WVER warnt vor wassersportlichen Aktivitäten auf Rurtalsperre und Staubecken

An der Oberfläche befinde sich Treibgut, auch könne eine Verschmutzung durch gesundheitsgefährdende Stoffe nicht ausgeschlossen werden

Zukünftig dürfen auf dem Rursee mehr Segelboote fahren. Neue Nutzungsregeln machen dies möglich. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Der WVER warnt vor wassersportlichen Aktivitäten auf dem Rursee. Symbolbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Eifel – „Die Hochwasserereignisse der letzten Tage haben auch zu einer großen Verunreinigung der Talsperren geführt. Nicht zuletzt daraus entstehen Gefährdungen für eine wassersportliche Nutzung der Rurtalsperre und der beiden Staubecken Heimbach und Obermaubach“, heißt es in einer Pressemitteilung des WVER. An der Oberfläche befinde sich Treibgut wie z. B. Baumstämme, die zu einer Gefährdung von Seglern, Surfern und Schwimmern führen können.

Da der Wasserstand in den Talsperren noch immer sehr hoch sei und in den nächsten Tagen bleiben werde, könnten Wassersport Treibende auch versucht sein, vom Hauptsee in den Obersee zu gelangen, da sich beide in etwa auf einer Höhe befänden und die Überlaufschwelle nicht gut zu erkennen sei. „Außerdem ist nicht auszuschließen, dass das Wasser durch Stoffe verschmutzt sein kann, die gesundheitsgefährdend sein können“, so der WVER. Als Eigentümer der Seeflächen und der Stauanlagen sehe sich der Verband im Interesse der Seenutzer gehalten, vor jeglicher wassersportlichen Nutzung in der nächsten Zeit zu warnen. Er sei sich dabei der Tatsache bewusst, dass die Warnung in der Sommersaison auch Auswirkungen auf den Tourismus habe, dem sich nach den Lockerungen der entsprechenden Corona-Schutzverordnung nun wieder neue Möglichkeiten eröffneten.

„Der Wasserverband beprobt und analysiert fortlaufend die Gewässergüte. Außerdem wird der Rursee im Anschluss an die Reinigung der Urfttalsperre und des Obersees ebenfalls von gefährlichem Treibgut befreit“, heißt es weiter. Gleiches gelte für die beiden Staubecken in Heimbach und Obermaubach. Der Wasserverband hoffe auf das Verständnis und appelliere an das eigenverantwortliche Handeln der Erholungssuchenden am See. Auf dieser Grundlage könne ein Verbot noch vermieden werden. Zugleich bittet er zu bedenken, dass in der näheren Umgebung der Rurtalsperre Menschen ihr Leben und auch ihre Existenzgrundlagen durch das extreme Hochwasser verloren haben. (epa)

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