Archiv der Kategorie: Natur

Schwalben machen sich abreisefertig

Mehlschwalben sammeln sich vor ihrer Abreise in den Süden auf Stromleitungen und alten Hausantennen – NABU: „Entfernen von Schwalbennestern ist eine Straftat“

Die Schwalben versammeln sich vor ihrer Abreise tagelang auf Strommasten und Antennen. Günter Lessenich/NABU Euskirchen
Die Schwalben versammeln sich vor ihrer Abreise tagelang auf Strommasten und Antennen. Günter Lessenich/NABU Euskirchen

Nordeifel – Viele Menschen, die Schwalben an ihrem Haus (Dachvorsprung oder Viehstall) beherbergen werden von Wehmut befallen, wenn sich die flinken Flugkünstler  im Herbst auf den Weg nach Afrika in ihre Winterquartiere machen. In den letzten Wochen vor Beginn ihrer großen Reise kann man Scharen von Mehlschwalben am Himmel beobachten. Schon früh am Morgen und noch spät am Abend fliegen die jungen Mehlschwalben ihre Nester an, wo sie das Licht der Welt erblickten. Sie prägen sich dabei ihre Niststandorte ein, was eine wichtige Überlebungsstrategie für Schwalben ist, denn es gibt immer weniger geeignete Brutplätze. Schwalben machen sich abreisefertig weiterlesen

Projekt „WILDE VIELFALT im Museum“ fährt die Ernte ein

Umweltbildungsprojekt erhält seltene Wildpflanzen der Eifel – Holger Glück, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Fördervereins LVR-Freilichtmuseum Kommern und Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Euskirchen: „Wir freuen uns, dass unser Förderverein auch bei der praktischen Umsetzung unterstützen kann“

Freuten sich über eine reiche Ernte an Projektergebnissen (v.l.n.r.): Thomas Muchow, Geschäftsführer Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, Holger Glück, stv. Vorstandsvorsitzender Förderverein Rheinisches Freilichtmuseum, Karsten Möhring, Vorstandsvorsitzender Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, Bernhard Conzen, Vorstandsvorsitzender Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, ehem. Vorstandsmitglied Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, Dr. Carsten Vorwig, Leiter LVR-Freilichtmuseum Kommern. Bild: Stiftung Rheinische Kulturlandschaft
Freuten sich über eine reiche Ernte an Projektergebnissen (v.l.n.r.): Thomas Muchow, Geschäftsführer Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, Holger Glück, stv. Vorstandsvorsitzender Förderverein Rheinisches Freilichtmuseum, Karsten Möhring, Vorstandsvorsitzender Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, Bernhard Conzen, Vorstandsvorsitzender Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, ehem. Vorstandsmitglied Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, Dr. Carsten Vorwig, Leiter LVR-Freilichtmuseum Kommern. Bild: Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Kommern – Noch sind es einige Tage bis zum Erntedankfest, doch schon jetzt gibt es in Kommern Anlass für eine Erntebilanz der besonderen Art: Das dreijährige Wildkräuter-Projekt „WILDE VIELFALT im Museum“ nähert sich seiner Zielgeraden und so ist es nun an der Zeit, die Erträge der Projektarbeit in Augenschein zu nehmen. Und diese Ergebnisse geben durchaus Grund zum Feiern –nicht nur, weil das Projekt gerade von der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen als „Hervorragendes Beispiel der UN-Dekade“ ausgewählt wurde: Projekt „WILDE VIELFALT im Museum“ fährt die Ernte ein weiterlesen

Von Russischen Bären und Taubenschwänzchen

Derzeit herrscht Hochsaison bei vielen Schmetterlingen – Teil 1 unserer Schmetterlingsgalerie finden sie hier

Wenn sich der Russische Bär bedroht fühlt, zeigt er seine leuchtend roten Hinterflügel. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Wenn sich der Russische Bär bedroht fühlt, zeigt er seine leuchtend roten Hinterflügel. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Eifel – Wenn es jetzt im Spätsommer in den Gärten farbig flattert, denken viele Menschen zunächst an die bunten Tagfalter, die dort von Blüte zu Blüte eilen. Wie unsere Bildergalerie zeigt, gibt es aber neben vielen bekannten Tagfaltern auch den ein oder anderen häufigen Nachtfalter, den man am Tag bei der Nektarsuche beobachten kann. Von Russischen Bären und Taubenschwänzchen weiterlesen

Im Kaller Gemeindegebiet blüht jetzt der Enzian

Sistig-Krekeler Heide lädt im 60 Hektar großen Schutzgebiet zu Entdeckungstouren ein

Wunderschön und stark gefährdet - der Lungen-Enzian blüht in der Sistig-Krekeler Heide. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Wunderschön und stark gefährdet – der Lungen-Enzian blüht in der Sistig-Krekeler Heide. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall-Sistig – In der Sistig-Krekeler Heide, die beidseitig der B 258 zwischen Sistig und Krekel verläuft, befindet sich ein ca. 60 Hektar großes Naturschutzgebiet, in dem zahlreiche gefährdete Arten vorkommen. 2003 zeigte eine Untersuchung von Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen der Universitäten Bonn und Aachen, dass in dem Gebiet 743 Arten von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen leben. Darunter befinden sich auch 259 Farn- und Blütenpflanzen, von denen 44 auf der roten Liste stehen. So findet sich hier das NRW-weit größte Vorkommen der stark gefährdeten Grünen Hohlzunge, eine Orchideenart, die von Mai bis Juni blüht. Im Kaller Gemeindegebiet blüht jetzt der Enzian weiterlesen

Ausflugstipp: Ein Besuch im Dahlemer Moor

1,5 Kilometer auf dem Holzbohlen-Weg – Fleischfressende Pflanzen, Faulbaumbüsche, Moorlilien und der seltene Hochmoor-Perlmuttfalter

Ein Teil des barrierefreien Wanderwegs verläuft über einen Holzsteg. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Ein Teil des barrierefreien Wanderwegs verläuft über einen Holzsteg. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Dahlem – Östlich von Dahlem liegt die Moorlandschaft „Wasserdell“, durch die der Dahlemer Moorpfad führt. Der barrierefreie Wanderweg führt auf Holzbohlen dicht an seltenen Tieren und Pflanzen vorbei. Früher wurden das Gebiet und ähnliche Flächen von Schafen beweidet und so von Bäumen freigehalten. Im Zuge der Mechanisierung der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert wurden diese Flächen dann häufig durch Düngung, Entwässerung oder Nadelbaumbepflanzung zerstört. Die Entwässerung führte dazu, dass sich die Torfbestände zersetzten und viele Pflanzen auch durch die entstandene Verbuschung verschwanden. Torf entsteht durch abgestorbene Torfmoose und andere Pflanzen, die unter Sauerstoffabschluss zersetzt werden. Dieser Prozess dauert sehr lange, im Mittel wächst er um ein Millimeter pro Jahr. Ausflugstipp: Ein Besuch im Dahlemer Moor weiterlesen

Was flattert denn da? – Schmetterlinge in der Eifel

Warmes Sommerwetter und blühende Pflanzen locken viele Schmetterlinge in die Gärten und Wiesen

Häufig anzutreffen: Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina). Hier sitzen gerade ein Weibchen (links) und ein Männchen (rechts) auf einer Ackerwitwenblume. Diese Art ist ein typisches Beispiel für einen sogenannten Sexualdimorphismus – Männchen und Weibchen weisen Unterschiede in ihrem Zeichnungsmuster auf. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Häufig anzutreffen: Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina). Hier sitzen gerade ein Weibchen (links) und ein Männchen (rechts) auf einer Ackerwitwenblume. Diese Art ist ein typisches Beispiel für einen sogenannten Sexualdimorphismus – Männchen und Weibchen weisen Unterschiede in ihrem Zeichnungsmuster auf. Bild: Anna Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Eifel – Wer an diesen heißen Tagen entweder einen Blick in seinen Garten oder auf eine blühende Wiese geworfen hat, wird vermutlich von der Menge an flatternden Insekten überrascht gewesen sein. Besonders auffällig sind dabei häufig die Schmetterlinge, die die Blüten auf ihrer Suche nach Nektar und potenziellen Partnern umschwirren. Wir möchten Ihnen einige der Falter, die Sie derzeit in der Eifel beobachten können, vorstellen. Was flattert denn da? – Schmetterlinge in der Eifel weiterlesen

Fische und Kleintiere erholen sich von der Flutkatastrophe

Erste Untersuchungsergebnisse bestätigen die Hoffnung der Biologen – Kreis Euskirchen warnt vor unüberlegtem Aktionismus bei Bauarbeiten an den Gewässern und lehnt das Aussetzen von Fischen aus Teichbeständen ab

Die Bachforelle erholt sich offenbar gut von den Folgen der Flut. Bild: H. Groß / Kreis Euskirchen
Die Bachforelle erholt sich offenbar gut von den Folgen der Flut. Bild: H. Groß / Kreis Euskirchen

Kreis Euskirchen – Nach der Flutkatastrophe 2021 waren die Folgen für Fische und andere Tiere in den Gewässern erst einmal zweitrangig. Fast ein Jahr danach stellte sich aber auch die Frage nach den Auswirkungen auf die Natur. So führte der Kreis Euskirchen mit Unterstützung des Museums König Bonn im Mai stichprobenartige Untersuchungen der Fische und Kleintiere in der Ahr und deren Nebengewässer durch. Fische und Kleintiere erholen sich von der Flutkatastrophe weiterlesen

Vogelkundliche Wanderung durch die Erftauen bei Weilerswist

Mit etwas Glück zieht auch der Rotmilan über den Erftauen seine Kreise. Bild: Günter Lessenich/NABU
Mit etwas Glück zieht auch der Rotmilan über den Erftauen seine Kreise. Bild: Günter Lessenich/NABU

Weilerswist –  Die Landschaft rund um die Erft bei Weilerswist und den Dörfern Groß- und Kleinvernich hat in den letzten Jahren vorbildliche Renaturierungen erlebt, teilt der NABU Euskirchen mit. Dadurch sei dort ein Kleinod für dutzende Vogelarten geschaffen worden. In dieser Jahreszeit singe und rufe es aus jedem Baum und jedem Strauch. Bei einer vogelkundlichen Wanderung mit Erik Esser vom NABU sollen die typischen Vogelarten wie Zaunkönig, Mönchsgrasmücke und viele andere beobachtet werden. Das Gelände ist barrierefrei. Die Wanderung findet statt am Sonntag, 29. Mai, von 8 bis ca. 10 Uhr. Treffpunkt ist: Zum Sportzentrum 24 (Parkmöglichkeiten am Sportplatz) in Weilerswist. GPS: 50.747466, 6.834109. (epa)

Zentralveranstaltung „Tag des Wanderns“: Ohne Wegewarte „geht“ nichts

DWV-Präsident Dr. Rauchfuß forderte bundesweite Koordinierungsstelle „Wandern“ – Manuel Andrack appellierte, Klimawandel müsse in Wandervereinen größere Rolle spielen – KSK Euskirchen sponserte die Veranstaltung in Bad Münstereifel mit 5000 Euro

Gemeinsam zeigten die Redner und Ehrengäste, wie eine moderne Wanderwegbeschilderung in der Eifel heute aussieht. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Gemeinsam zeigten die Redner und Ehrengäste, wie eine moderne Wanderwegbeschilderung in der Eifel heute aussieht. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Bad Münstereifel – Der Hauptvorsitzende des Eifelvereins, Rolf Seel, gab zu, zunächst ein wenig skeptisch bezüglich der Idee gewesen zu sein, die Zentralveranstaltung des Deutschen Wanderverbands (DWV) zum „Tag des Wanderns“ ausgerechnet in dem von der Flutkatastrophe besonders schwer betroffenen Bad Münstereifel stattfinden zu lassen. „Aber als ich diesbezüglich Bernhard Ohlert anrief, den Ortsgruppen-Vorsitzenden des Eifelvereins, war dieser sogleich Feuer und Flamme“, so Seel. Denn die Ortsgruppe habe nicht nur nach der Flutkatastrophe in der Kurstadt tatkräftig mit angepackt, sie habe auch einen Wiederaufbaufonds für das Wanderwegenetz ins Leben gerufen, die zerstörten Wanderstrecken wieder begehbar gemacht oder, wo dies nicht so rasch möglich war, Umleitungen ausgeschildert und so einen wesentlichen Beitrag zur Wiederankurbelung des Wandertourismus geleistet. Zentralveranstaltung „Tag des Wanderns“: Ohne Wegewarte „geht“ nichts weiterlesen

Bundesweite Gartenvögel-Zählaktion des NABU

494 Vogelbeobachter nahmen 2021 im Kreis Euskirchen an der Aktion teil und beobachteten rund 13.400 Vögel – Vogelkundliche Exkursion rund um Haus Bollheim zur Einstimmung

Die Amsel ist einer der häufigsten Gäste im heimischen Garten. Bild: Günter Lessenich/NABU Euskirchen
Die Amsel ist einer der häufigsten Gäste im heimischen Garten. Bild: Günter Lessenich/NABU Euskirchen

Kreis Euskirchen – Der NABU-Kreis Euskirchen ruft vom 13. bis 15. Mai zum 18. Mal zur „Stunde der Gartenvögel“ auf. Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturfreunde aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden. Fast 141.620 Teilnehmer haben bundesweit im Mai vor einem Jahr 3.174.420 Vögel gemeldet. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen & Co. Aber wo genau kommen sie vor, wo sind sie häufig, und wo selten geworden. Je genauer der NABU über solche Fragen Bescheid weiß, desto besser kann er sich für den Schutz der Vögel einsetzen. Geht es bei der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ im Januar um die Vogelarten, die in Deutschland bei Schnee und Kälte bei uns ausharren, stehen im Mai brütende Arten im Blickpunkt. Ziel der Aktion ist nicht, möglichst viele Vögel zu beobachten, sondern ein realistisches, über die Jahre vergleichbares Bild zu erhalten. Bundesweite Gartenvögel-Zählaktion des NABU weiterlesen