Keinen Investor gefunden, Eifelhöhen-Klinik muss schließen

226 Beschäftigten soll bereits zu Ende Februar gekündigt werden

Die Eifelhöhen-Klinik in Marmagen ist in finanzielle und hygienische Schieflage geraten. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Für die Eifelhöhen-Klinik in Marmagen wurde leider kein Investor gefunden.  Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Nettersheim-Marmagen – Wie der Insolvenzverwalter der Eifelhöhen-Klinik (EHK) jetzt mitgeteilt hat, muss die Eifelhöhen-Klinik Ende Februar 2020 ihren Betrieb einstellen. Den 226 Beschäftigten werde zu Ende Februar gekündigt. In einem Brief der Verwaltungsleitung und des Insolvenzverwalters an die Patienten und Angehörigen heißt es: „Leider müssen wir Ihnen hiermit mitteilen, dass trotz intensiver wochen- und monatelanger Suche kein Investor gefunden wurde. Der Investorenprozess ist inzwischen abgelaufen.“

Da es nunmehr keine Aussicht auf eine Übernahme durch einen Investor und folglich keine Fortführungslösung mehr gebe, sei der Insolvenzverwalter gezwungen, den Geschäftsbetrieb der Reha-Einrichtung in Kürze einzustellen.

Bis Ende Februar müssen daher auch sämtliche Patienten entlassen werden oder ihre Reha anderswo fortsetzen. Insolvenzverwalter und Klinikleitung wollen jetzt Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen. Es geht dabei um einen Interessensausgleich und einen Sozialplan.

Die EHK war Ende Oktober 2019 in die Schlagzeilen geraten, nachdem vor Ort gravierende Hygienemängel festgestellt worden waren. Die Kölner Bezirksregierung hatte die Klinik vorübergehend geschlossen. Eine Woche später wurde von der Klinik ein Insolvenzantrag gestellt.

Wie Radio Euskirchen aktuell berichtet, soll der Insolvenzverwalter versprochen haben, dass die Gehälter bis Ende April gezahlt werden. Auch die Euskirchener Arbeitsagentur habe versprochen, sich um die Zukunft der gekündigten Mitarbeiter zu kümmern.

In den sozialen Netzwerken gibt es derweil eine große Sympathiekundgebung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik, die bis zum Schluss gekämpft und die Versorgungssicherheit der Patienten sichergestellt hätten.  (epa)

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