Bürger aus dem Kreis Euskirchen beim Neujahrsempfang der Landes-SPD

Vertreter aus Kultur, Sport, Jugend- und Flüchtlingshilfe machten sich mit Landtagskandidat Markus Ramers mit dem Bus auf nach Duisburg – „Gespräche während der Fahrt waren für mich sehr wertvoll“ – Zahl der Tafel-Bedürftigen steigt

Markus Ramers (3.v.l.), Stellvertretender Landrat, nahm engagierte Bürger aus dem Kreis Euskirchen mit zu einer Fahrt nach Duisburg. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Markus Ramers (3.v.l.), Stellvertretender Landrat, nahm engagierte Bürger aus dem Kreis Euskirchen mit zu einer Fahrt nach Duisburg. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen/Duisburg – „Es ist mir wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, betont Markus Ramers, Stellvertretender Landrat im Kreis Euskirchen und Landtagskandidat der Kreis-SPD. Deshalb habe er seine Einladung zum Neujahrsempfang der Landes-SPD genutzt, um Bürgerinnen und Bürger, die sich im Kreis Euskirchen ehrenamtlich engagieren, am vergangenen Samstag mit in den Landschaftspark Nord in Duisburg zu nehmen.

Ramers: „Ich weiß, dass viele Kandidaten nur ihre Parteikollegen mitnehmen. Ich habe mich aber bewusst anders entschieden.“ Und so saßen bei ihm Engagierte in der Flüchtlingshilfe, vom Kinderschutzbund, ein Vorsitzender eines Theatervereins, ein Fußballtrainer, ein Verantwortlicher aus der Jugendhilfe, eine Organisatorin von multikulturellen Friedensfesten und weitere Bürgerinnen und Bürger, die sich um den Kreis Euskirchen als positiven Wohnort bemühen.

Sein Konzept mit der gemeinsamen Busfahrt sei aufgegangen: „Die Gespräche während der Fahrt waren für mich sehr wertvoll. Das Ganze war für mich weniger politisch, sondern eher eine private Fahrt, die sehr viel Spaß gemacht hat.“ Denn Ramers habe etwa mehr über die aktuellen Anforderungen vor Ort in der Flüchtlingshilfe erfahren, über aktuelle Hilfestellungen des Kinderschutzbund gehört und die Stimmungen und Ängste, aber auch Fehlinformationen etwa durch die Verhaftung von zwei Terrorverdächtigen in Bad Münstereifel mitbekommen. „Manche denken, dass sie in einem Dorf mit einem »Schläfer« gewohnt haben, der Terroranschläge plante – es ging aber um Verdächtige, die für den sogenannten IS gekämpft haben sollen.“ Auch habe es sich nicht um Flüchtlinge gehandelt, sondern um Einwohner, die hier aufgewachsen sind. Gedanken müsse man sich machen, warum diese die Werte, die unser Land ausmache, nicht mehr achteten – und was man gegen eine solche Entwicklung tun könne.

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Am Stand der Tafeln NRW: Schatzmeister Hartwig Szymiczek (v.l.), Markus Ramers und NRW-Tafel-Vorsitzender Wolfgang Weilerswist. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Am Stand der Tafeln NRW: Schatzmeister Hartwig Szymiczek (v.l.), Markus Ramers und NRW-Tafel-Vorsitzender Wolfgang Weilerswist. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„In fast jedem Gespräch wurde deutlich: Wichtiger denn je ist der soziale Zusammenhalt, das ist die wichtigste Zukunftsfrage“, so der Blankenheimer, der in Bad Münstereifel als Lehrer tätig ist. Gerade in Bildung müsse weiter investiert werden, es sei wichtig, dass keine Familien sozial abgehängt würden. Das bestätigte auch Wolfgang Weilerswist. Der Mechernicher Politiker war in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Tafeln in Nordrhein-Westfalen, die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgen, vor Ort. Weilerswist: „Die Zahl der Tafeln in NRW ist mittlerweile auf 170 angewachsen. Und das ist auch notwendig: Die Zahl der Bedürftigen steigt kontinuierlich – auch wenn man die Flüchtlinge herausrechnet.“

430.000 Menschen versorgen die Tafeln Tag für Tag, so Weilerswist. Durch Lager- und Kühlhäuser könne viel an Material vorgehalten werden. Obwohl es viele Lebensmittelspenden gebe und sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als Schirmherrin der NRW-Tafeln auch dafür einsetze, dass etwa Bußgelder von Steuersündern den Tafeln zu Gute komme, sei das Ganze ausbaufähig: „Nur etwa zehn Prozent der Lebensmittel, die von Firmen entsorgt werden, kommen bei den Tafeln an und können weitergegeben werden.“

Auch wenn Markus Ramers (v.l.) die meiste Zeit mit seiner Euskirchener Gruppe verbrachte, war noch Zeit für eine kurze Begegnung mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Auch wenn Markus Ramers (v.l.) die meiste Zeit mit seiner Euskirchener Gruppe verbrachte, war noch Zeit für eine kurze Begegnung mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

In ihrer Rede auf dem Neujahrsempfang betonte Kraft die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements und des Zusammenhalts. Notwendigen Wandel habe es in Nordrhein-Westfalen immer gegeben – und die Nordrhein-Westfalen seien bekannt dafür, den Wandel nicht einfach geschehen zu lassen, sondern zu organisieren und zu gestalten. Dabei warnte sie vor dem Rechtspopulismus als ernste Gefahr für Gesellschaft und Demokratie: „Das Trennende hilft nicht. Das Trennende zerstört. Es geht nur zusammen.“

Das konnte Ramers nur unterstreichen. So waren während der Busfahrt auch die Aktionen in Euskirchen Thema, die Ramers zusammen mit Wohlfahrtsverbänden, Parteien, Vereinen, Gewerkschaft und Institutionen organisiert, um zu zeigen: „Die Menschen im Kreis Euskirchen haben Herz und helfen, wo es nötig ist. Man muss ihnen nur zuhören, auch ihre Sorgen ernst nehmen und gut informieren“, so Markus Ramers.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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