Unwetter: Auf der A1 stand das Wasser 30 Zentimeter hoch

Das Gewitter hatte sein Zentrum zwischen Nettersheim und Mechernich – Innerhalb kürzester Zeit fielen dort 80 Liter Regen pro Quadratmeter

Wieder gab es ein Unwetter mit zahlreihen Überflutungen im Kreis Euskirchen. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Wieder gab es ein Unwetter mit zahlreichen Überflutungen im Kreis Euskirchen. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich/Nettersheim – Erneut hat es am späten Nachmittag ein Unwetter mit Starkregen im Kreis Euskirchen gegeben: Am Nachmittag des 6. Juni fielen zwischen Nettersheim und Mechernich innerhalb kürzester Zeit 80 Liter Regen pro Quadratmeter, wie Kreispressesprecher Wolfgang Andres nach Rücksprache mit der Leitstelle des Kreises Euskirchen mitteilt.

 

Die Rettungskräfte mussten zu einem Großeinsatz ausrücken. Mittlerweile habe sich die Lage wieder entspannt, glücklicherweise seien keine Personenschäden zu beklagen. Es seien aber zahlreiche Keller vollgelaufen, Straßen wurden überflutet. „Der Schulbus unseres Sohnes konnte zeitweise die Straße nicht passieren, glücklicherweise hat sich die Busbegleiterin telefonisch gemeldet, denn dadurch kam der Bus eine dreiviertel Stunde später an“, so die Holzheimerin Nartano Petra Eden.

Auf der A1 stand das Wasser laut Andres im Bereich Nettersheim zeitweise 30 Zentimeter hoch, sei aber mittlerweile wieder frei. „Derzeit haben wir noch eine Seenlandschaft im Bereich des Kreisverkehrs nahe Zingsheim, die L 115 ist noch gesperrt“, so der Kreispressesprecher um 20.30 Uhr.

300 Feuerwehrkräfte sind im Einsatz, dazu kommt noch Unterstützung durch das THW. Andres: „Das heißt, in Nettersheim und Mechernich sind alle Feuerwehrkräfte im Einsatz, in Mechernich werden sie durch einen Löschzug aus Zülpich und aus Gemünd unterstützt. Bis jetzt gab es 54 Einsätze im Raum Mechernich, 23 Einsätze im Raum Nettersheim.“

Das Hochwasser wütete in Mechernich vor allem in Eiserfey, aber auch in Vussem, Breitenbenden, Weyer und Vollem. In Breitenbenden drohte sich ein Gastank zu lösen, so dass kurzfristig Bewohner in Sicherheit gebracht werden mussten. Der Gastank konnte gesichert werden, die Bewohner konnten nach kurzer Zeit in ihre Häuser zurückkehren.

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„Aktuell ist die Lage unter Kontrolle, in der Leitstelle laufen nur noch vereinzelte Notrufe wegen vollgelaufener Keller auf“, so Wolfgang Andres. Allerdings seien die Feuerwehren vor Ort sicherlich noch stundenlang mit den Pumparbeiten beschäftigt.

Eifeler Presse Agentur/epa

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