Wasser vor Plastikmüll retten

Lions-Clubs der Region förderten Aktionstag der Euskirchener Marienschule

Schülerinnen und Schüler der Marienschule untersuchen Mikroplastik. Foto: Alexandra Dreiseidler/Marienschule
Schülerinnen und Schüler der Marienschule untersuchen Mikroplastik. Foto: Alexandra Dreiseidler/Marienschule

Euskirchen – Wie kommt das Plastik ins Wasser und was können wir zur Vermeidung tun? Damit beschäftigten sich am vergangenen Freitag die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs Q2 im Rahmen eines Aktionstages „Plastik und Wasser“ am Euskirchener Gymnasium Marienschule. Gefördert wurde der Tag von den Lions Clubs Bergheim, Brühl, Euskirchen-Nordeifel, Euskirchen-Veybach, Kerpen und Voreifel.

Ziel des Aktionstages war es, Schülerinnen und Schüler für die Fülle von Mikroplastik im Wasser zu sensibilisieren und über mögliche Lösungsansätze zu informieren. Die Lösung des Problems könnte eine Zukunftsaufgabe für die Noch-Schülerinnen und -Schüler darstellen: Viele Berufsfelder werden sich immer mehr mit Lösungsmöglichkeiten diesem Themenfeld beschäftigen müssen, wie Untersuchungen von Gewässern, Trink- und Brauwasser zeigen.

Der Aktionstag gliederte sich in drei Blöcke. Im ersten und dritten Block wurden die Schülerinnen und Schüler durch den Vorstand des Erftverbandes Norbert Engelhardt und Dr. Bernd Bucher über die Grundlagen und technischen Lösungsansätze informiert. Dabei ging es sowohl um Zahlen als auch um Verfahren, die heute schon benutzt werden, um Mikropartikel aus Kunststoff in Kläranlagen herauszufiltern. So erfuhren die Heranwachsenden, dass ein Drittel der Mikropartikel durch den Abrieb von Autoreifen entstehen. Vielen jungen Autofahrern unter ihnen waren bereits die Auffangbecken an Autobahnen und Bundesstraßen aufgefallen.

Der Hauptblock des Aktionstages war von acht Workshops geprägt. Laborgruppen untersuchten Alltagsprodukte wie Dusch-Gel oder Zahncreme nach beinhalteten Mikroplastikpartikeln. Exkursionsgruppen entnahmen nahe der Schule dem Veybach Wasserproben. Das Entsetzen über den Müll, der sich dort im Bach befindet, war bei den Schülerinnen und Schülern sehr groß. Sogar gefüllte Hundekotbeutel waren dort  zu finden. Physikgruppen gingen der Frage nach, wie man überhaupt Mikroplastik messen kann. Eine Upcycling-Gruppe stellte aus Abfallprodukten wie Fahrradschläuchen oder leeren Duschbadflaschen neuwertige Produkte her.

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Begleitet wurden die Arbeitsgruppen von Schüler-Reportern, die alle Workshops dokumentierten und mit den Beteiligten Interviews führten. Alexandra Dreiseidler von der Aktion „Plastik und Wasser“: „Insgesamt war der Tag für die Teilnehmenden so eindrucksvoll und aufschlussreich, dass so mancher von ihnen künftig das Kleingedruckte auf Produkten lesen wird.“ Die Leiterin des Gebiets, aus der die mitwirkenden Lions Clubs stammen und die die Aktion maßgeblich mitorganisiert hat, sagte: „Noch stehen wir bei dem verantwortungsvollen Umgang mit Plastik am Anfang, aber vielleicht war dies auch ein Impuls, das Plastikmüllproblem ins Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu rücken.“

(epa)

 

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