Hilfsgruppe Eifel bot sechsstündiges Live-Programm

Von Reiner Züll (mit Bildergalerie) Afrikanische, türkische, serbische und kurdische Folkloregruppen wechselten sich ab Musikverein Kall machte den Auftakt

Die türkische Folkloregruppe "Dostlik Baris" hatte 2012 die Eurpoameisterschaft gewonnen. In Kall begeisterte sie mit lebensfrohen Tänzen. Foto: Reiner Züll
Die türkische Folkloregruppe „Dostlik Baris“ hatte 2012 die Eurpoameisterschaft gewonnen. In Kall begeisterte sie mit lebensfrohen Tänzen. Foto: Reiner Züll

Kall – Ein sechsstündiges Live-Programm, das die Hilfsgruppe Eifel anlässlich der Kaller Gewerbeschau und des 125-jährigen Bestehens der Firmengruppe Schumacher auf die Beine gestellt hatte, begeisterte am Sonntag die Besucher. „Wir wollen uns mit dieser Aktion bei der Familie Schumacher bedanken, die die Hilfsgruppe seit der Gründung von 23 Jahren immer unterstützt hat“, sagte der Vorsitzende der Kaller Kinderkrebshilfe, Willi Greuel. Die Gewerbeschau biete für das Dankeschön-Fest eine gute Gelegenheit.

Auch Bürgermeister Herbert Radermacher erinnerte an das soziale Engagement, das die Unternehmerfamilie in der Vergangenheit gezeigt habe. Die Wiege der Hilfsgruppe habe damals bei der Firma Schumacher gestanden, wo Willi Greuel viele Jahre gearbeitet habe. Radermacher dankte Willi Greuel und der Hilfsgruppe für das europaweite Engagement zugunsten krebskranker Kinder.

Die "African Girls" aus Euskirchen tanzten sich schnell in die Herzen der Zuschauer. Foto: Reiner Züll
Die „African Girls“ aus Euskirchen tanzten sich schnell in die Herzen der Zuschauer. Foto: Reiner Züll

Ralf Schumacher hatte auch das Firmenjubiläum in den Dienst der guten Sache gestellt: Satt Geschenke entgegenzunehmen hatte er um Spenden für die Hilfsgruppe gebeten. In naher Zukunft wird er einen entsprechend hohen Spendenscheck übergeben.

Das Bühnenprogramm vor der Bauzentrale, moderiert von dem Sötenicher Entertainer Julian Heldt, wurde von der Musikkapelle Kall eröffnet, die sich spontan bereit erklärt hatte für die Hilfsgruppe zu musizieren. Zwei Stunden lang dauerte das anspruchsvolle Konzert, das die Kapelle unter Leitung ihres Dirigenten Peter Blum spielte.

Waren schon Europameister: Die Tänzer und Tänzerinnen des serbischen Kultur- und Tanzvereins aus Essen und Ratingen sind amtierender Deutsche Meister. Foto: Reiner Züll
Waren schon Europameister: Die Tänzer und Tänzerinnen des serbischen Kultur- und Tanzvereins aus Essen und Ratingen sind amtierender Deutsche Meister. Foto: Reiner Züll

Die Akteure ließen dabei nicht ihre Instrumente erklingen: bei der Hommage an das Südtiroler Land, verwandelte sich das Ensemble in einen Gesangverein. Im Namen der Hilfsgruppe bedankte sich Willi Greuel bei der Musikkapelle mit einer Urkunde.

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Am Nachmittag ging es bei der Hilfsgruppe international zu. Afrikanische, türkische, serbische und kurdische Folkloregruppen wechselten sich ab. Der Name „Dostluk Baris“ der türkischen Gruppe aus Euskirchen steht für „Frieden und Freundschaft“. Die Gruppe war 2012 Europa- und 2013 Vizemeister geworden. Ebenfalls aus Euskirchen stammt die kurdische Folkloreformation „Heval“. Sie wurde angeführt von dem Nordiraker Karwan Mohammed, der in Euskirchen einen Friseursalon betreibt und ein großer Unterstützer der Hilfsgruppe ist.

Einen großen Blumenstrauß gab es für die "Flieger"-Sängerin Bea Blankenhaus. Foto: Reiner Züll
Einen großen Blumenstrauß gab es für die „Flieger“-Sängerin Bea Blankenhaus. Foto: Reiner Züll

Ebenfalls aus Euskirchen kam die afrikanische Gruppe „African Dance Girls“, die Tänze aus der Heimat Afrika vorführten. Komplettiert wurden die Folkloredarbietungen des serbischen Kultur- und Tanzvereines „Kola & Zora“ aus Essen und Ratingen. Sie zeigten dem begeisterten Publikum landesübliche Tänze die pure Lebensfreude widerspiegelten. Nicht umsonst sind „Kola & Zora“ in diesem Jahren Deutscher Meister geworden.

Eine Premiere erlebte das Publikum beim Dankeschön-Fest. Der Sänger und Entertainer Julian Heldt und Kinderliedersänger Uwe Reetz sangen erstmals im Duett; jedoch keine Kinderlieder, sondern Helene Fischers „Atemlos“. Danach aber tat Uwe Reetz das, wofür er eigentlich gekommen war: er sang mit den kleinen Besuchern seine Lieder, die fast alle Kinder in der Eifel kennen.

Den Abschluss des Tages machte die Wuppertaler Cover-Kultband „Flieger“, die der Hilfsgruppe schon seit fast 20 Jahren die Treue hält. Bei 14 von 18 Oldienächten war das Ensemble von Bandchef Klaus Flieger dabei. Auch ihm überreichte Willi Greuel eine Urkunde als Dank für die langjährige Unterstützung und Freundschaft.

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