DEHOGA Umfrage: Betriebe warten dringend auf die Auszahlung

Verband der Hotels und Gaststätten bekundet Enttäuschung und Verzweiflung über ausbleibende Corona-Hilfen

Fast 75 Prozent der befragten Betriebe hätten laut Umfrage noch nicht einmal Abschlagszahlungen erhalten, beklagt der Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz Gereon Haumann. Foto: Andreas Scholer / tonimedia.de
Fast 75 Prozent der befragten Betriebe hätten laut Umfrage noch nicht einmal Abschlagszahlungen erhalten, beklagt der Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz Gereon Haumann. Foto: Andreas Scholer / tonimedia.de

Bad Kreuznach – Das notleidende Gastgewerbe wartet dringend auf die schnelle Auszahlung der zugesagten staatlichen Hilfen, beklagt der DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) Bundesverband. Laut einer aktuellen Umfrage der DEHOGA haben 80,2 Prozent der Betriebe die Novemberhilfe beantragt, so Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz Gereon Haumann: „74,8 Prozent der Betriebe haben allerdings noch nicht einmal Abschlagszahlungen erhalten. Das Geld des Bundes fließt viel zu spärlich und langsam.“ Die Finanzämter sollten die Entschädigungen auszahlen, denn ihnen lägen schließlich alle Daten von 2019 und die Umsatzsteuervoranmeldung vor. Haumann : „Verzweiflung und Existenzängste in Hotellerie und Gastronomie nehmen zu. 70 Prozent der gastgewerblichen Betriebe sehen sich aufgrund der erheblichen Umsatzverluste in ihrer Existenz gefährdet.“

Ende Dezember werden viele Restaurants und Hotels in diesem Jahr viereinhalb Monate aufgrund der staatlichen Maßnahmen im Zuge der Corona-Krise komplett geschlossen haben. „Unsere Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagt der DEHOGA-Präsident. Die Umsatzverluste beziffern die befragten Betriebe seit März 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf durchschnittlich 51,4 Prozent. Die hohen Kosten laufen indes weiter.

Schnelle staatliche Unterstützung für die notleidenden Betriebe sei deshalb unverzichtbar. Laut den vorliegenden Umfrageergebnissen kann jedoch erst jeder vierte Betrieb (25,2 Prozent) den Eingang von Abschlagszahlungen auf die Novemberhilfe vermelden, und zwar in Höhe von durchschnittlich 7.614 Euro. „Viele Betriebe wissen nicht, wie sie die Gehälter für Dezember bezahlen sollen. Sie mussten schon für das Kurzarbeitergeld im November in Vorlage gehen, dass die Arbeitsagentur noch nicht erstattet hat“, so Präsident Haumann. Erschwerend käme hinzu, dass die Abschlagszahlungen zwar kleinen Unternehmen helfen, für mittlere und größere Unternehmen allerdings nicht ausreichen. „In der mittlerweile sechsten Lockdown-Woche sind die bislang gewährten Abschläge von maximal 10.000 Euro für viele Betriebe lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Haumann und fordert eine deutliche Erhöhung der Abschlagszahlungen.

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Ausreichende Abschlagszahlungen auf beantragte Hilfen seien umso wichtiger vor dem Hintergrund, dass mit der Auszahlung der kompletten Summen wohl erst ab Januar 2021 gerechnet werden könne. „Wenn unsere Betriebe ein Sonderopfer für die Allgemeinheit erbringen, dann müssen sie auch zeitnah, unbürokratisch und wirksam für die finanziellen Ausfälle entschädigt werden“, so Haumann.

(epa)

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