Ausstellung über den „Westwall“

Galerie Eifel Kunst in Gemünd zeigt ab kommenden Sonntag eine Dokumentationsausstellung von Gerdine Snijder und der Hollerather Tourismus Gemeinschaft

Teile des Westwalls sind immer noch in der Eifel zu sehen. Foto: Gerdine Snijder
Teile des Westwalls sind immer noch in der Eifel zu sehen. Foto: Gerdine Snijder

Schleiden-Gemünd – „Der Wall im Westen“, so lautet der Titel der Dokumentationsausstellung von Gerdine Snijder und der Hollerather Tourismus Gemeinschaft, die am Sonntag, 26. Juli, um 15 Uhr in der Galerie Eifel Kunst in Gemünd eröffnet wird.

Der Westwall, errichtet entlang der Westgrenze des Deutschen Reiches, war ein 600 Kilometer Länge verteiltes militärisches System, das aus über 18.000 Bunkern, Stollen sowie zahllosen Gräben und Panzersperren bestand. Er verlief von Kleve an der niederländischen Grenze in Richtung Süden bis nach Grenzach-Wyhlen an der Schweizer Grenze.

Diese Anlage, die ebenso militärische wie auch propagandistische Bedeutung hatte, wurde ab 1936 von den Nationalsozialisten geplant und 1938 bis 1940 errichtet.

Es wurden 17,3 Millionen Tonnen Beton und 1,2 Millionen Tonnen Stahl am Westwall verbaut. Da bereits Rohstoffknappheit herrschte und auch sehr viele Bauarbeiter am Westwall benötigt wurden, kam insbesondere die öffentliche und private Bauwirtschaft völlig zum Erliegen, obwohl damals der Bedarf an Wohnraum groß war. Zu dieser Zeit fehlten in Deutschland etwa 1,5 Millionen Wohnungen.

Über diese Zeitzeugen aus Beton „stolpert“ man immer noch in der Eifel. Gerdine Snijder und die Hollerather Tourismus Gemeinschaft haben eine Ausstellung mit vielen Dokumenten, Zeitberichten und Fotos zusammengestellt.

Diese Dokumentationsausstellung „Der Wall im Westen“ wird vom 26. Juli bis zum 16. August 2015 in den Räumen der Galerie Eifel Kunst, Schleidener Straße 1, 53937 Gemünd zu sehen sein, der Eintritt ist frei. Die Galerie ist freitags und sonntags von 14 – 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter der Mobilnummer 01 57-6 94 18 76 geöffnet.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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