Radspektakel ging in die 10. Runde

Tausende Menschen schwangen sich bei der „Tour de Ahrtal“ wieder aufs Rad – Buntes Unterhaltungsprogramm entlang der B 258 – „ene“-Trikotverkauf diente der „Gala Tolbiac“

Der Blankenheimer Bürgermeister Rolf Hartmann eröffnete am Sonntagmorgen die 10. „Tour de Ahrtal“. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Der Blankenheimer Bürgermeister Rolf Hartmann eröffnete am Sonntagmorgen die 10. „Tour de Ahrtal“. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Blankenheim – Auch wenn es am frühen Sonntagmorgen noch etwas frisch war, so ließen sich die Teilnehmer der 10. „Tour de Ahrtal“ doch nicht davon abhalten, sich pünktlich um 10 Uhr auf dem Curtius-Schulten-Platz in Blankenheim einzufinden, um beim traditionellen Startschuss durch Landrat Günter Rosenke dabei zu sein. Doch Donnerbüchse und Landrat fehlten in diesem Jahr. Die Büchse blieb in der Waffenkammer, der Landrat war als Schirmherr des Eifeler Musikfests im Kloster Steinfeld ausnahmsweise einmal an anderer Stelle im Einsatz.

Also eröffnete Bürgermeister Rolf Hartmann, der das gute Wetter wieder einmal per „Dekret“ verordnet hatte, die Tour in diesem Jahr allein. Er bedankte sich vor allem beim Hauptsponsor der Tour, der Energie Nordeifel („ene“). Deren stellvertretender Geschäftsführer Markus Böhm war nicht nur selbst vor Ort, sondern hatte auch gleich ein neunköpfiges Team mitgebracht, das die „Tour de Ahrtal“ als Betriebs- und Familienausflug nutzte.

Weihwasser war gottlob der einzige Niederschlag, den die Radler an diesem Tag erlebten. Nach kurzer geistlicher Einsegnung durch Diakon Ludwig Schmahl ging es auch schon los: Hunderte von Radfahrern machten sich auf die Bundesstraße 258, die zwischen Blankenheim und Dümpelfeld für den motorisierten Verkehr an diesem Tag gesperrt war.

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Den Teilnehmern wurde auf der Strecke ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten. Einer der Höhepunkte dabei war das gut 70 Meter lange und 15 Meter hohe Viadukt bei Oberahreck.
Es gab ausgearbeitete Touren von gut 17 Kilometer für Familien bis 40 Kilometer für ambitionierte Radler. Besonders sportliche Radfahrer konnten sich auch an der 80 Kilometer langen Gesamtstrecke von der Ahrquelle in Blankenheim bis zur Mündung in den Rhein bei Sinzig versuchen.

Die Mitarbeiter und Familienangehörigen der Energie Nordeifel, aber auch Bürgermeister Hartmann und andere Radler zeigten sich während der Tour in einem speziellen Trikot. Das Funktionsshirt, das die „ene“ im Vorfeld unter den Herstellungskosten angeboten hatte, diente dem guten Zweck. Ein Teil des Verkaufserlöses geht nämlich an die „Gala Tolbiac“, deren Pate die Gemeinde Blankenheim zurzeit ist. Die „Gala Tolbiac“ unterstützt im Kreis Euskirchen Menschen mit Behinderung.

Nicht nur klassische Rennräder wurden auf der Tour gesichtet. Der Blankenheimer Karnevalsverein beispielsweise trat mit einem „Bier-Bike“ an. Während oben munterer Tresenverkehr herrschte, hieß es nach unten hin strampeln, was das Zeug hielt. Viele Radler hatten zudem einen kleinen „Anschieber“ ans Rad montiert. Die E-Bikes hatten den großen Vorteil, dass vor allem der Rückweg nach Blankenheim nicht zur Qual wurde. Denn im Ahrtal gab es getreu Bürgermeister Hartmanns Motto „Das Schönste am Radfahren sind die Pausen“ – mancherlei Köstlichkeiten und Getränke zu entdecken, die einer sportlichen Heimfahrt nicht unbedingt förderlich waren.

Im bunten Treiben wurden neben dem „ene“-Team noch weitere Gruppen gesichtet, beispielsweise das vielköpfige Team Oberahr oder eine große Gruppe junger Leute aus Jünkerath, die für die Fairplay-Tour unterwegs waren.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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