Landrat Rosenke will es noch einmal wissen

Seine Wählergemeinschaft hat sich einstimmig für eine neue Kandidatur ausgesprochen – Auch nach 21 Landratsjahren fühlt sich Günter Rosenke noch immer fit und vital

21 Jahre Landrat und noch immer nicht amtsmüde: Bürgerlandrat Günter Rosenke gab jetzt bekannt, dass er im Herbst noch einmal antreten will. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
21 Jahre Landrat und noch immer nicht amtsmüde: Bürgerlandrat Günter Rosenke gab jetzt bekannt, dass er im Herbst noch einmal antreten will. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Eine große Überraschung war es für keinen der anwesenden Journalisten, als Landrat Günter Rosenke am Montagmorgen im Kreishaus verkündete, dass er im September noch einmal als Landrat antreten wolle. Der 64-Jährige Weilerswister bekleidet seit 21 Jahren das Amt des Landrats und ist damit der dienstälteste Landrat in Nordrhein-Westfalen.

„Im Februar sind es sechs Jahre her, dass ich aus der CDU ausgetreten bin, um als Bürgerlandrat des Kreises Euskirchen anzutreten“, erinnerte Rosenke. Mit seiner damals gegründeten Wählergemeinschaft habe er den nötigen Rückhalt gehabt, um den anstehenden Wahlkampf erfolgreich zu führen. Beim gemeinsamen Plakatekleben sei man sich näher gekommen und habe schon damals geahnt, dass es wohl nicht der letzte Wahlkampf gewesen sei.

„Ich trete übrigens nicht erneut an, um meine Pension aufzubessern“, ließ der Landrat wissen. Die sei nämlich seit 2004 schon durch und werde durch eine weitere sechsjährige Amtszeit um keinen Cent erhöht. Es seien vielmehr der Spaß und die Freude an der Arbeit, die ihn noch einmal zu diesem Schritt bewogen hätten. „Auch fühle ich mich noch vital und fit genug, um ins Rennen zu gehen“, so der Landrat.

Während seiner Amtszeit hätte sich die Arbeit in der Verwaltung und im Kreistag positiv entwickelt. „Ich habe für meinen Schritt, als Bürgerlandrat anzutreten, von den Bürgern viel Zuspruch bekommen“, sagte er. Der Vorteil als Bürgerlandrat sei vor allem, dass man frei von Partei- und Fraktionszwängen sei.

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„In den 21 Jahren meiner bisherigen Tätigkeit habe ich gute Kontakte in die Bezirks- und Landesregierung geknüpft, und ich darf wohl behaupten, dass ich 90 Prozent aller Vereine zwischen Weilerswist und der belgischen Grenze kenne“, so der Landrat weiter.

Seine Wählergemeinschaft, zu der im Übrigen auch seine Familie gehöre, habe sich bei der 10. Versammlung am vergangenen Freitag denn auch einstimmig dafür ausgesprochen, dass er wieder als parteiloser Bürgerlandrat antreten solle. Er habe darüber hinaus erneut zahlreiche Unterstützer auch aus privaten Unternehmen, die seine Wählergemeinschaft finanziell unterstützten. Des Weiteren hinaus werde er aber auch ins eigene Portemonnaie greifen müssen. Zusätzlich gebe es Unterstützung „ideeller Art“.

„Ich garantiere, dass unter meiner Führung auch zukünftig ein störungsfreier Arbeitsablauf in der Kreisverwaltung und bei der Polizei stattfinden wird“, so Rosenke weiter.

In Bezug auf Vogelsang machte er klar, dass er als Konversionsbeauftragter großes Interesse am Fortgang der dortigen Entwicklungen habe. Es gebe derzeit aber einige Irritationen, die aufgeklärt werden müssten. „Ich werde das aber nicht zum Wahlkampfthema machen“, versprach Rosenke. Die Arbeiten in Vogelsang seien bei seinem Allgemeinen Stellvertreter Manfred Poth in guten Händen. „Und ich bin mir sicher, dass er diese Arbeiten auch zu Ende führen wird“, so Rosenke.

Als Aufgaben für die Zukunft nannte der Landrat unter anderem die Reaktivierung der Bördebahn, den Breitbandausbau im Kreis sowie das Weiterführen der alten Aufgaben wie Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, Ausbau der Infrastruktur, Klimaschutz, Stärkung der bürgerschaftlichen Eigeninitiative sowie Verbesserung des Dienstleistungsangebots im Kreishaus.

Auch wenn die Wahl noch nicht gewonnen ist, so ließ der Landrat für die Zukunft eines bereits wissen: „Mit 70 Jahren werde ich bestimmt nicht mehr Landrat sein.“

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Eifeler Presse Agentur/epa

Ein Gedanke zu „Landrat Rosenke will es noch einmal wissen“

  1. Ich freue mich fuer den Kreis, dass Rosenke wieder antritt. Er hat gute Arbeit geleistet und geniesst das Vertrauen vieler. Er waere erneut der Richtige!

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