Bad Münstereifeler Ehrenamtspreis ging an Flüchtlingsbetreuer

Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian setzte die von Vorgänger Alexander Büttner begonnene Tradition fort, ehrte aber diesmal gleich eine große Gruppe von Menschen statt Einzelpersonen

Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian zeichnete die Flüchtlingsbetreuer des gesamten Münstereifeler Stadtgebiets mit dem Ehrenamtspreis aus. Bild: Marita Hochgürtel
Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian zeichnete die Flüchtlingsbetreuer des gesamten Münstereifeler Stadtgebiets mit dem Ehrenamtspreis aus. Bild: Marita Hochgürtel

Bad Münstereifel – Auf Einladung der Bad Münstereifeler Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian trafen sich Helferinnen und Helfern, die sich engagiert um die Betreuung der Flüchtlinge kümmern, am vergangenen Dienstag im Historischen Ratssaal. Die Bürgermeisterin betonte, dass sie den von ihrem Vorgänger ins Leben gerufenen Ehrenamtspreis gerne weiterführe. Doch wolle sie in diesem Jahr keine einzelnen Personen ehren, sondern stattdessen einer Gemeinschaft Dank abstatten.

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Ihnen allen, meinen lieben Helferinnen und Helfer, zu danken, die Sie sich in ganz besonderem Maße für die Flüchtlinge in unserem Stadtgebiet einsetzen“, so Preiser-Marian. Die Verwaltung allein könne das nicht leisten.
Aktuell sind insgesamt 359 Flüchtlinge im Gebiet der Stadt Bad Münstereifel untergebracht. Sie kommen aus Syrien, Irak, Afghanistan, Serbien, Eritrea, Bangladesch und zahlreichen anderen Nationen.

Neben Iversheim und der Kernstadt werden die Flüchtlinge zwischenzeitlich auch in Arloff, Hilterscheid, Mutscheid, Nitterscheid, Nöthen, Rodert und Rupperath beherbergt.
Es handelt sich zum Teil um Flüchtlingsunterkünfte, aber auch um angemietete Privatwohnungen. „Von einer Unterbringung in Zelten oder Containern konnte bisher abgesehen werden. Wöchentlich werden uns ca. 20 Flüchtlinge von der Bezirksregierung in Arnsberg zugewiesen“, so die Bürgermeisterin.

Auch wenn die hauptamtlich Beschäftigten alles täten, um die ankommenden Menschen bestmöglich aufzunehmen und zu versorgen, könnten sie dies alleine nicht erschöpfend leisten. Preiser-Marian: „Wir können lediglich dafür sorgen, dass ausreichend Unterkünfte zur Verfügung stehen und diese Unterkünfte entsprechend eingerichtet sind.“

So wie die Flüchtlinge in den verschiedenen Ortschaften untergebracht seien, hätten sich zwischenzeitlich auch verschiedene Helfergruppen gebildet.

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„Ihr Einsatz und Ihre Arbeit sind mit Geld nicht zu bezahlen. Aber dennoch möchte ich Ihnen das diesjährige Preisgeld als Dankeschön überreichen“, so die Bürgermeisterin. (epa)

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