Junge Elektroniker für Betriebstechnik holten sich Infos aus erster Hand

Schulklasse des Thomas-Eßer-Berufskollegs besuchte die ene-Unternehmensgruppe – Besichtigung der Netzwarte, der Umspannanlage Wallenthal und des SunParks Kalenberg

ene-Vertriebsleiterin Sylwia Laß (am Rednerpult) und Karl Josef Hahn (stehend) informierten über die Strukturen und die Netzstruktur bei der ene-Unternehmensgruppe. Bild: Sarah Groß/ene
ene-Vertriebsleiterin Sylwia Laß (am Rednerpult) und Karl Josef Hahn (stehend) informierten über die Strukturen und die Netzstruktur bei der ene-Unternehmensgruppe. Bild: Sarah Groß/ene

Kall – Die ene-Unternehmensgruppe erhielt kürzlich Besuch vom Thomas-Eßer-Berufskolleg. Die angereisten jungen Elektroniker für Betriebstechnik (EBT) und eine Elektronikerin für Betriebstechnik waren zuvor von ihrem Klassenlehrer Dr. Norbert Großer damit vertraut gemacht worden, wie man energietechnische Anlagen errichtet und instandhält. Dazu mussten die Schüler unter anderem Referate über einzelne Komponenten von Schaltanlagen halten und zwar sowohl bei Niederspannungsschaltanlagen, als auch bei Mittelspannungsschaltanlagen.

„Mit der Tagesfahrt zur ene-Unternehmensgrupe in Kall bot sich uns eine einmalige Möglichkeit, eine Mittelspannungsschaltanlage detailliert zu besichtigen“, so Großer. Die ene-Unternehmensgruppe sei aber nicht zuletzt auch deshalb ausgewählt worden, da sich in der Klasse zwei Auszubildende befinden, die bei der ene-Unternehmensgruppe ihre Ausbildung absolvieren. Diese beiden Azubis hatten auch im Vorfeld den Kontakt hergestellt und das Programm mitgestaltet.

Doch bevor die angehenden EBT’s die Umspannanlage Wallenthal besuchen durften, gab es bei der „ene“ zunächst einmal eine Sicherheitsunterweisung sowie eine kleine Einführung in die Strukturen der ene-Unternehmensgruppe. Danach wurden die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe besichtigte eine Ortsnetzstation auf dem Betriebsgelände und eine kleine Ausstellung von Betriebsmitteln. Dann ging es weiter in die Netzwarte, wo den Schülern erklärte wurde, welche Funktionen und Aufgaben in der Schaltzentrale übernommen werden, wie man beispielsweise einzelne Windenergieanlagen oder Solarparks „diskriminierungsfrei“ vom Netz nehmen kann, wenn die Netzauslastung erreicht ist, und es wurde eine Automatische Wiedereinschaltung (AWE) des Netzes simuliert, nachdem die Stromversorgung durch einen „umgestürzten Baum“ kurzfristig unterbrochen gewesen war.

Die zweite Gruppe fuhr zur Umspannanlage Wallenthal. Dort wurde die Außenanlage mit ihrem 110/20kV-Transformator in Augenschein genommen, man ließ sich über die Petersen-Spule (E-Spule), einen Sternpunktbildner, die Tonfrequenz-Rundsteuerungs-Anlage (TRA) und die Ankopplung ans 20kV-Netz informieren. Besichtigt wurde darüber hinaus eine 20kV-Schaltanlage, und die Nachwuchstechniker durften dabei sein, als ein Abgangs-Feld (Zingsheim ROT) freigeschaltet wurde. Auf dieser Leitung wurde anschließend eine AWE simuliert. Im Anschluss wurde die Leitung wieder in Betrieb genommen. Diesen Vorgang beobachtete die erste Gruppe zeitgleich in der Warte.

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Von dort ging es quasi in den vis-á-vis gelegenen SunPark in Kalenberg, der von der ene-Unternehmensgruppe betrieben wird und der bei seiner Eröffnung die größte Photovoltaikanlage in NRW war. Hier wurde den Schülern vermittelt, wie die Einspeisung des Solarstroms in das 20kv-Netz vonstattengeht. Danach wurden die Gruppen getauscht und die Schaltvorgänge wiederholt, damit die Schüler die jeweiligen Schalthandlungen und Abläufe auch aus der anderen Perspektive miterleben konnten. (epa)

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