Die Gemeinde Kall hat jetzt ein E-Mobil als Dienstfahrzeug

Mehr als 30 Unternehmen sponserten den elektrisch betriebenen Kleintransporter – Energie Nordeifel schenkt der Gemeinde Tankkarte für die Ökostrom-Zapfsäulen im Versorgungsgebiet

Zufriedene Gesichter bei Verwaltung, Politik und Sponsoren: Gemeinsam konnte eine Elektromobil angeschafft werden. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Zufriedene Gesichter bei Verwaltung, Politik und Sponsoren: Gemeinsam konnte eine Elektromobil angeschafft werden. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Als die Energie Nordeifel („ene“) 2011 der Gemeinde Kall für drei Monate ein Elektro-Mobil kostenlos zur Verfügung stellte, war die Begeisterung groß – und hat wohl einen nachhaltigen Eindruck bei den Verantwortlichen hinterlassen. Denn seit dem 24. Juni steht der Gemeinde dauerhaft ein elektrisch betriebener Renault „Kangoo“ als Dienstfahrzeug zur Verfügung.

Bei der feierlichen Übergabe am vergangenen Mittwoch im Kaller Rathaus sprach Kalls Bürgermeister Herbert Radermacher den Sponsoren seinen Dank aus, denn durch über 30 Unternehmer konnte das Fahrzeug ohne Belastung des Steuerzahlers gekauft werden. Mit 150 Kilometern Reichweite und einer Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometern in der Stunde, fünf Sitzen und einer geräumigen Ladefläche ist das E-Mobil in verschiedenen Abteilungen im Einsatz.

Markus Böhm, Prokurist des in Kall ansässigen Stromversorgers „Energie Nordeifel“, spendierte der Gemeinde gleich eine Zugangskarte für die Stromtankstelle in Kall. Dort und an den weiteren Stromtankstellen der „ene“ in Kommern und Heimbach kann das Fahrzeug für ein Jahr kostenlos mit Ökostrom aufgeladen werden. Böhm: „Nur wenn das E-Mobil mit Grünstrom aufgeladen wird, hat es eine hervorragende CO2-Bilanz, beim Aufladen etwa mit Energie aus Kohleverstromung fällt im Endeffekt mehr Kohlendioxid als bei einem Dieselfahrzeug an.“

Da das Fahrzeug hauptsächlich unter der Woche benötigt werde, wird angedacht, das Fahrzeug am Wochenende Bürgern oder Vereinen zur Verfügung zu stellen. Ekkehard Fiebrich, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kaller Gemeinderat, hat schon Vorschläge an den Bürgermeister weitergegeben: „Man könnte das Fahrzeug Touristen anbieten, die mit dem Zug angereist sind – damit hat man in einer Gemeinde in Österreich bereits gute Erfahrungen gemacht. Eine andere Möglichkeit wäre, einen ehrenamtlichen Fahrdienst für weniger mobile Menschen zu organisieren – zum Beispiel für Senioren, die auf dem recht außerhalb liegenden Friedhof Gräber pflegen wollen.“

Eifeler Presse Agentur/epa

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