Urfttalsperre steht zum 125. Geburtstag erneut zur Besichtigung offen

Fachkundige Führungen durch das imposante Innere des Staubauwerks – Auch virtuelle Rundgänge mit VR-Brille sind möglich

geburtstages kann man das Bauwerk von Innen inspizieren. Bild: Marcus Seiler/WVER
Vor 125 Jahren wurde der Grundstein für die Urfttalsperre gelegt. Aus Anlass des Geburtstages kann man das Bauwerk von Innen inspizieren. Bild: Marcus Seiler/WVER

Nordeifel – Vor 125 Jahren wurde der Grundstein für ein Bauwerk gelegt, das für Jahrhunderte gebaut wurde und für das Leben vieler Menschen von Bedeutung ist: Die Urfttalsperre. Sie trug und trägt bis heute zum Hochwasserschutz sowie zur Wasserbevorratung für den Unterlauf bei. Vom Urftwasser profitiert nicht zuletzt die unterhalb liegende, Wasser nutzende Industrie, die im Dürener Land viele Arbeitsplätze zur Verfügung stellt.

Die Urfttalsperre zieht seit ihrem Bau zahlreiche Menschen aus nah und fern an. Heute mitten im Nationalpark Eifel gelegen, ist sie fester Bestandteil vieler Wanderungen. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) bietet nun anlässlich des Geburtstags der Talsperre erneut die Gelegenheit, die Jubilarin näher kennenzulernen.

Nach einem sehr erfolgreichen Tag der offenen Tür im Juni wird die Talsperre am Sonntag, 13. September in der Zeit von 10 bis 17 Uhr erneut ihre Tore öffnen. Dabei kann man das Staubauwerk bei fachkundigen Führungen auch in seinem Innenleben kennenlernen. Im Kontrollgang in der Mauer werden viele Daten erfasst, die für die laufende Überprüfung der Standsicherheit wichtig sind. Ein virtueller Rundgang durch den Kontrollgang mit VR-Brillen ergänzt das Angebot für diejenigen, die die Treppenstufen nicht bewältigen können oder wollen.

Außerdem werden am Wasserschulmobil spannende Einblicke in die Welt der Lebewesen in unseren Gewässern geboten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbands stehen dabei auch für alle Fragen rund um das Wasser zur Verfügung. Ein zusätzliches Highlight sollen auch drei über den Tag verteilte Flugshows sein, die die Greifvogelstation Hellenthal mit ihren imposanten Tieren anbietet. Für die jungen Besucherinnen und Besucher steht zudem ein Kinderschminken zur Verfügung.

Die Urfttalsperre, die sich auf dem Gebiet der Stadt Schleiden befindet, kann nicht mit dem Auto angefahren werden. Man erreicht sie entweder mit den Elektroboten der Rurseeschifffahrt aus Rurberg und Einruhr oder zu Fuß vom oberhalb gelegenen Kermeterparkplatz sowie zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Rurberg entlang des Obersees der Rurtalsperre und von Gemünd aus über die alte K7. Außerdem wird auch ein etwa halbstündiger Shuttle-Bus Interessierte vom Parkplatz Schwammenauel an der Rurtalsperre zur Urfttalsperre und zurückbringen. Weitere Informationen unter: blog.wver.de.

Für die Besichtigung des Kontrollgangs ist festes Schuhwerk erforderlich. Ebenso ist es, unabhängig von den Außentemperaturen, im Inneren der Talsperre stets gleichbleibend kühl. Deswegen empfiehlt es sich, ein wärmendes Kleidungsstück dabei zu haben. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht erforderlich. Diese finden kontinuierlich statt.

Stärken kann man sich übrigens am inzwischen wieder neu eröffneten Kiosk an der Staumauer. (eB/epa)

 

 

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