Bettelmönche und Unternehmer: Die Kapuziner von Münstereifel

Vortrag von Karin Trieschnigg im Alten Casino Euskirchen

Eine Kapuzinerpredigt in Zülpich (Gemälde von Hubert Salentin in der Landesburg Zülpich).
Eine Kapuzinerpredigt in Zülpich (Gemälde von Hubert Salentin in der Landesburg Zülpich).

Euskirchen – Einen Vortrag von Karin Trieschnigg über Leben und Wirken der Kapuziner-Mönche von Münstereifel und deren Einfluss auf die Stadt veranstaltet der Kreis-Geschichtsverein, und zwar am Dienstag, 6. November, ab 18 Uhr im Alten Casino Euskirchen.

Dazu hat die Historikerin bisher unbekanntes Archivmaterial ausgewertet. 1574 erlaubte Papst Gregor XIII den Kapuzinern, sich außerhalb der Grenzen Italiens niederzulassen. Ab dann begann für den gegenreformatorischen Orden ein derart rasanter Aufstieg, dass man ihn als Modeorden der Barockzeit bezeichnen könnte. Die Nachfrage nach Niederlassungen war zeitweise so hoch, dass die Ordensleitung aus Personalmangel ablehnen musste

In der Reihenfolge der Klostergründungen stand Münstereifel 1619 vor Jülich (1622), Düren (1636) und Euskirchen (1640), den anderen Hauptstädten im Herzogtum Jülich. Im kurkölnischen Zülpich wurde 1635 eine Niederlassung begründet.

Neben der seelsorgerischen Tätigkeit in und um Münstereifel betrieb der Orden eine Tuchmacherei, die nicht nur den eigenen Bedarf deckte, sondern auch sämtliche Kapuzinerklöster in der Ordensprovinz versorgte. Bei dem Vortrag ist der Eintritt frei. (epa)

 

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