Kaller Kolpingfamilie zieht Bilanz der Flutopfer-Hilfe

Von Reiner Züll Wertvolle Unterstützung von Freunden aus Ostwestfalen erfahren – Spenden-Koordinator Hans-Peter Dederichs: „Noch immer sind Bautrockner aus Düren im Einsatz“

Der Vorsitzende der Kolpingfamilie Paderborn-West, Claus Meier (links),  war eigens nach Kall gekommen, um einen Spendenscheck über 16.000 Euro an Hans-Peter Dederichs zu übergeben. Foto: Reiner Züll
Der Vorsitzende der Kolpingfamilie Paderborn-West, Claus Meier (links), war eigens nach Kall gekommen, um einen Spendenscheck über 16.000 Euro an Hans-Peter Dederichs zu übergeben. Foto: Reiner Züll

Kall – Über 16.000 Euro hatte die Kolpingfamilie aus Paderborn im vergangenen Jahr für Flutopfer in Kall an die dortige Kolpingfamilie übergeben. Jetzt konnte Hans-Peter Dederichs, der mit seiner Ehefrau Marga für die Verteilung der Gelder aus Paderborn sowie für die Verwendung weiterer eingegangener Spenden zuständig war, eine abschließende Bilanz ziehen. „Bis Jahresende konnten alle Gelder an die betroffenen Flutopfer ausgezahlt werden“, berichtet Dederichs, der sich in einem Rückblick bei allen Spendern bedankt.

In seiner Eigenschaft als Sprecher des Leistungsteams der Kaller Kolpingfamilie blickt Dederichs auf die vielfältige Flutopfer-Hilfe zurück. Schon eine Woche nach der verhängnisvollen Flut in der Nacht zum 15. Juli seien die ersten 1000 Euro von den Paderborner Kolping-Freunden nach Kall gebracht worden, nachdem sie erfahren hatten, dass viele Mitglieder der Kaller Kollegen bei der Flut ihr Haus, ihre Wohnung oder sogar ihr ganzes Hab und Gut verloren hatten. Aus den ersten 1000 Euro wurden am Ende 16.000 Euro, die die Freunde aus Ostwestfalen im Oktober bei einem Flutopfer-Treffen in Kall übergaben.

Im Oktober hatte die Kaller Kolpingfamilie von der Flut betroffene Mitbürger eingeladen, um dereren Sorgen und Nöte zu erfahren. Foto: Reiner Züll
Im Oktober hatte die Kaller Kolpingfamilie von der Flut betroffene Mitbürger eingeladen, um dereren Sorgen und Nöte zu erfahren. Foto: Reiner ZüllFoto: Reiner Züll

Mit den Spendengeldern wurden aber nicht nur Familien von Mitgliedern der Kaller Kolpingfamilie unterstützt. „Auch vielen anderen hat es in den Wochen nach dem Hochwasser am Nötigsten gefehlt“, so Hans Peter Dederichs. Spenden seien auch von der Kolpingfamilie aus Ransbach-Baumbach eingegangen. Die Kolpingfamilie aus Geldern habe die  Wunschzettel von zehn Kindern zu Weihnachten erfüllt und die Geschenke finanziert. Kolping-Freunde aus dem Erzgebirge hätten einer Kaller Familie, die bei der Flut ihr Haus verloren hat, eine größere Spende direkt zukommen lassen.

„Es sind noch drei Bautrockner vom Diözesan-Verband Aachen und der Dürener Kolpingfamilie bei uns im Einsatz“, berichtete Dederichs. Die  Dürener Kollegen hätten einige Rechnungen für Haushaltsgeräte wie zum Beispiel für einen Kühlschrank oder Herd übernommen. „Die Empfänger waren überglücklich und oft zu Tränen gerührt. Viele  konnten die Hilfsbereitschaft und Solidarität der fremden Kolpingfamilien kaum begreifen“, blickt Hans Peter Dederichs zurück.

Die Flutopfer seien den Spendern sehr dankbar und überwältigt gewesen von der Tatsache, dass es so etwas in der heutigen Zeit noch gebe. Aber, so der Kaller Kolping-Sprecher: „Hier bewahrheitet sich heute der Kolping-Leitspruch wie vor 170 Jahren: »Seine Worte werden durch unsere Taten sichtbar«“.

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