Bereits viele interkontinentale Freundschaften geschlossen

Von Reiner Züll Drei Kaller Fußballfans sind bei der WM in Brasilien mit dabei

Berthold Jansen, Ralph Drehsen und Daniel Jansen (von links) im Staduin von Recife. (Bild: Jansen/Drehsen)
Berthold Jansen, Ralph Drehsen und Daniel Jansen (von links) im Staduin von Recife. (Bild: Jansen/Drehsen)

Kall/Salvador – In Brasilien gut eingelebt haben sich nach einer Woche die drei Kaller Fußballfans Ralph Drehsen, Berthold und Daniel Jansen, die derzeit bei der Fußballweltmeisterschaft (bis 13. Juli) im Land der Fußballgötter der deutschen Nationalmannschaft auf den Fersen sind. „Die erste Woche war sehr aufregend, spannend und ereignisreich zugleich“, berichtete Daniel Jansen jetzt aus Brasilien.

Am Sonntag vor einer Woche waren die drei Kaller vom Frankfurter Flughafen aus ins 8200 Kilometer entfernte Salvador de Bahia abgeflogen, wo sie außerhalb der Millionenstadt ihr Basishotel gebucht hatten.

Auf der Hinreise zum Stadtion in Recife regnete es in Strömen. Mit dem Kauf von Regencapes hatten die Drei vorgesorgt. (Foto: Jansen/Drehsen)
Auf der Hinreise zum Stadtion in Recife regnete es in Strömen. Mit dem Kauf von Regencapes hatten die Drei vorgesorgt. (Foto: Jansen/Drehsen)

Groß sind zeitweise die Verständigungsbarrieren im portugiesisch-sprachigen Land, die die drei Eifeler jedoch mit ihren Englischkenntnissen und einer Übersetzungs-App versuchen zu bewältigen. Und es funktioniert jeden Tag besser, denn sie erleben auch eine große Gastfreundlichkeit.

Ralph Drehsen: „Das Beeindruckende hier ist die große Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der einheimischen Menschen“. Wie Drehsen berichtet, wurden die Drei beim ersten Trip in die Stadt Salvador nicht nur von einem einheimischen jungen Paar die 70 Kilometer lange Strecke im Auto mitgenommen, das Pärchen brachte sie auch bis in die Innenstadt zu dem Shoppingcenter, wo die Eintrittskarten für das Spiel der deutschen Mannschaft gegen die USA im Stadion von Recife für die Kaller hinterlegt waren.

Obwohl die USA gegen Deutschland verlor wurde gemeinsam gefeiert. (Foto: Jansen/Drehsen)
Obwohl die USA gegen Deutschland verlor wurde gemeinsam gefeiert. (Foto: Jansen/Drehsen)

Doch wo sollten die drei Eifeler in dem riesigen Einkaufszentrum die Ausgabestelle der Karten finden. Doch die Polizei half weiter: „Die Polizisten im Shoppingcenter selber haben uns etagenübergreifend zum Ticketcenter begleitet, weil wir nicht wussten, wo wir hin mussten“, berichtet Berthold Jansen aus Übersee.

Die Anreise zu den weit auseinanderliegenden Spielorten in dem riesengroßen Land bewältigt das Kaller Fan-Trio per Flugzeug, wobei die Entfernung von Salvador nach Recife „nur“ 2200 Kilometer beträgt. Und auch die Hotels buchen die drei erst, wenn sie wissen wo die deutsche Elf ihr nächstes Spiel hat – wenn sie denn siegt und weiterkommt.

Ein junges einheimisches Pärchen (rechts) brachte die Kaller mit ihrem Pkw in die Millionenstadt Salvador, um die Eintrittstickets abzuholen. (Foto: Jansen/Drehsen)
Ein junges einheimisches Pärchen (rechts) brachte die Kaller mit ihrem Pkw in die Millionenstadt Salvador, um die Eintrittstickets abzuholen. (Foto: Jansen/Drehsen)

„Das Spiel gegen die USA in Recife war super, die Anreise jedoch etwas schwierig“, berichtet Daniel Jansen im Nachhinein. In der Nacht zum Spieltag und am Spieltag selber hatte es in der Region von Recife geschüttet wie aus Eimern, so dass die Straßen hoch überflutet waren. Die Anreise mit dem Taxi scheiterte nach mehrmaligen Versuchen, weil ein Befahren der Straßen nicht mehr möglich war. Wenigstens schaffte es der Fahrer, die Drei bis zu einer Station der Metro zu bringen.

Doch die Metro fährt keinesfalls bis zum Stadion, das mitten im Regenwald liegt. „Aus der Metro in den Bus und dann noch ein gut 20-minütiger Fußmarsch bis zum Stadion in unseren erworbenen Regenponchos“, umschreibt Ralph Drehsen das Ende der abenteuerlichen und recht feuchten Anreise zum Spiel der deutschen Elf gegen die USA. Doch die Atmosphäre in dem riesigen Stadion und der Sieg der deutschen Mannschaft entschädigte für all diese Erschwernisse. „Die Stimmung im Stadion war grandios“, so Drehsen: „In Recife selber haben wir trotz der Niederlage der Amerikaner super nette Leute getroffen und viele interkontinentale Freundschaften geknüpft“.

In dem Spielpausen erkunden die drei Kaller die Gegend, den Strand, die Kneipen und Restaurants von Salvador und des ehemaligen Fischerdorfes Praia do Forte, das 80 Kilometer nördlich vom Stadtzentrum Salvador da Bahia liegt.

Weil die Drei nicht die halbe Zeit ihres Brasilienaufenthaltes im Flugzeug verbringen wollen, haben sie auf den Flug zum Spiel der Deutschen gegen Algerien im über 4000 Kilometer entfernten Spielort Porto Alegre verzichtet und sich auf die Reise nach Rio de Janeiro vorbereitet, die sie Mittwoch antreten. Dort spielt die Nationalmannschaft, die das Spiel gegen Algerien am Montagabend mit 2:1 Toren gewonnen hat, am Freitagabend dann gegen die Elf der Franzosen um den Einzug ins Halbfinale.

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