Dorfschmied, Stellmacher und Schafscherer erleben

LVR-Freilichtmuseum Kommern  bietet im Juni zahlreiche Veranstaltungen

Ein buntes Erlebnisprogramm können Besucher im Juni im LVR-Freilichtmuseum Kommern erleben. Bild: LVR-FMK
Ein buntes Erlebnisprogramm können Besucher im Juni im LVR-Freilichtmuseum Kommern erleben. Bild: LVR-FMKR

Mechernich-Kommern – Die Lebens- und Arbeitswelt vergangener Zeiten kann man bei zahlreichen Veranstaltungen im LVR-Freilichtmuseum Kommern erleben. So wollen Dorfschmied und Stellmacher, letzteres heute ein fast ausgestorbener Beruf, Sonntag, 2. Juni,  um 12 und um 15 Uhr am Dorfbrunnen neben der Schmiede in der Museumsbaugruppe Westerwald einen Eisenreifen auf ein hölzernes Wagenrad aufziehen.

Am Mittwoch, 6. Juni, sollen von 10 bis 15 Uhr die Museumsschafe geschoren werden. Der Schafscherer will dabei nach althergebrachter und heutiger Methode scheren, um die Unterschiede auch in der Arbeitsintensität zu zeigen. Nebenan in einem alten Bauernhaus aus Rohren/Hohes Venn möchte derweil ein „Heimweber“ die Weiterverarbeitung der Wolle vorführen.

Die alte „Deutsche Schrift“ einüben wie in der „Schule zur Kaiserzeit“ können die Museumsgäste an den Sonntagen 9. und 23. Juni jeweils von 14 bis 17 Uhr im Schul- und Backhaus, das aus dem Ahrort Löhndorf stammt. Unter dem Motto „Spiel mit!“ lädt das Museum junge Besucherinnen und Besucher an den Sonntagen 16. und 30. Juni jeweils von 11 bis 15 Uhr ein, alte Kinderspiele zu entdecken. Stelzen, Reifen, Diabolos, Murmeln und anderes warten auf das traditionelle Spiel im Freien.

Am Mittwoch, 19. Juni, zeigt das WaldPädagogikZentrum Eifel im Freilichtmuseum um 15 Uhr das „Loheschälen“: Früher wurde die Rinde (Lohe) junger Eichenstämme geschält, um aus ihr die Gerbsäure für die Lederverarbeitung zu gewinnen. Die Gerberei war eines der am weitesten verbreiteten Gewerbe in der Eifel. Zentren waren Heimbach, Schleiden und Euskirchen. Sie bezogen die Gerbsäure aus nahe gelegenen Eichenschälwäldern, den so genannten Lohhecken.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Wie man Obstbäume richtig beschneidet

Mit der Museumsbäuerin alte Küchenpflanzen entdecken können die Museumsgäste am Donnerstag, 27. Juni, von 11 bis 14 Uhr im Hausgarten am Bauernhaus aus Bonn-Kessenich. Die Bäuerin führt quer durch den Garten, der nach einer aus dem 19. Jahrhundert vom ehemaligen Hausstandort Kessenich überlieferten Pflanzenliste gestaltet worden ist.

Wie lecker Pflanzen aus dem Hausgarten schmecken können, kann man am Freitag, 14. Juni, um 18 Uhr erfahren: „Von Gartenlust und Gärtnerfreuden“ heißt die literarisch-kulinarische Zeitreise, zu der WDR-Moderator Andreas Lange und Annette Hartmann von „eßkultur“ in die historische Museumsgastwirtschaft einladen. Karten im Vorverkauf gibt es an der Museumskasse oder unter 0 22 55-95 30 50.

Ein Höhepunkt  im Juni-Programm ist die Eröffnung der Gaststätte „Watteler“ aus Eschweiler über Feld in der neuen Museumsbaugruppe „Marktplatz Rheinland“ am 27. Juni. In die Gaststätte, die im Zeitschnitt der frühen 1970er-Jahre zu sehen sein wird und auch eine Ausstellung zur Wirtshauskultur beherbergt, werden die Museumsgäste fortan zu bestimmten Zeiten einkehren können. Öffnungszeiten, „kleine Speisekarte“ und auch Möglichkeiten, die Gaststätte mit ihrem schönen Biergarten zu buchen, finden sich unter www.kommern.lvr.de.

Oldtimerfans werden sich auf das Treffen von mehr als 250 Motorrädern am Samstag, 29. Juni, 13 bis 15 Uhr, am historischen Tanzsaal des Freilichtmuseums freuen. Auf einer Internationalen Ausfahrt machen die Motorräder, die alle bis 1939 gebaut worden sind, im Museum Station. Schwerpunkt sind dabei Motorradmarken aus dem Rheinland: allein dort gab es über 60 Motorrad-Hersteller.

Quelle: FMK

Kommentar verfassen