47 Schulen erhielten das Prädikat „Nationalpark-Schule Eifel“

Insgesamt sind 24 Schulen aus dem Kreis Euskirchen, zwölf aus dem Kreis Düren, zehn aus der Städteregion Aachen und eine Schule aus dem Rhein-Erft-Kreis beteiligt

Rund 500 Schülerinnen und Schüler waren heute bei der Auszeichnung von 47 Schulen zu Nationalpark-Schulen Eifel im Kulturkino in Vogelsang. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke)
Rund 500 Schülerinnen und Schüler waren heute bei der Auszeichnung von 47 Schulen zu Nationalpark-Schulen Eifel im Kulturkino in Vogelsang. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke)

Schleiden-Vogelsang –  NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer und Dr. Heinrich Bottermann, Staatsekretär im Umweltministerium Nordrhein-Westfalen, überreichten heute im Kulturkino Vogelsang an 47 Schulen das Zertifikat „Nationalpark-Schule Eifel“. Die Schirmherrschaft für dieses Netzwerk von Schulen liegt seit Beginn des Projektes vor zehn Jahren gemeinsam bei den NRW-Ministerien für Schule und Bildung sowie für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.

„Ich bin begeistert, mit welcher Kreativität und Vielfalt die Schülerinnen und Schüler ihre Schulprojekte umgesetzt haben. Dies belegt, dass der Nationalpark Eifel ein ansprechender außerschulischer Lernort mit vielseitigen Anknüpfungspunkten für den Unterricht ist“, zeigte sich Schulministerin Yvonne Gebauer beeindruckt. „Naturkundliches Lernen, Tierbeobachtung und Experimentieren verknüpft mit der praktischen Anschauung im Nationalpark Eifel – das ist ein wichtiger Beitrag im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

In einer Podiumsrunde diskutierten Schulen und Projektorganisatorinnen mit NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (3.v.r.) und Dr. Heinrich Bottermann, Staatsekretär im Umweltministerium Nordrhein-Westfalen (2.v.l.). (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)
In einer Podiumsrunde diskutierten Schulen und Projektorganisatorinnen mit NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (3.v.r.) und Dr. Heinrich Bottermann, Staatsekretär im Umweltministerium Nordrhein-Westfalen (2.v.l.). (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

So gestalten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ihre Schulgelände naturnah mit einem Schulwald oder Wildkräuterwiesen für Insekten. Sie sind aktiv bei Wettbewerben und in der Öffentlichkeitsarbeit. Zudem zeichnen sie sich durch ihr Engagement für eine nachhaltige Lebensweise wie beim Einsparen von Ressourcen aus und übernehmen im Schulleben Verantwortung für tierische Mitbewohner wie Bienen, Ameisen, Schmetterlinge, Kaninchen oder Hühner.

„Dass sich so viele Schülerinnen und Schüler mit der heimischen Natur und Nachhaltigkeitsfragen auseinandersetzen, ist ein großer Erfolg des Projektes der Nationalpark-Schulen. Hierfür bin ich allen Beteiligten sehr dankbar. Der Nationalpark Eifel ist ein idealer Ort, um die Freiheit der Natur und der eigenen Kindheit zu erleben. Hinter jedem Baum warten Geheimnisse und Erfahrungen, die ein ganzes Leben prägen können. Es freut mich daher, dass der Nationalpark Eifel nach dem Vorbild der Nationalpark-Schulen nun auch eine Auszeichnung von Kindertageseinrichtungen anbietet“, so Staatssekretär Dr. Bottermann.

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Auf einem Markt der Möglichkeiten präsentierten die teilnehmenden Schulen ihre vielfältigen Aktivitäten, mit denen sie in den vergangenen zwei Jahren die Themen Nationalpark und Wildnis in den Schulalltag integriert haben. Insgesamt lernen und unterrichten in den Nationalpark-Schulen Eifel fast 25.000 Kinder und Erwachsene.

Ein buntes Bühnenprogramm durch die Schülerinnen und Schüler der Nationalpark-Schulen sorgte für abwechslungsreiche Unterhaltung. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)
Ein buntes Bühnenprogramm durch die Schülerinnen und Schüler der Nationalpark-Schulen sorgte für abwechslungsreiche Unterhaltung. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

Rund 600 Besucherinnen und Besucher nahmen an der Zertifizierungsfeier teil. Die beiden Projektkoordinatorinnen Jutta D’Orsaneo, Fachgebietsleiterin Umweltbildung der Nationalparkverwaltung Eifel, und Sabine Wichmann, Lehrerin und erste Vorsitzende des Fördervereins Nationalpark Eifel e.V., hatten in den Wochen zuvor die Dokumentationen über die Umsetzung in den Schulen geprüft und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Beide begleiten die Schulen auf ihrem individuellen Weg zur Wildnis von Beginn an.

Mittlerweile läuft das Gemeinschaftsprojekt des Fördervereins Nationalpark Eifel e.V. und der Nationalparkverwaltung Eifel zur Zertifizierung von „Nationalpark-Schulen Eifel“ seit zehn Jahren und ist bundesweit Vorbild für vergleichbare Projekte in anderen Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten. Es ist angelehnt an die von der Natur- und Umweltschutzakademie Nordrhein-Westfalen durchgeführte Kampagne „Schulen der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“, die das Umweltministerium und das Schulministerium gemeinsam ausrichten. Einige Nationalpark-Schulen Eifel und das Netzwerk der Nationalpark-Schulen Eifel konnten daher auch schon zweimal als „Schule der Zukunft“ und als „Netzwerk der Zukunft“ ausgezeichnet werden.

Die Anerkennung als Nationalpark-Schule Eifel gilt für zwei Jahre. Als Nationalpark-Schule verpflichten sich die Schulen dazu, den Nationalpark in ihr Schulprogramm aufzunehmen und fächerübergreifend zu thematisieren. Zahlreiche Jahrgangsklassen besuchen zudem den Nationalpark Eifel und informieren sich bei Führungen durch Fachkräfte der Nationalparkverwaltung Eifel. Als Grundlage für die Anerkennung reichen die Schulen eine Dokumentation ihrer Projektarbeiten ein. 21 Schulstandorte nahmen bereits zum 5. Mal an der seit 2009 angebotenen Auszeichnung teil. Zwei Schulen sind in diesem Jahr neu dabei. Wie alle anderen Schulen erhielten sie zur Würdigung ihrer Arbeit eine Urkunde, eine Plakate sowie ein hölzernes Türschild und eine Nationalpark-Fahne, um sich auch nach außen als Nationalpark-Schule Eifel zu präsentieren.

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Während der offiziellen Auszeichnungsfeier brachten sich die Schulen in das Bühnenprogramm ein und gestalteten den Markt der Möglichkeiten durch konkrete Einblicke in ihre Arbeiten aus dem aktuellen Projektzeitraum. Insgesamt sind 24 Schulen aus dem Kreis Euskirchen, zwölf aus dem Kreis Düren, zehn aus der Städteregion Aachen und eine Schule aus dem Rhein-Erft-Kreis beteiligt. (eB/epa)

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