Alte Brillen und Kleidung gesammelt

Gemeinsame Umweltaktion von Caritas und Clara-Fey-Schule

Die Schülerinnen übergaben ihre Sammlung der Caritas Schleiden. Bid: Arndt Krömer
Die Schülerinnen übergaben ihre Sammlung der Caritas Schleiden. Bid: Arndt Krömer

Schleiden – Vier Schülerinnen der Schleidener Clara-Fey-Schule – Anna (15), Jamie Lee (17), Anna Lina (16) und Svenja (17) – befassen sich privat intensiv mit Themen wie Plastikmüll, FairTrade, Billigkleidung, Umweltschutz und mehr. Sie haben die ökologische Woche ihrer Schule, die alljährlich in der Fastenzeit startet, genutzt, um in jeder Fastenwoche eine neue Aktion unter dem Misereor-Motto „Mach was draus, sei Zukunft“ durchzuführen. Das Anliegen der engagierten Jugendlichen wurde mit Hilfe des Second-Hand-Kleiderladens und dem Brillensammelprojekt der Eifeler Caritas unterstützt.

Martina Bertram, Gemeindecaritas und Ehrenamtskoordination, stimmte die Zusammenarbeit mit Kollegin Sarah Schmitz, Leitung der Tagesstätte und Ansprechpartnerin für das Brillenprojekt, sowie Schulleitung, Lehrkräften und Schülerinnen ab. Durch einen Aufruf in der Schule konnten zahlreiche Brillen sowie gebrauchte, gut erhaltene Kleidung gesammelt werden, die nun von den Jugendlichen im Schleidener Caritas-Haus übergeben werden konnten. Begleitet wurden sie von der stellvertretenden Schulleitung Roswitha Schütt-Gerhards, ihrer Religionslehrerin Eva Schmitz sowie Schulseelsorgerin Astrid Sistig. Neben dem ökologischen und ökonomischen Ansatz gibt es auch einen christlichen: Schöpfung bewahren.

„Wir freuen uns, dass ihr unsere beiden Projekte mit eurem großartigen Engagement unterstützt“, wandte sich Martina Bertram bei der Begrüßung an die Gäste. Sie hatten zwischenzeitlich einen Karton Brillen und säckeweise Second-Hand-Kleidung ins Haus geschleppt. „Und wir sind begeistert darüber, welch tiefgreifende Gedanken ihr euch macht, vor belächelnden Blicken von Mitschülern nicht zurückschreckt und euch als Teil von Schöpfung erlebt und achtsam mit ihr umgehen wollt.“ Nils Knobloch, Klient der Tagesstätte Schleiden, führte die Besucherinnen in den Ergotherapieraum und erklärte, wie die Brillen dort gesichtet, grob gereinigt, aussortiert, und für den weiteren Transport verpackt werden. Anschließend legte Dagmar Tüngler, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Second-Hand-Laden des Caritas-Hauses, das Prinzip und die Abläufe im Kleiderladen dar. Über 70 Freiwillige in acht Teams kümmern sich um die Kleiderspenden, regelmäßiges Sortieren und die Spendenanträge, die an den Kleiderladen gerichtet werden. Sämtliche Erlöse aus dem Verkauf fließen in regionale und internationale Hilfsprojekte.

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Angeregt tauschten sich die die Beteiligten über die Aktion aus und zogen in einem anschließenden Tischgespräch Resümee. In der Tat hatten die Schülerinnen anfangs mit teils herablassenden Sprüchen ihrer Mitschüler umgehen müssen. „Das hat aber im Laufe der Zeit nachgelassen, am Ende wollten sogar immer mehr von denen mitmachen“, berichteten die Schülerinnen. Roswitha Schütt-Gerhards ergänzte: „Es hat sich tatsächlich ins Gegenteil gedreht, jetzt werden die vier für ihren Einsatz bewundert und erhalten viel Wertschätzung.“ Gerade in den unteren Klassen habe ihr Engagement ein Um- und Mitdenken angestoßen, stellen auch ihre Kolleginnen fest: „Jetzt passen sie beispielsweise selbst genau darauf auf, dass kein Licht mehr unnötig brennt.“ In einem aktuellen „Fridays-for-future“-Zeitgeist seien die Mitschüler für viele nachhaltige ökologische Ideen offen und hätten Lust, sich einzubringen. So wollen es auch Clara-Fey-Schule und Caritas keinesfalls bei dieser ersten Aktion belassen. Es ist nicht nur eine dauerhafte Fortsetzung der beiden Sammelprojekte in einem vierteljährlichen Turnus geplant, sondern ebenso das regelmäßige gemeinsame Beseitigen von Müll im Schleidener Stadtgebiet im Gespräch. (epa)

 

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