Zehnjähriges Bestehen der Römerthermen in Zülpich lockte viele Menschen an

Prominente Gratulanten, ein Sensationsfund und viele Mitmachangebote erwarteten die Besucher

Das Römerspektakel Tolbiacum auf dem Mühlenberg in Zülpich begeisterte die Besucher. .Foto: Lothar Kornblum/LVR-LMB
Das Römerspektakel Tolbiacum auf dem Mühlenberg in Zülpich begeisterte die Besucher. Foto: Lothar Kornblum/LVR-LMB

Zülpich – Rund 7.000 Menschen haben am Wochenende, 25. und 26. August, das zehnjährige Bestehen der Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur gefeiert. Das „Römerspektakel Tolbiacum“, viele Mitmachangebote, freie Führungen im Museum und in der Stadt sowie ein verkaufsoffener Sonntag lockten die Besucher nach Zülpich.

„Die große Resonanz zeigt, dass unser Museum zu den touristischen und kulturellen Highlights des Kreises Euskirchen gehört“ freute sich Bürgermeister Ulf Hürtgen in einer Pressemitteilung. „Alleine im Museum haben wir am Festwochenende über 4.000 Menschen begrüßen dürfen“ zeigte sich die Museumsleiterin Dr. Iris Hofmann-Kastner ebenfalls begeistert. Mehr waren es nur am Eröffnungswochenende vor zehn Jahren.

Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (v.l.), Milena Karabaic M.A., Ina Scharrenbach, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Ulf Hürtgenund Günter Rosenke trugen sich in das goldene Buch der Stadt Zülpich. Bild: Nadine Michels
Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (v.l.), Milena Karabaic M.A., Ina Scharrenbach, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Ulf Hürtgen und Günter Rosenke trugen sich in das goldene Buch der Stadt Zülpich ein. Bild: Nadine Michels

Während sich im Wallgraben an der Landesburg Klein und Groß an vielen Ständen und Schauarenen in die Welt der Römer entführen ließen, gratulierte die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Scharrenbach, beim sonnigen Festakt zum zehnjährigen Bestehen. Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, der Bürgermeister der Stadt Zülpich, Ulf Hürtgen und Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vizepräsidentin der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, gehörten ebenfalls zu den Gratulanten.

Nach den Grußworten fand eine moderierte Talkrunde zum Thema „Heimat Zülpich – Leben mit Geschichte(n)“ statt. Vertreter von Ministerium, NRWStiftung, LVR, Stadt und Geschichtsverein, die allesamt an der Entstehung des Museums beteiligt waren, berichteten vom langwierigen Kampf und der Realisierung des Projektes. Sie resümierten, dass der Museumsstandort sich
inzwischen sowohl in der Stadt als auch der Museumsszene des Umlandes verankert habe.

Beim Römerzug durch die Stadt kam dann, in Bezug auf die Menschenmenge am Straßenrand, ein „Rosenmontagsfeeling“ auf. Und auch das Germanen- und Keltenlager auf der Streuobstwiese im Park am Wallgraben lockte die Besucher am sonnigen Sonntag. Reißenden Absatz fanden auch die „Lukanischen Würste“ am Stand des Zülpicher Geschichtsvereins, die exklusiv von einem befreundeten Metzger hergestellt wurden.

Museumsleiterin Dr. Iris Hofmann-Kastner führt die Ehrengäste durch die Römerthermen Zülpich –Museum der Badekultur. Bild: Nadine Michels
Museumsleiterin Dr. Iris Hofmann-Kastner führt die Ehrengäste durch die Römerthermen Zülpich –Museum der Badekultur. Bild: Nadine Michels

Rund um die Römerthermen hatten befreundete Kulturinstitutionen, die sich wissenschaftlich mit dem Thema Archäologie und Römer beschäftigen, mit einem
aktionsreichen Mitmachprogramm die jeweiligen Einrichtungen vorgestellt. Im Museum hat der „Zülpicher Sensationsfund“, reiche Beigaben aus dem freigelegten Grab einer vor rund 1.700 Jahren hier jung verstorbenen Römerin, viele Menschen fasziniert.

Sehr gut angenommen wurden auch die zahlreichen Stadtführungen durch die Stadt. „Wir konnten in 17 kostenfreien Führungen rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das historische Erbe der Stadt Zülpich näherbringen“ freute sich der
Kulturreferent der Stadt Zülpich Hans-Gerd Dick in einer Pressemitteilung.

Währenddessen konnten sich die Besucherinnen und Besucher im Museum bei den freien Führungen durch die Sonderausstellung „Ins Licht gerückt. Vom Befund zum Museum“ und beim „Bernsteinworkshop“ informieren und unterhalten. (epa)

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