„erinnern. bedenken. handeln“ informiert über aktuelle Ereignisse auf eigener Internetseite und auf Social-Media-Kanälen – Besuch von zwei Konzentrationslager-Gedenkstätten im September

Schleiden – Ein Jahr nach seiner Gründung Ende Mai 2025 hat der Schleidener Gedenkverein „erinnern. bedenken. handeln“ (ebh) die Umsetzung der Vereinsziele aufgenommen. Obwohl das erste Jahr von der Etablierung des Vereins und vom Tod des Geschäftsführers Wolfgang Pommer geprägt war, konnten bereits erste Vorhaben umgesetzt werden. Hier sei nur an die Veranstaltung am 7. März 2026 am Mahnmal vor dem Alten Rathaus in Schleiden erinnert. 81 Jahre nach der Befreiung des Stadtgebiets vom Nationalsozialismus konnte der Verein einen Stolperstein zur Erinnerung an den 1944 in Schleiden getöteten amerikanischen Kriegsgefangenen Quince Brown enthüllen.
Die Bürgerstiftung Schleiden unterstützte finanziell in der Startphase die Bemühungen von ebh zum Aufbau einer Vereins-Internet-Seite, die inzwischen freigeschaltet wurde. Dank der Förderung konnte der Gedenkverein den Aufbau der Internet-Präsenz bei dem als „Unternehmen der Zukunft“ ausgezeichneten Zülpicher „Veranstaltungsmanagement Schumacher“ (VMS) in Auftrag geben.
Der Jungunternehmer David Schumacher kam dem Verein bei allen Wünschen zur Gestaltung entgegen. Am Ende wies er Jendrik Balschun und Björn Pommer in die Handhabung des Vereins-Internets ein. Das Team Internet des Vereins stellt dort und in den Social-Media-Kanälen aktuelle Informationen über das Vereinsgeschehen und auch über das weitere Gedenken in der Region online.

Außerdem kann man über die Internet-Seite Kontakt zum Verein aufnehmen. In der Rubrik „Aktuelles“ findet man Informationen zum Thema Gedenken im Oleftal. So etwa die den meisten Schleidenern verborgen gebliebene Information, dass der Judenfriedhof am Schulberg seit dem vergangenen Herbst durch den Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein umfangreich saniert wurde.
Bei der Flutkatastrophe war eine Terrassierungsmauer zum Nachbargrundstück schwer beschädigt worden. Die Rubrik „Mahnmal“ stellt das gemeinsam mit der Bürgerstiftung realisierte Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Schleiden am Alten Rathaus vor. Dort kann man auch ein Begleitheft zu dem Mahnmal downloaden. „Blick in die Region“ weitet die Sicht auf das Gedenken in der weiteren Region. Dort findet man Informationen zu Gedenkprojekten anderer Vereine und Organisationen im Umfeld.
Wurzel des Gedenkvereins war der Arbeitskreis Gedenken, der 2024 mit der Bürgerstiftung Schleiden zusammen das Mahnmal für die NS-Opfer im Stadtgebiet initiierte. Realisiert wurde dabei ein vielgelobter Entwurf des Monschauer Schmieds Peter Henn. Der Stadtrat sprach dem Arbeitskreis im Dezember den mit 1.000 Euro dotierten dritten Ehrenamtspreis der Stadt Schleiden zu.
Am Wochenende, 26./27. September 2026, veranstaltet der Verein ebh eine Fahrt zu zwei Konzentrationslager-Gedenkstätten. Dabei möchte die Gruppe die Gedenkstätten der ehemaligen Konzentrationslager Hinzert und Natzweiler besuchen.
Im Oktober soll im Projektraum der Stadtbibliothek die große Ausstellung des Kreisarchivs Euskirchen zur Zwangsarbeit im Kreisgebiet präsentiert werden. Der Schwerpunkt soll dabei auf das Stadtgebiet Schleiden gelegt werden. Die Eröffnung ist für Freitag, 9. Oktober, 18 Uhr, in der neuen Stadthalle geplant. Zur Erinnerung an die Pogromnacht in Gemünd soll am 9. November 2026 dort ein Gedenkgang zum Synagogendenkmal und zum jüdischen Friedhof stattfinden. (eB/epa)
www.erinnern-bedenken-handeln.de