Vogelarten, die in Deutschland bei Schnee und Kälte bei uns ausharren, stehen im Mai brütende Arten im Blickpunkt. Ziel der Aktion ist nicht, möglichst viele Vögel zu beobachten, sondern ein realistisches, über die Jahre vergleichbares Bild zu erhalten. Bundesweite Gartenvögel-Zählaktion des NABU weiterlesen

Pflanzen-Bestimmungskurs mit Dr. Karl-Heinz Linne von Berg

Naturschutz-Bildungshaus „Eifel-Ardennen-Region“ geht an den Start

Der Botaniker Dr. Karl-Heinz Linne von Berg, ehemals Dozent an der Universität zu Köln, leitet den Pflanzen-Bestimmungskurs. Bild: Nabear
Der Botaniker Dr. Karl-Heinz Linne von Berg, ehemals Dozent an der Universität zu Köln, leitet den Pflanzen-Bestimmungskurs. Bild: Nabear

Eifel – Das Naturschutz-Bildungshaus „Eifel-Ardennen-Region“ ist ein mitten im Nationalpark Eifel gelegener außerschulischer Lernort, der naturinteressierten Menschen Wissen und Erlebnis zur Natur und zum Naturschutz anbietet. Das Gebäude ist weit oben im Hang von Schleiden-Vogelsang gelegen mit spektakulärer Fernsicht über den Urftsee. Es wird von einer gemeinnützigen Genossenschaft getragen, die ab Mai dieses Jahres ein Veranstaltungsprogramm anbietet. Pflanzen-Bestimmungskurs mit Dr. Karl-Heinz Linne von Berg weiterlesen

Bärlauch: Es gilt die Handstraußregel

Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Euskirchen ruft zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Pflanzen auf

Nur ein Handstrauß Bärlauch ist bei Wildentnahme erlaubt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Nur ein Handstrauß Bärlauch ist bei Wildentnahme erlaubt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen – Bärlauch bedeckt derzeit in vielen lichten Laubwäldern den Boden und verströmt einen für viele unwiderstehlichen Geruch nach Knoblauch. Mancher Wanderer sammelt die Pflanzen für die heimische Küche, um Salat, Dips, Kräuterbutter oder Rührei zu würzen. Allerdings sind einige Bärlauchbestände mitunter schon stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Euskirchen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Pflanzen aufruft. Bärlauch: Es gilt die Handstraußregel weiterlesen

Wo die Osterglocken noch wild wachsen

Im Naturschutzgebiet Oleftal blühen jetzt die Gelben Narzissen – 40. Narzissenfest startet am 24. April

Die Gelbe Narzisse blüht zurzeit im Naturschutzgebiet Oleftal. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Gelbe Narzisse blüht zurzeit im Naturschutzgebiet Oleftal. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Hellenthal-Hollerath – In dem grenzübergreifenden Naturschutzgebiet Oleftal blüht momentan das größte deutsche Vorkommen der Gelben Narzisse. Die stark bedrohte Pflanze, die aufgrund ihrer Blütezeit auch Osterglocke genannt wird, kann hier in dem offenen Tal auf Borstgrasrasen geschützt gedeihen. Aber selbst hier, wo die Pflanze heute wieder in großer Zahl wächst, war die Art schon einmal in den 1950er Jahren aufgrund einer Fichtenaufforstung im Tal stark im Rückgang. Nachdem der Lebensraum aber 1979 durch die Loki-Schmidt-Stiftung gekauft wurde und 1988 die Fichten durch die NRW-Stiftung entfernt wurden, konnte sich der Bestand wieder erholen. Wo die Osterglocken noch wild wachsen weiterlesen

Über 1000 Bäume und Sträucher für den Hochwasserschutz gepflanzt

Die Pflanzaktion im Scheidtal soll vor allem dem Hochwasserschutz dienen. Bild: J. Nies
Die Pflanzaktion im Scheidtal soll vor allem dem Hochwasserschutz dienen. Bild: J. Nies

Bad Münstereifel – Helferinnen und Helfer von RWE sowie Freiwillige der Nippeser Bürgerwehr aus Köln haben jetzt über 1000 Bäume und Wildsträucher in der Nähe des Holzapfelweihers im Schleidtal gepflanzt. Hier fließen mehrere kleine Bäche und Wasserläufe zum Schleidbach zusammen, der in die Erft mündet. „Der Wald spielt beim Hochwasserschutz eine wichtige Rolle. Tümpel und Teiche halten Wasser zurück und auch der Waldboden kann enorm viel Wasser aufnehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Über 1000 Bäume und Sträucher für den Hochwasserschutz gepflanzt weiterlesen

Größtes Kuhschellenvorkommen in NRW lockt mit blauer Blütenpracht

Auf dem „Hundsrück“ im Gillesbachtal zwischen Marmagen und Wahlen hat die Blütezeit begonnen – Pflanzen zeigen starke Behaarung an Blüten, Spross und Blättern

Im Gillesbachtal bei Marmagen blüht von März bis April das NRW-weit größte Kuhschellenvorkommen: Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Im Gillesbachtal bei Marmagen blüht von März bis April das NRW-weit größte Kuhschellenvorkommen. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Nettersheim-Marmagen – Die Gewöhnliche Kuhschelle, auch Gewöhnliche Küchenschelle oder Pulsatilla vulgaris genannt, erhielt ihren Namen aufgrund ihrer Blütenform, die halbgeschlossen an eine Kuhglocke erinnert. Wissenschaftlich betrachtet zählt sie zu den Hahnenfußgewächsen. Sie gilt als bundesweit gefährdete Art, die sich auf sehr mageren und trockenen Böden wohlfühlt. Diese Bedingungen werden auf dem Kalkmagerrasen des Hundsrück erfüllt, der als Naturschutzgebiet von der NRW-Stiftung gepflegt wird. Größtes Kuhschellenvorkommen in NRW lockt mit blauer Blütenpracht weiterlesen

72 Schwalbennester an einem Haus

NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ auch im Jahr 2021 erfolgreich – Bewohner von 22 Häusern wurden im Kreisgebiet Euskirchen für ihr Engagement ausgezeichnet

   Schwalbenkundiger Auszeichner Norbert Pützer vom NABU Euskirchen (links) zeichnete den 95-jährigen Jakob Raths aus Nettersheim-Holzmühlheim als den ältesten Schwalbenfreund in NRW mit Urkunde und Plakette aus. Bild: Alwin Neuer

Schwalbenkundiger Auszeichner Norbert Pützer vom NABU Euskirchen (links) zeichnete den 95-jährigen Jakob Raths aus Nettersheim-Holzmühlheim als den ältesten Schwalbenfreund in NRW mit Urkunde und Plakette aus. Bild: Alwin Neuer

Kreis Euskirchen – Im Jahr 2010 startete der NABU in NRW die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“. Die Auszeichnung mit einer Plakette am betreffenden Haus dokumentiert dann für alle sichtbar, dass hier Menschen leben, die gerne etwas für Schwalben tun. Trotz Corona-Pandemie ist im Jahr 2021 auch wieder eine erfreulich hohe Zahl an Auszeichnungen zustande gekommen, die von engagierten Mitgliedern des Forums Ornithologie des NABU-Euskirchen vergeben wurden. Ein Haus wies als Rekord 72 Schwalbennester auf. „Die schwalbenfreundlichen Hausbewohner nahmen die Mitglieder des Forums herzlich auf. Der Erfahrungsaustausch wurde von allen als sehr bereichernd empfunden“, heißt es in einer Pressemitteilung des NABU. Das Team des Ornithologischen Forums wolle auch im Jahr 2022 die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ fortsetzen. 72 Schwalbennester an einem Haus weiterlesen

Naturschutz-Bildungshaus „Eifel-Ardennen-Region“ lädt zur Exkursion ein

Das Gebäude soll ab Mai seinen Betrieb aufnehmen – Einrichtung verfügt über 14 Zweibettzimmer sowie einem Seminar- und Aufenthaltsraum

Das Naturschutz-Bildungshaus "Eifel-Ardennen-Region" mit Blick über den Urftsee zum Nationalpark Eifel. Bild: NABEAR
Das Naturschutz-Bildungshaus „Eifel-Ardennen-Region“ mit Blick über den Urftsee zum Nationalpark Eifel. Bild: NABEAR

Schleiden-Vogelsang – Das Naturschutz-Bildungshaus „Eifel-Ardennen-Region“ ist ein mitten im Nationalpark Eifel gelegener außerschulischer Lernort, der naturinteressierten Menschen Wissen und Erlebnis zur Natur und zum Naturschutz anbieten möchte. Das Gebäude ist Teil des historischen NS-Gebäudeensembles von Vogelsang. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude als Kaserne und das umgebende Land als Truppenübungsplatz genutzt, der 2006 in den kurz zuvor gegründeten Nationalpark Eifel integriert wurde. Die Gebäude wurden privatisiert. Naturschutz-Bildungshaus „Eifel-Ardennen-Region“ lädt zur Exkursion ein weiterlesen

Krötenwanderung beginnt, NABU mahnt Autofahrer zur Vorsicht

Alljährlich sterben zigtausend Tiere den Straßentod – Aber auch die engagierten Freiwilligen sind bei ihrer Arbeit in der Dämmerung gefährdet

Auch die Springfrösche werden bei wärmeren Temperaturen aktiv. Bild: Silke Mora
Auch die Springfrösche werden bei wärmeren Temperaturen aktiv. Bild: Silke Mora

Kreis Euskirchen – Wenn der Winter geht, kommen die Amphibien. Auf dem Weg vom Winterschlafplatz zu ihren Laichgewässern laufen Frösche, Kröten, Molche und Feuersalamander Gefahr, dem Straßenverkehr zum Opfer zu fallen. Die ersten lauen, feuchten Frühlingsabende und -nächte: Das ist die Zeit für die Amphibienwanderung. Zeit auch für die freiwilligen Helfer, die den Tieren alljährlich über die Straße helfen. Krötenwanderung beginnt, NABU mahnt Autofahrer zur Vorsicht weiterlesen

Kollektiv Wolkenborn startet ins erste Erntejahr 2022

Gründungsversammlung vollzogen: Romy Linden aus Zingscheid, André Lehner aus Marmagen und Claudia Träger aus Hecken wurden als Vorstandsmitglieder einstimmig gewählt

Der Vorstand und Aufsichtstrat von Kollektiv Wolkenborn eG: Markus Körfer (v.l.), Sabine Meyer, David Rauch, Claudia Träger, Romy Linden und Urlich Meisen. Es fehlt André Lehner. Bild: Ralph Sondermann
Der Vorstand und Aufsichtstrat von Kollektiv Wolkenborn eG: Markus Körfer (v.l.), Sabine Meyer, David Rauch, Claudia Träger, Romy Linden und Urlich Meisen. Es fehlt André Lehner. Bild: Ralph Sondermann

Hellenthal/Nettersheim – Nach anderthalb Jahren der intensiven Planung und Vorbereitung fand jetzt im Bürgerhaus Wolfert die Gründungsversammlung und 1. Generalversammlung der Kollektiv Wolkenborns eG statt, einer solidarischen Landwirtschaft. Die Versammlung inklusive der Wahlen von Aufsichtsrat und Vorstand wurde aufgrund der Corona-Pandemie im kleinen Rahmen abgehalten. Ganz besonders die Mitglieder des Kernteams, die seit Oktober 2020 die Gründung vorangetrieben haben, freuen sich sehr, dass dieser wichtige Schritt nun vollzogen wurde. „Das war ein hartes Stück Arbeit, heute können wir wohl verdient den ersten Erfolg feiern“, sagte Romy Linden, Initiatorin der ersten solidarischen Landwirtschaft in der Eifel. Kollektiv Wolkenborn startet ins erste Erntejahr 2022 weiterlesen

273 Nächte lang Schönheiten im Nationalpark Eifel aufgelauert

Ergebnisse langjähriger Forschung zu Nachtfaltern jetzt als Publikation erhältlich

Die Langhornmotte Nemophora ochsenheimerella ziert das Titelbild der umfangreichen Studie zu den Nachtfaltern im Nationalpark Eifel. Die Art gehört zu den Erstmeldungen für den Naturraum Eifel und steht für die Vielfalt an Artenfunden während der zwölfjährigen Kartierung der Schmetterlinge im Nationalpark. (Foto: Rudolf Bryner)
Die Langhornmotte Nemophora ochsenheimerella ziert das Titelbild der umfangreichen Studie zu den Nachtfaltern im Nationalpark Eifel. Die Art gehört zu den Erstmeldungen für den Naturraum Eifel und steht für die Vielfalt an Artenfunden während der zwölfjährigen Kartierung der Schmetterlinge im Nationalpark. (Foto: Rudolf Bryner)

Schleiden – Wenn es Nacht wird im Nationalpark Eifel und Ruhe einkehrt, dann beginnt die Zeit der Insekten, die im allgemeinen Sprachgebrauch oft verächtlich als Motten bezeichnet werden. Sie gelten als grau und wenig ansehnlich. Tatsächlich sind viele der nachtaktiven Schmetterlinge wunderschön. Der filigran gezeichnete Nagelfleck oder die elegante Langhornmotte gehören zu den Nachtfaltern und sind nur zwei von überraschend vielen im Nationalpark Eifel nachgewiesenen und teilweise sehr seltenen Nachtschmetterlingen. Zu diesen Arten wurde bisher nur wenig geforscht. „Die jetzt veröffentlichte, rund 300 Seiten starke Broschüre, ist die erste umfassende Erfassung dieser Tiergruppe im Nationalpark Eifel. Sie ist eine wichtige Grundlage, um die weitere Entwicklung der Natur im Nationalpark Eifel fachlich zu bewerten“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Wald und Holz NRW und dem Nationalparkforstamt Eifel. 273 Nächte lang Schönheiten im Nationalpark Eifel aufgelauert weiterlesen