Hundertzehn Jahre Musikverein Vlatten

Anfänge der Gruppe in Wilhelminischer Zeit

Der Musikverein 1909 Vlatten sorgt nicht nur im Heimatdorf für musikalische Unterhaltung. Foto: Manfred Möthrath
Der Musikverein 1909 Vlatten sorgt nicht nur im Heimatdorf für musikalische Unterhaltung. Foto: Manfred Möthrath

Heimbach-Vlatten– Ihr 110 Jahre währendes Bestehen will der „Musikverein 1909 Vlatten“ feiern, und zwar am Sonntag, 18. August, mit einem Früh- und Spätschoppen an der Jugendhalle, bei dem auch die befreundeten Musikvereine ihre Aufwartung machen. Der Tag beginnt mit einer Messe um 9.30 Uhr, danach zieht die Gemeinde mit Unterstützung des Tambourcorps in die Jugendhalle, wo um 11 Uhr der Frühschoppen beginnen soll.

Bereits am Samstag davor, 17. August, soll zum achten Mal ein Bayrischer Abend stattfinden, dieses Mal „Schielehrern“ aus dem Stubaital. Die Musikerinnen und Musiker des Vereins haben sich nicht nur in Vlatten einen Namen mit „Tröten“ gemacht. Das Wort ist keineswegs negativ gemeint, so beschreiben die Aktiven im „Musikverein 1909 Vlatten“ selbst schmunzelnd ihre Blasmusik.

Die zurzeit 21 aktiven Musiker spielen bei Dorffesten, zur Wallfahrt, zu Kirmes- und Karnevalsfeiern, sie bereichern Gottesdienste ebenso wie Beerdigungen und laden darüber hinaus zu eigenen Veranstaltungen ein. Als besonders stimmungsvoll gilt das abendliche Spiel zur Adventszeit.

Die Anfänge des Vereins reichen bis in Wilhelminische Zeit. Lehrer Schmitz hatte 1909 die Idee, einen Musikverein zu gründen und fand in Anton Küpper, Matthias Leyendecker, Josef Jülich, Anton Oeckerath, Josef Latz, Josef Bildstein, Johann Züll, Peter Hoffmann, Dionys Schmitz, Heinrich Arentz, Edmund Jülich, Josef Mauel, Peter Leyendecker und Hubert Fischer die Gründungsmitglieder.

Der Dirigent Pfeifer kam zu Fuß aus Lövenich nach Vlatten und übernachtete im Dorf, um am nächsten Tag zu Fuß wieder zurück zu gehen. Im 1. Weltkrieg wurden fast alle Mitglieder zu den Waffen gerufen; einige kehrten nicht mehr heim. Auch im 2. Weltkrieg musste der Verein wieder Gefallene beklagen.

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Eine Sorge gibt im Verein, dann gilt sie dem fehlenden Nachwuchs. Die Musiker würden sich über weitere aktive Mitglieder freuen. Kinder, ältere Mitbürger mit oder ohne Musikkenntnisse, alle sind willkommen. Der Verein hilft beim Unterricht und vermittelt in Zusammenarbeit mit der Musikschule Lehrer.

(epa)

 

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