Unwetter: Sirenen in Mechernich

Letztes Update: 21.12 Uhr – Neuste Infos hier klicken – Über 450 Notrufe aus der Bleibergstadt – EDV des Kreiskrankenhauses, zahlreiche Privat- und Geschäftshäuser betroffen – Baum auf PKW gefallen, eine eingeklemmte Person musste von Feuerwehr gerettet werden – Land unter in Kommern – Person musste mit Schlauchboot gerettet werden

Wieder gab es ein Unwetter mit zahlreihen Überflutungen im Kreis Euskirchen. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Wieder gab es ein Unwetter mit zahlreihen Überflutungen im Kreis Euskirchen. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich – Am heutigen Donnerstag gingen seit 16.15 Uhr über 450 Notrufe in der Leitstelle aus Mechernich ein, wie Kreispressesprecher Wolfgang Andres mitteilt. Zahlreiche Keller waren durch sturzbachartige Regengüsse vollgelaufen, in einen Lebensmittelmarkt drang an mehreren Stellen Wasser ein. Im Kreiskrankenhaus Mechernich erfolgte ein Wassereintritt in die EDV-Zentrale, wodurch es zu Einschränkungen im System der Informationstechnologie (IT) kam. Andres: „Mehrere Öltanks in Wohngebäuden sind gefährdet. Außerdem ist eine größere Anzahl an Geschäftshäuser durch Wassereintritt betroffen.“

Straßen mussten gesperrt werden, weil sie teilweise bis zu 1,5 Meter Höhe überschwemmt waren. Ein Baum war  auf ein mit Personen besetzten PKW auf der B 266, Höhe Mechernich-Kommern, gefallen. Wolfgang Andres: „Dort wurde eine Person so schwer eingeklemmt, dass sie durch die Feuerwehr gerettet werden musste.“ Die Bahnstrecke Mechernich-Kall (Trier) wurde durch die Notfallleitstelle der Bahn gesperrt.

 

Land unter im Ortsteil Kommern. Foto: Feuerwehr Mechernich
Land unter im Ortsteil Kommern. Foto: Feuerwehr Mechernich

Zehn Löschzüge der Feuerwehr waren im Einsatz. Es wurde eine örtliche Koordinierungsstelle der Stadt Mechernich/Feuerwehr Mechernich eingerichtet. Neben der gesamten Mechernicher Feuerwehr kamen auch Feuerwehrleute der Stadt Bad Münstereifel, Gemeinde Nettersheim, Stadt Zülpich, Stadt Euskirchen und Stadt Schleiden sowie das Technische Hilfswerk zur Unterstützung. Auch in der  Stadt Schleiden, vornehmlich in der Kernstadt und Olef, kam es zu Sturzregen.

Es wurde zudem ein Führungsstab in der Kreisverwaltung/Leitstelle eingerichtet. Das Kreisbrandschutzzentrums setzte eine erhebliche Anzahl von Tauchpumpen ein. Es gab eine örtliche Warnung der Bevölkerung durch das Warnsystem KatWarn. Den Betreuungseinsatz (Verpflegung/Versorgung) für 300 Einsatzkräfte übernahm das DRK Kreis Euskirchen.

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Update: Aufgrund der kritischen Lage haben die Einsatzkräfte einen weiteren Abschnitt für Mechernich-Kommern gebildet. Gegebenfalls müssen in Mechernich nach weiterer Lagebeurteilung zahlreiche Menschen betreut werden, da in vielen Gebäuden das Erdgeschoss von Wassereintritt betroffen ist.  Es wurde Soziale Betreuung für Betreuungsmaßnahmen angefordert. Eine Person musste mit durch die Feuerwehr mit einem Schlauchboot  aus einem Gebäude gerettet und durch den Rettungsdienst dem Krankenhaus zugeführt werden.

Der Erftverband sowie die Untere Wasserbehörde melden nahezu „Lastfall rot“ für den Bereich des Rotbaches, bedingt durch den Sturzregen im Stadtgebiet Mechernich. Einige Ortschaften der Stadt Mechernich und der Stadt Zülpich sind  hinsichtlich des Übertretens von Wasser aus dem Fließgewässer gefährdet.

Die Feuerwehr ist weiterhin auch zur Information der Bevölkerung und zur Kontrolle des Gewässers im Einsatz. Die Bevölkerung im Bereich Rotbach wird auch über die Warnsysteme KatWarn und NINA sowie Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr benachrichtigt.

(Kreispressesprecher Wolfgang Andres/epa)

 

Ein Gedanke zu „Unwetter: Sirenen in Mechernich“

  1. Wie schön dass man sich so um Kommern kümmert, leider hat man den kleinen Ort Schaven im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen lassen. Schaven wurde gleich von zwei Seiten überflutet. Zum einen trat hier der Bleibach über die Ufer, unterspülte die einzige Brücke im Ort und überflutete zahlreiche Gärten und Felder und zum anderen trat der See im Hochwildpark über die Ufer und ergoss sich in den Ort. Zahlreiche Keller sind hier vollgelaufen, Häuser, Autos und Grundstücke beschädigt. Leider war weder von Feuerwehr, THW oder ähnlichen Hilfsorganisationen etwas zu sehen sodass man sich in dem kleinen Ort auf Nachbarschaftshilfe verlassen musste.
    Ich möchte mich hiermit ganz herzlich bei allen bedanken die tatkräftig mitgeholfen haben.

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