Neuer Radweg macht Fahrt auf der Bundesstraße überflüssig

Entlang des Sauerbachs kann man nun entspannt von Gemünd und Vogelsang bis Einruhr bzw. Erkensruhr radeln

Die Fahrradtour Richtung Erkensruhr und Einruhr lässt sich nun auf einem befahrbaren Fahrradweg entlang des Sauerbachs genießen.  Bild: M. Höller/ Nationalparkverwaltung Eifel
Die Fahrradtour Richtung Erkensruhr und Einruhr lässt sich nun auf einem befahrbaren Fahrradweg entlang des Sauerbachs genießen. Bild: M. Höller/ Nationalparkverwaltung Eifel

Schleiden-Dreiborn – Zwischen Walberhof und Erkensruhr heißt es nun: Freie Fahrt für Fahrradfahrer. Neu ausgestattet mit einer wassergebundenen Decke bietet der Radweg entlang des Sauerbachs nun eine attraktive Alternative für Radler, die von Gemünd und Vogelsang kommend nach Einruhr bzw. Erkensruhr fahren wollen.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW befestigte die als Fahrradweg ausgewiesene rund fünf Kilometer lange Strecke im Nationalpark-Bezirk Dreiborner Hochfläche. Dazu wurde eine Deckschicht aus gebrochenem Gesteinsmaterial genommen und an den steilen Stellen mit zementgebundenem Material versiegelt. Als Ausgleichsmaßnahme wurden bei einem Wanderweg auf der Leykaul sowie am Führtgesweg Schwarzdecken zurückgebaut.

Möglich wurde die Erneuerung auch durch das LIFE+- Projekt „Wald-Wasser-Wildnis“, in dessen Rahmen im Wegeverlauf diverse Verrohrungen entnommen und durch Furten oder Brücken ersetzt wurden, um die Durchgängigkeit des Fließgewässers wieder herzustellen. Die Gelegenheit wurde dazu genutzt, den Fahrradweg herzurichten.

„Für die Fahrradfahrer, die sonst über die Bundesstraße nach Einruhr gefahren sind, steht nun ein attraktiver Weg entlang des Sauerbaches im Nationalpark Eifel zur Verfügung“, freut sich Henning Walter, Leiter der Nationalparkverwaltung Eifel. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Flächeneigentümerin der Dreiborner Hochfläche unterstützte die Wiederherstellung.

Jedoch ist auch auf diesem Radweg durch die Natur Vorsicht und Umsicht geboten: Bei der Überquerung von Furten heißt es Absteigen und an den besonders steilen Stellen, die dort ausnahmsweise zementiert sind, heißt es langsam fahren. Zudem weist der Landesbetrieb Straßenbau darauf hin: „Wegen der wassergebundenen Decke ist der Radweg empfindlicher gegen Beschädigungen. Daher ist er nicht für den Betriebsverkehr mit PKW und auch nicht für Reiter freigegeben“, so Andreas Groß, Projektleiter von Straßen NRW.

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