Caritas Euskirchen eröffnet kurzfristig zweite Kleiderkammer

Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region ist ungebrochen groß – Täglich erreichen die Caritas Euskirchen diverse Sachspenden für Flüchtlinge

In der neuen Kleiderkammer soll ein Sortiment vorgehalten werden, welches sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, die zurzeit auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung sind. Bild: Carsten Düppengießer
In der neuen Kleiderkammer soll ein Sortiment vorgehalten werden, welches sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, die zurzeit auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung sind. Bild: Carsten Düppengießer

Euskirchen – Besonders der Anteil an Bekleidung aller Art ist mittlerweile so groß, das sich die Caritas kurzfristig entschlossen hat, eine zweite Annahme- und Ausgabestelle für gebrauchte Kleidung, speziell für Flüchtlinge einzurichten. „In unserem sozialen Kleiderladen Stoffwechsel 33 in der Kapellenstraße können unsere Mitarbeiter die Menge an gespendeten Textilien kaum noch bewältigen“, so Caritas-Chef Franz Josef Funken.

Aufgrund der großen Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung verfüge man nun aber über genügend Ehrenamtliche, um zentral in der Innenstadt – in direkter Nachbarschaft zur Caritasgeschäftsstelle – vorübergehend eine zweite Kleiderkammer mit dem Fokus auf Flüchtlinge einrichten zu können. In der Hochstraße 57, direkt neben dem sozialen Kaufhaus „Möbelkino“, öffnet am Montag, 28. September, die neue Ausgabestelle ihre Pforten. Die Öffnungszeiten sind zunächst Montag und Mittwoch von 10 bis 13 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr.
„Dass dies so kurzfristig möglich war, dafür danke ich unseren Kooperationspartnern, vor allem der Pfarrgemeinde St. Martin und allen Bürgerinnen und Bürgern die sich, etwa durch unseren Facebook-Aufruf, spontan entschlossen haben, etwas zu spenden oder mitzuarbeiten“, so Funken.

Funken legt Wert auf die Feststellung, dass dadurch kein bedürftiger Ortsansässiger benachteiligt werden soll. „Den uns anvertrauten Menschen stehen unsere etablierten Einrichtungen selbstverständlich auch weiterhin vollumfänglich offen“, so der Caritas-Chef.

In der neuen Kleiderkammer soll allerdings ein Sortiment vorgehalten werden, welches sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, die zurzeit auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung zu uns kommen. „Wir brauchen vor allem Kleidung für junge Erwachsene und Kinder. Da der Winter vor der Tür steht, haben wir außerdem verstärkten Bedarf an wetterfester und warmer Kleidung“, so Peter Müller-Gewiss, der bei der Caritas die Flüchtlingsarbeit koordiniert.

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Da man mit diesem Schritt schnell auf eine aktuelle Notlage reagiere, bitten Funken und Müller-Gewiss bereits im Vorfeld um Verständnis. „Wir mussten handeln. Es ist deshalb möglich, dass sich die neue Kleiderkammer nicht sofort in dem von uns gewohnten Zustand präsentiert“, so Funken. Man habe nicht erst eine perfekte Umgebung schaffen können und wollen, sondern sehe die Notwendigkeit unverzüglich zu starten. „Kann sein, dass am Anfang noch das ein oder andere Regal fehlt. Daran arbeiten wir aber unter Hochdruck und werden dies im Laufe der nächsten Zeit beheben“, so Funken abschließend.

Wer bei der neuen Kleiderkammer für Flüchtlinge mitarbeiten oder gebrauchte Kleidung spenden möchte, kann sich unter der Rufnummer 02251/9419165 oder per E-Mail unter peter.mueller-gewiss@caritas-eu.de an Peter Müller-Gewiss von der Aktion Neue Nachbarn der Caritas Euskirchen wenden. Aktuelle Infos gibt es unter www.facebook.com/caritaseuskirchen. (epa)

Ein Gedanke zu „Caritas Euskirchen eröffnet kurzfristig zweite Kleiderkammer“

  1. Hallo,

    ich finde es toll wie hilfsbereit die Menschen sind.

    Ich wollte auch helfen und Kleidung abgeben. Da es ein ganzer Korb voll war habe ich die Caritas angerufen und gebeten die Sachen abzuholen. Aber man sagte mir die Caritas hätte kein Fahrzeug!?
    Wie kann das sein ? Man kann doch nicht alles bringen was schwer ist, wie Möbel usw.

    Da ich krank bin und niemanden habe der die Sachen bringen könnte habe ich sie nun in eine Altkleidersammlung an der Straße gegeben.

    Ich finde das sehr schade.

    Elisabeth

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