F. A. Heinen referierte über die Zwangsarbeit im Altkreis Schleiden in den Jahren 1939 bis 1945 – Das zweitgrößte Verbrechen des Nationalsozialismus wurde lange Zeit verschwiegen

Schleiden – Es gehört heute mit zu den Gemeinplätzen, darauf hinzuweisen, dass die Zeitzeugen des Dritten Reichs langsam aussterben und damit ein Erinnern an den Nationalsozialismus und seine Verbrechen immer schwieriger wird. Das mag für die Opfer und ihre Geschichten zum Teil zutreffen, weniger aber für die Täter und die Zeitgenossen, deren Erinnerung nicht selten von der eigenen Verdrängungsleistung korrumpiert wurde und zu einer erzählten Geschichte mit minimalem Wahrheitsgehalt Zuflucht fand. Wie schwerwiegend eine solche „Sprachreglung“ der Zeitzeugen sein kann, erlebte der Journalist und Buchautor Franz Albert Heinen, als er 2013 begann, zum Thema Zwangsarbeit im Schleidener Tal zu recherchieren. „Das Thema ist noch lange nicht abgeschlossen“ weiterlesen