Mehr als Karten und Wetterdaten für den Katastrophenfall

Kreisverbindungskommandos (KVK) Euskirchen gewann einen ganz neuen Blick auf den Geoinformationsdienst der Bundeswehr

Rund 20 Vertreter von Feuerwehr, THW und dem Landkreis waren in die Mercator-Kaserne in Euskirchen gekommen. Bild: Thorsten Dersch/ZGeoBw
Rund 20 Vertreter von Feuerwehr, THW und dem Landkreis waren in die Mercator-Kaserne in Euskirchen gekommen. Bild: Thorsten Dersch/ZGeoBw

Euskirchen – Versteckt unter einem riesigen Tarnnetz erläuterte Feldwebel Elisabeth Hoffmann wie Karten im Einsatz bereitgestellt werden und welchen Nutzen die Truppe davon hat. Oberstleutnant der Reserve Christian Bruske und seine Gruppe hörten aufmerksam zu. Bruske ist stellvertretender Leiter des Kreisverbindungskommandos Euskirchen. Mehr als 20 Männer und Frauen aus dem Landkreis, der Feuerwehr und dem THW sind mit ihm in die Euskirchener Behörde gekommen, um sich einen Überblick zu verschaffen, was das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw) alles leisten kann und wie vielseitig die Aufgaben sind.

„Im Katastrophenfall ist das KVK das Bindeglied zwischen dem zivilen Katastrophenschutz und der Bundeswehr im Rahmen der sogenannten zivil-militärischen Zusammenarbeit (ZMZ), daher ist dieser Besuch nicht nur von persönlichem Interesse, sondern kann im Ernstfall sehr hilfreich sein“, so Thorsten Dersch, Pressesprecher des ZGeoBw.

Die Besucher bekommen erklärt, wie viele Landkarten es für unterschiedliche Verwendungen gibt. Bild: Thorsten Dersch/ZGeoBw
Die Besucher bekommen erklärt, wie viele Landkarten es für unterschiedliche Verwendungen gibt. Bild: Thorsten Dersch/ZGeoBw

„Dass hier Karten erstellt werden, wusste ich, aber dass das ZGeoBw eine so große Angebotsvielfalt hat, das war mir in dem Ausmaß nicht bekannt“, wird Bruske zitiert. Und weiter: „Viele Produkte sind ja vor allem für Soldaten im Einsatz hilfreich, aber dass zum Beispiel der Bereich Einsatzvermessung bei Flugunfällen unterstützt, zeigt ja, dass im Katastrophenfall auch andere das Fachkönnen des ZGeoBw brauchen.“

Neben der Bereitstellung von unterschiedlichstem Kartenmaterial und Wetterdaten habe, so Dersch, das ZGeoBw dem KVK anschaulich die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten präsentiert. An fünf verschiedenen Stationen von der Einsatzvermessung über Raumanalysen bis hin zur meteorologischen Vorhersagezentrale seien viele fachliche Beispiele aufgezeigt und im Gespräch näher erläutert worden.

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In der Mercator-Kaserne ist auch ein so genannter Forward Map Distribution Point aufgebaut. Im Auslandseinsatz können Soldaten hier Landkarten empfangen. Bild: Thorsten Dersch/ZGeoBw
In der Mercator-Kaserne ist auch ein so genannter Forward Map Distribution Point aufgebaut. Im Auslandseinsatz können Soldaten hier Landkarten empfangen. Bild: Thorsten Dersch/ZGeoBw

„Wir haben heute wirklich viel gezeigt bekommen, was uns in der Praxis weiterhilft. Vielen Dank dafür an das ZGeoBw“, so Christian Bruske. Bleibe zu hoffen, so das ZGeoBw, dass zwar die Fähigkeit für eine effektive zivil-militärische Zusammenarbeit im Katastrophenfall ständig besser werde, aber die Katastrophen ausblieben. (epa)

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