Neuer Jugendtreffpunkt in Sötenich

Viel Eigenleistung des Junggesellenvereins – Ortsvorsteher und Verwaltung haben unterstützt

Zur gelungenen Neugestaltung des Jugendraum gratulierten (v.r.) Ortsvorsteher Thomas Müller und Bürgermeister Hermann-Josef Esser dem Junggesellenverein, hier Levi Dümmer, Maik Geyer und Lion Dümmer. Foto: Alice Gempfer / Gemeinde Kall
Zur gelungenen Neugestaltung des Jugendraum gratulierten (v.r.) Ortsvorsteher Thomas Müller und Bürgermeister Hermann-Josef Esser dem Junggesellenverein, hier Levi Dümmer, Maik Geyer und Lion Dümmer. Foto: Alice Gempfer / Gemeinde Kall

Kall-Sötenich – Darauf können Lion Dümmer (21), Damian Linden (19), Levi Dümmer (18) und Maik Geyer (18) wirklich stolz sein: Als „Task-Force“ haben sie für den Sötenicher Junggesellenverein (JGV) federführend die Umbauarbeiten des Jugendraumes begleitet – und auch tatkräftig umgesetzt. Wo vorher ein etwas düsterer, nicht ganz so einladender Raum dennoch dankbar genutzt wurde, bietet sich der Sötenicher Jugend nun ein farblich und gestalterisch durchdachter Treffpunkt vom Feinsten.

Gemeinsam mit Ortsvorsteher Thomas Müller stellten die vier jungen Männer das Ergebnis nun auch Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Stefan Etten vom Bauamt der Gemeinde vor.

Seit den ersten Planungen im Jahr 2020, so berichteten die Vier, hatten sie immer wieder auch Durststrecken zu überwinden, „im wahrsten Sinne des Wortes“, scherzten sie. „Dadurch, dass wir nur eine ganz kleine aktive Arbeitsgruppe waren, und nur in der Freizeit arbeiten konnten, hat sich das Ganze schon gezogen“, berichtete der JGV-Vorsitzende Liam Dümmer, sein Stellvertreter Damian Linden ergänzt: „Und dann hatten wir ja auch noch eine Pandemie und eine Flut…“ Rund anderthalb Jahre habe sich die Fertigstellung daher verschoben, unter anderem auch, weil nach der Flut weder Handwerker noch Material verfügbar waren.

Ein starkes Team: Damian Linden, Lion Dümmer, Maik Geyer und Levi Dümmer. Foto: Alice Gempfer / Gemeinde Kall
Ein starkes Team: Damian Linden, Lion Dümmer, Maik Geyer und Levi Dümmer. Foto: Alice Gempfer / Gemeinde Kall

Hilfestellung leistete in dem Zusammenhang immer wieder Stefan Etten vom Kaller Bauamt, der das Projekt neben dem Ortsvorsteher eng begleitete. So konnten einerseits Firmen und andererseits auch schon mal Knowhow vermittelt werden. Denn tatsächlich haben die jungen Männer nicht nur alles selbst geplant, sondern auch was möglich war selbst umgesetzt. In deutlicher Erinnerung ist ihnen noch, wie sie zu viert die XXL-Vollsteine geschleppt haben, aus denen die Theke entstehen sollte. „Ihr habt hier mit Unterstützung der Verwaltung und Kaller Firmen fast alles selbst gemacht, das ist wirklich toll“, so Ortsvorsteher Müller, der selbst viele Jahre Mitglied im Sötenicher JGV war. Zudem, so Müller weiter, seien die jungen Männer immer höchst zuverlässige Ansprechpartner gewesen.

Und mehr noch, wie Bürgermeister Hermann-Josef Esser anlässlich der Wiedereröffnung anerkennend anmerkte: „Ihr habt das hier nicht nur mit „Muskelhypothek“ geschaffen, sondern auch selbständig Sponsoren gesucht und für die Finanzierung gearbeitet.“ Denn als das Geld trotz finanzieller Unterstützung durch den Ortsvorsteher knapp wurde, wurden Lion, Damian, Levi und Maik kurzerhand nicht nur als Bau- sondern auch als Thekenteam aktiv, das seine Dienste bei Festen gegen eine Spende zugunsten des neuen Jugendraums anbot.

„Auslöser für die Neugestaltung des Raumes waren Sanierungsarbeiten im Gebäude „Alte Schule“, in dem gerade auch der neue Kindergarten „Sötenich II“ entsteht. Leitungen mussten neu verlegt und Wände aufgestemmt werden“, berichtete Stefan Etten. Lion Dümmer: „Da haben wir uns gedacht: jetzt oder nie.“ Was genau sie sich denn vorstellen würden, habe Thomas Müller gefragt – und so entwickelte der JGV selbständig ein Konzept, das dann gemeinsam umgesetzt wurde.

Das Fazit des Ortsvorstehers: „Es ist wichtig, dass es für euch junge Leute im Dorf endlich wieder einen Aufenthaltsort gibt, an dem ihr euch treffen und auch ungestört sein könnt – gerade jetzt, wo es noch kein neues Bürgerhaus gibt.“

Die laufenden Kosten möchte der Junggesellenverein möglichst alleine stemmen, achtet aber gleichzeitig darauf, dass die Getränkepreise moderat bleiben. Umso mehr freute man sich über einen „kleinen Zuschuss fürs Tagesgeschäft“, den der Bürgermeister als persönliches Einstandsgeschenk überreichte.

Abschließend berichteten die jungen Männer, dass der Raum auch von Jugendlichen weit über die Kaller Gemeindegrenzen hinaus besucht werde. In Sötenich selbst bringt der JGV sich unter anderem im Rahmen der Maifeierlichkeiten und künftig auch bei der Weihnachtsfeier mit Baumschmücken ein. Letzteres geht auf eine Initiative des verstorbenen Sötenichers Ralf-Peter Bierschenk zurück, die der Junggesellenverein fortführen möchte. (eB/epa)

 

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