„Auch geimpfte Schüler können ansteckend sein“

Bezirksschülervertretung Euskirchen begrüßt Aufhebung der Maskenpflicht, fordert aber gleichzeitig ein neues Sicherheitskonzept

Die Maskenpflicht soll für Schüler und Schülerinnen ab dem 2. November in NRW fallen. Symbolbild:Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Maskenpflicht soll für Schüler und Schülerinnen ab dem 2. November in NRW fallen. Symbolbild:Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen – Schulministerin Yvonne Gebauer hat die geplante Aufhebung der Maskenpflicht ab dem 2. November für die gesamte Schülerschaft angekündigt. „Konzerte, Feiern und Treffen im großen Stil sind wieder erlaubt, das lässt die aktuelle Corona-Situation zu. Deshalb sollte es auch erlaubt sein, dass Schüler sich im Unterricht ohne Maske ins Gesicht sehen können“, so die Sprecherin der Bezirksschülervertretung des Kreises Euskirchen (BSV) Marlene Metternich. Diese Entwicklung müsse aber davon abhängig gemacht werden, dass an allen Schulen dauerhaft 3G zu herrschen habe.

„Viele öffentliche Aktivitäten sind, unter 3G, wieder erlaubt, während Schüler bis zu fünf Stunden in Klausuren sitzen und sich konzentrieren müssen. Es ist längst überfällig, dass wir in der Prioritätenliste wieder nach oben steigen und endlich nach Monate langem Zurückhalten die Maskenpflicht langsam aussetzen“, fordert auch Vorstandsmitglied Isabel Ballmann. Die Kommunikation innerhalb des Klassenraumes sowie der Umgang in sprachlichen Fächern werde ohne Maske wesentlich vereinfacht. Das Arbeitsklima sei angenehmer und führe zu einer verbesserten Unterrichtsqualität.

Ohne Maske könnten die Bindungen zwischen Lehrpersonen und Schülern wieder besser aufgebaut und psychische Probleme beseitigt werden, so Vorstandsmitglied Lasse Lewak sinngemäß. Dennoch halte auch er bei der Aufhebung der Maskenpflicht Vorsicht für geboten. Um Infektionen frühzeitig zu erkennen und dementsprechend entgegenzuwirken, müssten die Testungen weitergeführt werden, aber auch die Quarantäneregelungen müssten überdacht werden. Denn: Geimpfte fielen aus einer jetzigen Quarantäneregelung gänzlich raus.

„Mit entfallender Maskenpflicht ist es sinnvoll, dass die jetzt bestehenden Quarantäneregelungen nochmal aufgegriffen und bearbeitet werden. Dabei muss vor allem die Eindämmung der Infektion und die Verhinderung einer Massenquarantäne berücksichtigt werden“, äußert sich Sprecherin Ida Görlitz. Auch geimpfte Schülerinnen und Schüler könnten ansteckend sein, daher fordere die Bezirksschülervertretung, dass die Quarantäneregelungen mit besonderer Rücksicht auf den Schutz aller überarbeitet werden. „Wir brauchen ein Konzept, dass die Sicherheit aller Schüler berücksichtigt. Wir dürfen nicht wieder in einen Lockdown geraten und vor allem keine Masseninfektionen verantworten. Es hat oberste Priorität, mit einem vernünftigen Hygienekonzept den Unterricht ohne Masken zu führen“, heißt es in der Pressemitteilung.

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„Das Aussetzen der Maskenpflicht ist ein klarer Einschnitt in unsere Sicherheit, daher erwarten wir, dass diese vom Ministerium auf andere Art und Weise gewährleistet wird“, so Ida Görlitz abschließend.

Die Bezirksschülervertretung wurde am 25. März 2021 gegründet und vertritt die gesamte Schülerschaft der weiterführenden Schulen im Kreis Euskirchen. (epa)

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