Auch Heiligabend und Neujahr hat das Freilichtmuseum geöffnet

Das LVR-Freilichtmuseum Kommern hat immer geöffnet. Auch am Heiligen Abend und an Silvester sind Besucher herzlich willkommen. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Das LVR-Freilichtmuseum Kommern hat immer geöffnet. Auch am Heiligen Abend und an Silvester sind Besucher herzlich willkommen. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich-Kommern – An Heiligabend verzeichnet das LVR-Freilichtmuseum Kommern stets besonders viele kleine Gäste. Sie streifen mit einem Elternteil oder auch Oma und Opa durch die historischen Baugruppen zu den Gänsen, Kühen und Schweinen, während daheim der Gabentisch vorbereitet wird. An den Weihnachtstagen und um Neujahrstag ist es dann oft das Bedürfnis nach einem „Verdauungsspaziergang“, der die Erwachsenen ins Museum lockt.

Deutschlands zweitgrößtes Freilichtmuseum zählt zu den wenigen Museen seiner Art, die an allen Tagen im Jahr geöffnet sind. In den Wintermonaten kann man das Museum der rheinischen Alltagsgeschichte von 10 bis 17 Uhr besuchen, an Heiligabend und Silvester bis 14 Uhr, an den Weihnachtstagen und Neujahr ab 11 Uhr.

Auch wenn es draußen nass und kalt ist, kann man sich im Museum der rheinischen Alltagsgeschichte wohlfühlen. So kann man im

Herdraum eines alten Bauernhauses die Wärme des offenen Feuers erfahren und sich nebenan in der Stube am Bollerofen niederlassen. Die Besucher schätzen es, auf diese Weise einmal ein „Wohnerlebnis wie früher“ zu kennenzulernen.

Das Freilichtmuseum des Rheinlands ist aber nicht nur ein „Museumunter freiem Himmel“. Wie kein anderes Museum seiner Art präsentiert es neben rund 70 historischen Gebäuden auf mehreren tausend Quadratmetern eine Vielfalt erlebnisreicher Ausstellungen.

Publikumsmagnet ist seit Jahren die große Dauerausstellung „WirRheinländer“, die zu einem Streifzug durch die Geschichte des Rheinlands und die Lebensverhältnisse seiner Menschen von der französischen Besetzung 1794 bis in die frühen Wirtschaftswunderjahre um 1955 einlädt. In einer großen Halle wandern die Museumsgäste über eine mehr als 150 Meter lange Gasse und kleine Plätze an rund 50 Bauten entlang, deren Fenster den Blick auf Szenen freigeben: vom Schulunterricht in napoleonischer Zeit über Wohnkammern von Arbeitern in der Preußenzeit bis zur kölschen Kneipe in der Zeit kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs Karneval gefeiert wird.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Hoffen auf frische Brise für alte Windmühle

Große Resonanz bei den Besuchern findet sich die Sonderausstellung „Kriegs(er)leben im Rheinland“. Mit vielen Inszenierungen und Zeitzeugen-Dokumenten vermittelt sie packend den Taumel der rheinischen Bevölkerung von anfänglicher Kriegseuphorie in die völlige Verzweiflung über das Ausmaß dieser ersten globalen Katastrophe der Menschheit.

Noch im Winter, am 15. März, eröffnet das LVR-Freilichtmuseum Kommern eine weitere Ausstellung zum Thema Erster Weltkrieg. Dabei geht es um den Kriegsbeginn in Belgien. Gezeigt werden den Krieg thematisierende Zeichnungen des in Brüssel lebenden, international renommierten Künstlers Jean-Claude Coenegracht sowie Fotografien von Rolf Stolz.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt in das LVR-Freilichtmuseum Kommern frei. Das Jahresprogramm ist unter www.kommern.lvr.de zu finden. (eB)

Kommentar verfassen