Junior-Ranger im Einsatz für den Nationalpark Eifel

Rückbau kultureller Hinterlassenschaften in Gemeinschaft mit Eltern

Da konnten alle mit anpacken. Die Schutzhütte auf der ehemaligen Weide nahmen die Junior Ranger, ihre Eltern, gemeinsam mit den Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung auseinander und entsorgten sie.  Foto: M. Schlüter/Nationalparkverwaltung Schleiden
Da konnten alle mit anpacken: Die Schutzhütte auf der ehemaligen Weide nahmen die Junior Ranger, ihre Eltern, gemeinsam mit den Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung auseinander und entsorgten sie. Foto: M. Schlüter/Nationalparkverwaltung Schleiden

Schleiden – Balken, Dachziegel, Dachpappe, Metall, Kunststoffe – alles muss weg. Immer noch gibt es mitten im Nationalpark kulturelle Hinterlassenschaften wie Schutzhütten auf ehemaligen Weiden, die nach und nach beseitigt werden. Unter dem Motto „Reiß die Hütte ab“ machten sich am vergangenen Samstag 13 Junior Ranger gemeinsam mit ihren Eltern auf den Weg, um unterhalb von Wolfgarten am Großen Böttenbach, entlang des Wildnis-Trails, einen mittlerweile eingestürzten Unterstand abzubauen.

Unter fachkundiger Anleitung von Ranger Domenico Miano aus der Wildniswerkstatt Düttling und Maike Schlüter, Projektleiterin der Junior Ranger, wurde die Hütte in all ihre Bestandtele zerlegt, der Stacheldrahtzaun um die Weide abgebaut und Eichenpfähle aus dem Boden geschlagen. Die hoch motivierte Gruppe aus Jung und Alt war mit großer Begeisterung dabei und so effektiv, dass es bald weiter ging in einen anderen Waldbereich im Kermeter, wo es ebenfalls auf einer Weide galt, liegen gebliebene Drahtrollen und weitere Reste, wie eine alte Viehtränke und einen Kochtopf, aufzusammeln. Beide ehemaligen Weiden wurden im Anschluss noch einmal gründlich nach Zaunresten, die zudem für Wildtiere eine Verletzungsgefahr darstellen, abgesucht. Die Gruppe sortierte das gesamte Material und entsorgte es im Abfallwirtschaftszentrum in Mechernich-Strempt. Jetzt kann sich die Natur auch die ehemaligen Weiden wieder ganz zurückholen.

Die Aktion ist eingebunden in die monatlichen Treffen mit ausgebildeten Junior Rangern. Bei geeigneten Themen werden auch die engagierten Eltern mit eingebunden, die den Nationalpark gerne und mit Begeisterung tatkräftig unterstützen. (epa)

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