„Eine Millionen Sterne“ in Gemünd

Caritas sammelt Spenden für ehemalige Kindersoldaten im Kongo

Erstmals nimmt der Caritasverband für die Region Eifel gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Gemünd an der bundesweiten Solidaritätsaktion „Eine Million Sterne“ teil. Bild: Caritas
Erstmals nimmt der Caritasverband für die Region Eifel gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Gemünd an der bundesweiten Solidaritätsaktion „Eine Millionen Sterne“ teil. Bild: Caritas

Schleiden-Gemünd – Der Caritasverband für die Region Eifel nimmt gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Gemünd erstmals an der bundesweiten Solidaritätsaktion „Eine Million Sterne“ teil, die seit vielen Jahren in Deutschland veranstaltet wird. Die Aktion steht unter dem Motto der diesjährigen Caritas-Kampagne „Weit weg ist näher, als du denkst“. An über 80 Orten erstrahlen öffentliche Plätze im Kerzenlichterglanz – so wollen Caritasverbände, Einrichtungen und Pfarrgemeinden leuchtende Zeichen für eine gerechtere Welt setzen.

„Denn unser Verhalten im Alltag, was wir kaufen, wie wir leben und mit anderen in Kontakt treten, hat Auswirkungen darauf, wie es Menschen in anderen Ländern geht“, heißt es in einer Pressemitteilung der Caritas. Darauf wolle der Verband gemeinsam mit Kirchengemeinde und Caritas International, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, hinweisen und zum Handeln anregen.
Am Samstag, 15. November, werden ab 17:30 Uhr auf dem Kirchplatz von St. Nikolaus gemeinsam mit den Kommunionkindern möglichst viele Kerzen entzündet. „Je mehr Bürger mitmachen, desto besser wird der Effekt. Neben den Aktionskerzen gibt es Infos und Getränke, zudem werden Spenden gesammelt, um ehemalige Kindersoldaten im Kongo zu unterstützen“, so die Pressemitteilung weiter. Anschließend finde um 18.30 Uhr die Abendmesse mit Pfarrer Philipp Cuck in der Kirche nebenan statt.

„Die Region Kongo ist reich an wertvollen Rohstoffen, die für die Produktion von Elektronikartikeln wie Smartphones und Handys wichtig sind“, erläutert Thomas Zumstrull, Caritas-Koordinator für Gemeindecaritas und Ehrenamt. „Seit Jahrzehnten kämpfen hier Rebellengruppen, Milizen und Truppen aus den Nachbarstaaten um die Vorherrschaft.“ Diese Gruppen drangsalierten die Bevölkerung und rekrutierten Mädchen und Jungen als Kindersoldaten. Die Caritas kläre in Afrika vor Ort über Kinderrechte auf und setze sich für die Entwaffnung und Freilassung von Kindersoldaten ein. Sie begleite ehemalige Kindersoldaten und helfe ihnen bei der Rückkehr in ein „normales“ Leben.

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Im Rahmen der Vorbereitung auf die Erstkommunion wurde das Thema mit den Kindern angesprochen, dabei wurden Sterne als Kerzenuntersetzer gebastelt. Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger sind herzlich zum Mitmachen bei der Aktion eingeladen. „Je mehr Sterne leuchten, desto größer ist der Lichterglanz und umso mehr Hoffnung erstrahlt in den Nachthimmel“, so die Caritas. (epa)

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