9.400 medizinische Masken für Caritas-Wohnungslosenhilfe

Jörg und Ingo Borgard organisierten Spendenaktion in ihrer Facebook-Gruppe

Ingo und Jörg Borgard, v.l. , die Initiatoren der Spendenaktion, übergaben die Masken an Bernhard Becker (Vorstand, Caritas) und Markus Niederstein (Caritas). Bild: Carsten Düppengießer
Ingo und Jörg Borgard, v.l. , die Initiatoren der Spendenaktion, übergaben die Masken an Bernhard Becker (Vorstand, Caritas) und Markus Niederstein (Caritas). Bild: Carsten Düppengießer

Euskirchen – „Uns geht es gut, wir sind bisher gut durch die Corona-Krise gekommen“, so Jörg Borgard. „Als dann vor zwei Wochen die Vorschrift zum Tragen medizinischer Masken kam, wollten wir helfen.“ Der Aachener und sein Ehemann Ingo wohnen zurzeit in einem Wohnmobil in Mechernich, um seine pflegebedürftigen Eltern versorgen zu können. „Wir achten sehr auf uns, tragen auch bei meinen Eltern FFP2-Masken. Wir haben uns gefragt, wie ist das eigentlich für Menschen, die auf der Straße leben? Haben die überhaupt eine Chance, sich zu schützen?“

So entstand die Idee, einen Spendenaufruf in den sozialen Medien zu starten. „Wir sind Mitglieder der Facebook-Gruppe Frankia Freunde“, erklärte Ingo Borgard. In dieser Gruppe mit 700 Mitgliedern tauschen sich Wohnmobilisten normalerweise über ihre Gefährte und mögliche Reiseziele aus. „Die Gruppe ist aber auch sehr sozial eingestellt“, so Ingo Borgard.

Parallel nahm Jörg Borgard Kontakt zur Caritas Euskirchen auf. Hier war man begeistert von der Idee. „Unsere Wohnungslosenhilfe hat zwar im Sommer 1.000 medizinische Masken vom Land NRW erhalten und wir konnten auch auf Spenden zurückgreifen. Aber aktuell sind alle Masken an unsere Klienten ausgegeben, da kommt diese Spende genau richtig“, betonte Caritasvorstand Bernhard Becker.

„Vor zwei Wochen haben wir den Spendenaufruf gepostet. Unser Ziel war, Geld für 1.000 Masken zu sammeln“, berichtete Jörg Borgard. Dieses Ziel sei innerhalb von 48 Stunden weit übertroffen worden. „Am Ende sind es 9.400 FFP2- und medizinische Masken geworden. Wir haben bei der Auswahl auf Qualität geachtet, der Hersteller ist uns beim Preis entgegengekommen und hat den Transport organisiert.“ (epa)

 

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