Ein Eifeler Dorf im Hexenkrieg

Kreis-Geschichtsverein veranstaltet Vortrag zu den Schmidtheimer Hexenprozessen

Schloss Schmidtheim ist seit Generationen im Besitz der Familie Graf Beissel von Gymnich. Unter Reinhard d.J. und seinem Sohn Bertram Beissel von Gymnich waren in den Jahren 1597 bis 1635 über 60 Personen wegen des „Lasters der Hexerei“ angeklagt und hingerichtet worden. Foto: Medienzentrum des Kreises Euskirchen / Anneliese Heymann
Schloss Schmidtheim ist seit Generationen im Besitz der Familie Graf Beissel von Gymnich. Unter Reinhard d.J. und seinem Sohn Bertram Beissel von Gymnich waren in den Jahren 1597 bis 1635 über 60 Personen wegen des „Lasters der Hexerei“ angeklagt und hingerichtet worden. Foto: Medienzentrum des Kreises Euskirchen / Anneliese Heymann

Kreis Euskirchen/Dahlem-Schmidtheim – Im Frühjahr 2018 präsentierte Dr. Rita Voltmer von der Universität Trier (Abteilung Geschichtliche Landeskunde) mit der Publikation „Herren und Hexen in der Nordeifel – Darstellung – Edition – Vergleiche“ (Geschichte im Kreis Euskirchen, Band 30) die Ergebnisse einer mehrjährigen Forschungsarbeit über die Hexenverfolgungen in der Nordeifel am Beispiel der Vorgänge in der Herrschaft Schmidtheim. Dazu will sie am Freitag, 8. Februar, ab 18 Uhr einen Vortrag im Sitzungssaal des Schmidtheimer Rathauses (Hauptstraße 23, Dahlem-Schmidtheim) halten. Der Eintritt ist frei. Veranstalter sind der Kreis-Geschichtsverein und der Arbeitskreis Kultur und Geschichte.

Unter Reinhard dem Jüngeren (d.J.) und seinem Sohn Bertram Beissel von Gymnich waren in den Jahren 1597 bis 1635 über 60 Personen wegen des „Lasters der Hexerei“ angeklagt und hingerichtet worden. Eine zentrale Stellung in den Hexenjagden unter Bertram Beissel spielte das tödlich endende Verfahren gegen den früheren Pfarrer von Schmidtheim, Laurenz Kirsbach. Die Referentin will neben anderen Prozessen auch diesen Fall vorstellen.

Rita Voltmer fragt nach den Ursachen, Hintergründen und Folgen des „Hexenkrieges“, an dem neben Reinhard d.J. und Bertram auch der berüchtigte Hexenkommissar Johannes Moeden, der Schreiber Arnold Funck sowie die Bevölkerung beteiligt waren. Dabei untersucht sie das soziale Milieu im Dorf ebenso wie die Verfahrenspraxis.

(epa)

 

 

 

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