Apfelfest im LVR-Freilichtmuseum Kommern

Alte Apfelsorten, Dörren, Keltern und Bestimmen von unbekannten Sorten über fünf Musteräpfel

Äpfel – ob wie hier gedörrt oder frisch – sind das Lieblingsobst der Deutschen. Foto: Hans-Theo Gerhards/LVR
Äpfel – ob wie hier gedörrt oder frisch – sind das Lieblingsobst der Deutschen. Foto: Hans-Theo Gerhards/LVR

Mechernich-Kommern – Unbekannte Apfelsorten bestimmen lassen, seltene und regionale Sorten wiederentdecken, Dörren oder Keltern: Dies und mehr können Gäste am Freitag, 11. Oktober, von 11 bis 17 Uhr im LVR-Freilichtmuseum Kommern. Das Museumsteam präsentiert dabei gemeinsam mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Wissenswertes und Historisches rund um das beliebteste Obst der Deutschen. Zeitgleich zeigt die Ausstellung „Mangel – Überfluss – Nachhaltigkeit“ Meilensteine in der Geschichte von Landwirtschaft und Ernährung.

Zwischen historischen Fachwerkbauten, Marktplätzen und Landwirtschaft anno dazumal erwarten Besucher des LVR-Freilichtmuseums Kommern verschiedene Mitmach-Angebote von der Sortenbestimmung über die Apfelzubereitung in der Küche bis hin zum Dörren und Keltern.

Der Hofladen Hochgürtel aus Bonn-Wachtberg will eine Obstsortenschau mit seltenen regionalen Obstsorten zeigen: Über 130 verschiedene Apfelsorten wachsen bei Dorothee Hochgürtel, die den Verein zur Pflege und Förderung der Streuobstwiesen in Wachtberg mit gegründet hat. Der Bio-Apfelhof Bölingen zeigt Apfelsorten, die für Allergiker gut verträglich sind.

Wer unbekannte Apfelsorten im eigenen Garten hat, kann diese beim Apfelfest von Pomologen der Biologischen Station des Rhein-Sieg Kreises bestimmen lassen. Dazu sollten von der unbekannten Sorte mindestens fünf Äpfel, die viel Sonne abbekommen haben, mitgebracht werden. Hilfreich ist zudem Kenntnis über das Aussehen des Baums oder die Lagerfähigkeit der Äpfel.

BLE-Qualitätskontrolleure zeigen die Vielfalt der Apfelsorten am deutschen Markt – isst doch jeder Deutsche im Schnitt rund 24 Kilogramm Äpfel jährlich. Besucher erfahren, welche Sorten sich besonders gut lagern lassen, ob die EU tatsächlich die Vermarktung kleiner Äpfel verbietet oder ob die Erzeuger so gut und nachhaltig produzieren, dass deshalb kaum kleine Äpfel auf dem Markt sind.

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Mithelfen können junge und ältere Museumsgäste beim Dörren von Apfelringen auf einem historischen Dörroffen aus dem Bergischen Land. Auch beim Keltern und bei der Zubereitung von Apfelspeisen in der alten Bauernküche sind zupackende Hände willkommen. Viele Apfelgerichte werden auf der Speisekarte der Museumsgastwirtschaft zu finden sein. Über das Thema Apfel hinaus widmen sich zehn Stationen an und in den historischen Museumsbauten unterschiedlichen Themen rund um Landwirtschaft und Ernährung heute. (epa)

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