THW Schleiden: Flutmedaille, Höhenklettern und Vermisstenrettung

Schleidener Einsatzkräfte wurden mit Einsatzmedaille „Fluthilfe 2013“ ausgezeichnet und absolvierten zwei Übungen

Freuten sich über die Auszeichnung von Dr. Hans-Ingo Schliwienski und Geschäftsführer Wolfgang Friebe (4 und 5. .v.l.): Obere Reihe (v.l.): Ignaz Dreßen, Stephan Grund, Björn Groß, Daniel Schwarzer, Fabian Göderz; vordere  Reihe: Jan Sieberath, Timo Huy, Thorsten Grund und Patrick Schakau. Bild THW Schleiden
Freuten sich über die Auszeichnung von Dr. Hans-Ingo Schliwienski und Geschäftsführer Wolfgang Friebe (4. und 7. .v.l.): Obere Reihe (v.l.): Ignaz Dreßen, Stephan Grund, Björn Groß, Daniel Schwarzer, Fabian Göderz; vordere Reihe: Jan Sieberath, Timo Huy, Thorsten Grund und Patrick Schakau. Bild THW Schleiden

Schleiden – Ein Jahr nach dem Hochwassereinsatz im Osten Deutschlands sind die ehrenamtlichen Helfer des Technischen Hilfswerks aus den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen nachträglich ausgezeichnet worden. Neben neun Einsatzkräften vom THW Euskirchen erhielten auch Helfer des THW Ortsverbandes Schleiden im Alten Ballsaal des Kurhauses von Aachen die Einsatzmedaille „Fluthilfe 2013“ durch den THW-Landesbeauftragten Dr. Hans-Ingo Schliwienski. Der Landesbeauftragte bedankte sich bei den Einsatzkräften für ihren Einsatz.Die Schleidener Einsatzkräfte hatten vor einem Jahr unter anderem den Beleuchtungszug NRW nach Magdeburg geführt, dort beim Kampf gegen die Wassermassen mit der Fachgruppe Beleuchtung sowie beim Sandsacktransport aus Schleiden in Richtung Schönebeck geholfen.

Die weiteren Helfer, die bei der Verleihung der Flutmedaille fehlten, bekommen diese nachgereicht. Insgesamt werden damit ausgezeichnet: Ignaz Dreßen, Stephan Grund, Björn Groß, Daniel Schwarzer, Fabian Göderz, Wolfgang Friebe, Jan Sieberath, Timo Huy, Thorsten Grund, Patrick Schakau, Sven Kohnen, Norbert Linden, Sohail Sasani, Karl Schostak und Richard Schwarzer.

Im Hermann-Josef-Haus in Urft zeigten die THWler, dass sie auch vor der Höhe keine Angst haben. Bild: THW Schleiden
Im Hermann-Josef-Haus in Urft zeigten die THWler, dass sie auch vor der Höhe keine Angst haben. Bild: THW Schleiden

Doch nicht nur am Boden beim Kampf gegen Wassermassen sind die THWler aus Schleiden gut gerüstet. Auch in der Höhe sind sie fit. Erst kürzlich stand diesbezüglich wieder eine Sonderausbildung auf dem Dienstplan.

Dazu wurde im Hermann-Josef-Haus in Urft die Kletterwand genutzt. Gemeinsam übten die Helfer dort ihre Kletterfähigkeiten ein. Sportlehrer Wolfgang Milkareit erklärte den THWlern zuerst Grundkenntnisse des Sportkletterns und unterwies sie in den verschiedensten Ausführungen der jeweiligen Ausstattung und Sicherheitsvorkehrungen. Anschließend hatten die Helfer die Möglichkeit, sich an der Kletterwand hochzuarbeiten. Die Kletterwand hat eine Höhe von 16,50 Meter.

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„Vermisstensuche nach Hausexplosion in Kerperscheid“ hieß es schon bald darauf für die Helfer des THW. Auf dem Dienstplan des Ortsverbandes Schleiden stand eine Einsatzübung des Technischen Zuges. Als Übungsszenario hatte der Zugführer Daniel Schwarzer ein leer stehendes Haus ausgemacht, das zum Abriss bereitsteht.

"Hausexplosion in Kerperscheid" lautete eine Übung, bei der mehrere Personen vermisst wurden. Bild: THW Schleiden
„Hausexplosion in Kerperscheid“ lautete eine Übung, bei der mehrere Personen vermisst wurden. Bild: THW Schleiden

Mit Sonderrechten fuhren die THW Einsatzkräfte unter der Leitung des Gruppenführers Sven Kohnen nach Kerperscheid, wo nach einer Hausexplosion acht Personen vermisst sein sollten. Der Gruppenführer stellte zwei Trupps zusammen, die damit begannen, das Gebäude zu erkunden. Nach den ersten Erkundungsergebnissen konnten auch schnell die ersten beiden vermissten Personen aufgefunden werden.

Da die Bergung durch das verwinkelte Haus nicht einfach war, entschied man sich einen Deckendurchbruch an der Holzdecke mit der Motorsäge vorzunehmen, wo dann anschließend die Bergung durchgeführt werden konnte.

Nach weiteren Erkundungen konnten weitere vermisste Personen geborgen werden, die dann entweder über „Schiefe Ebene“ oder mit einem „Leiterhebel“ befreit wurden. Für die letzte vermisste Person musste ein Wanddurchbruch mittels „Aufbrechhammer“ der 1. Bergungsgruppe geleistet werden. (epa)

 

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