Vorläufige Schließung Eifelhöhen-Klinik Marmagen aufgehoben

Schwimmbad gilt aber noch als gesundheitlich bedenklich und ist momentan geschlossen – Verantwortliche wollen aber weiter geforderte Maßnahmen umsetzen

Die Eifelhöhen-Klinik in Marmagen ist in finanzielle und hygienische Schieflage geraten. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Eifelhöhen-Klinik in Marmagen ist in finanzielle und hygienische Schieflage geraten. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Nettersheim-Marmagen – Die vorübergehende Schließung und der Patientenaufnahmestopp der Eifelhöhen-Klinik Marmagen sind aufgehoben worden, wie der Kreis Euskirchen jetzt mitteilt. Günter Rosenke, Kreis Euskirchen, hat ein entsprechendes Schreiben an den Bürgermeister der Gemeinde Nettersheim als Vertreter der zuständige Ordnungsbehörde vorbereitet. Vorausgegangen ist eine erneute Begehung der Klinik am vergangenen Wochenende. Dabei wurde die hygienische Situation als gesundheitlich unbedenklich eingestuft.

Die Bezirksregierung Köln hatte den Landrat am 31. Oktober angewiesen, die vorläufige Schließung der Klinik anzuweisen. Grund dafür waren massive Hygienemängel, die zur Weiterverbreitung von Krankheitserregern hätten führen können. Die zunächst für den 8. November vorgesehene Frist zur Schließung wurde schließlich auf den 22. November verlängert, da die Klinik mit der Umsetzung der geforderten Hygienemaßnahmen begonnen hatte.

Am Samstag, 9. November, hat eine gemeinsame Begehung der Klinik durch Prof. Dr. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universitätsklinik Bonn, mit Vertretern der Klinik und des Gesundheitsamtes Euskirchen stattgefunden. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass keine Gesundheitsgefährdung vorliegt und damit „keine Bedenken gegen eine erneute Aufnahme der Patientenversorgung bestehen“, so das Fazit des Gutachtens von Prof. Exner.

Die derzeitige Klinikleitung  – Insolvenzverwaltung Dr. Mark Boddenberg und Verwaltungsleiter Stephan Potthoff – hatte sich darüber hinaus bereits im Vorfeld zu umfassenden freiwilligen Maßnahmen verpflichtet, insbesondere zu einem „adäquaten Betreuungsschlüssel“ in Bezug auf die Patienten.

Landrat Rosenke hat daraufhin die Aufhebung der Schließungsverfügung über den Bürgermeister der Gemeinde Nettersheim empfohlen. Das Kreisgesundheitsamt werde die Klinik aber weiterhin engmaschig überwachen. Als gesundheitlich bedenklich ist noch das Schwimmbad der Klinik sowie aller hierzu gehörigen Einrichtungen anzusehen. Insofern hat der Kreis Euskirchen mittels einer neuen Ordnungsverfügung die vorläufige Schließung des gesamten Schwimmbadbereiches erlassen. Aber auch hier hat die Klinikleitung entsprechende Maßnahmen in die Wege geplant, damit dieser Bereich in naher Zukunft wieder genutzt werden kann.

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(epa)

 

 

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