15 Freiwillige tauschen Büro gegen Wald

Unter Anleitung mäht die Gruppe beispielsweise Offenlandflächen in der Managementzone des Nationalparks

Zu den Aufgaben der Freiwilligen des Bergwaldprojektes gehört auch das Mähen auf verbrachten Wiesen, um so seltenen Pflanzenarten wie der Orchidee ein Durchkommen zu ermöglichen und auch für seltene Schmetterlinge einen Lebensraum zu schaffen. Bild: A. Olligschläger
Zu den Aufgaben der Freiwilligen des Bergwaldprojektes gehört auch das Mähen auf verbrachten Wiesen, um so seltenen Pflanzenarten wie der Orchidee ein Durchkommen zu ermöglichen und auch für seltene Schmetterlinge einen Lebensraum zu schaffen. Bild: A. Olligschläger

Schleiden-Gemünd – Junge Douglasien entfernen, Offenland freischneiden, Bachläufe renaturieren: 15 Freiwillige zwischen 22 und 73 Jahren nutzen ihren Urlaub und ihre Freizeit, um einen persönlichen Beitrag für den Nationalpark Eifel zu leisten und dabei das Schutzgebiet mit seinen unterschiedlichen Lebensräumen kennenzulernen. Im Rahmen des Bergwaldprojektes unterstützen sie die Nationalparkverwaltung eine Woche bei verschiedenen Arbeiten im Gebiet.

Unter Anleitung von Dr. Andreas Pardey, Mitarbeiter im Fachgebiet Dokumentation und Forschung bei der Nationalparkverwaltung, und Annegret Brall vom Bergwaldprojekt, mäht die Gruppe beispielsweise Offenlandflächen in der Managementzone des Nationalparks, um artenreiche Wiesen mit ihren zahlreichen schutzwürdigen Pflanzen und Insekten zu erhalten.

Die Teilnehmer beim „Knüppeln“ von Adlerfarn im Mühlenbachtal auf der Dreiborner Hochfläche, zum Schutz bzw. für die Rückkehr von Orchideen und seltenen Schmetterlingen. Bild: A. Olligschläger
Die Teilnehmer beim „Knüppeln“ von Adlerfarn im Mühlenbachtal auf der Dreiborner Hochfläche, zum Schutz bzw. für die Rückkehr von Orchideen und seltenen Schmetterlingen. Bild: A. Olligschläger

„Der Erhalt der Grünlandflächen ist für die Artenvielfalt insgesamt, aber auch für stark gefährdete Arten sehr wichtig. Das Bergwaldprojekt leistet mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Biotop- und Artenschutz dieser Lebensräume und damit für den Nationalpark“, würdigt der Biologe den Einsatz der Freiwilligen. Für Lothar Schmitz aus Hilden ist die Arbeit im Freien willkommene Abwechslung zum Büroalltag und die Eifel eine Herzensangelegenheit: „Von Kindheit an fühle ich mich der Eifel verbunden und verfolge den Nationalpark deshalb mit großem Interesse“, so der Chemietechniker aus Hilden.

Neben praktischer Arbeit steht auch eine Exkursion durch den Nationalpark auf dem Programm, um die vielfältigen Aspekte des Waldes, die sukzessiv natürlichen Abläufe in einem Nationalpark und deren Bedeutung für den Menschen näher zu beleuchten.
Das Bergwaldprojekt bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 1.600 Menschen in den Wald. In 2015 finden 85 Projektwochen an 43 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Ziel dieser Wochen ist es, durch die praktische Arbeit, die in Gruppen unter professioneller Leitung durchgeführt wird, die Situation des Waldes an den konkreten Projektstandorten zu verbessern, die Zusammenhänge in der Natur hautnah zu erleben und die Abhängigkeit von den natürlichen Lebensgrundlagen zu erkennen. (eB/epa)

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