Hilfsgruppe Eifel sucht Veranstaltungsort für die Oldie-Nacht

Spendensegen von Privatleuten, Unternehmen und Vereinen

Mit der Motorsäge hatte Forstwirt Jürgen Knop Kunstwerke geschnitzt, die zugunsten der Hilfsgruppe Eifel verlost wurden. Foto. LB Wald und Holz.
Mit der Motorsäge hatte Forstwirt Jürgen Knop Kunstwerke geschnitzt, die zugunsten der Hilfsgruppe Eifel verlost wurden. Foto. LB Wald und Holz.

Kreis Euskirchen/Kall – Wie Willi Greuel, der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, kürzlich auf dem Monatstreff des Kaller Förderkreises berichtete, sind auch in den vergangenen Wochen zahlreiche Spenden eingegangen. Es seien Firmen, Organisationen und viele Einzelpersonen gewesen, die der Hilfsgrupe erhebliche Beträge hätten zukommen lassen. Greuel berichtete gelichzeitig von den vielfältigen finanziellen Verpflichtungen für laufende Projekte: Bis Anfang September seien Ausgaben in Höhe von rund 290.000 Euro angefallen.

Bei der Scheckübergabe in Nettersheim von links: Willi Greuel, Sara-Shazia Kratz, Christoph Böltz, Vanessa Hüpgen und Forstamtsleiter Horst-Karl Dengel. Foto: LB Wald und Holz
Bei der Scheckübergabe in Nettersheim von links: Willi Greuel, Sara-Shazia Kratz, Christoph Böltz, Vanessa Hüpgen und Forstamtsleiter Horst-Karl Dengel. Foto: LB Wald und Holz

Mit der Schließung der Diskothek Tonfabrik in der Zikkurat in Firmenich sei für die Hilfsgruppe ein großes Problem entstanden. „Die Oldienacht kann dort nicht mehr stattfinden“, teilte Willi Greuel den Mitgliedern der Hilfsgruppe mit. Nach der Schließung der großen Eventhalle sei diese an eine Spedition verpachtet worden, die darin ein Hochregallager errichten werde.

Jetzt suche man nach einem neuen geeigneten Veranstaltungsort. Der vorgesehene Termin für die 19. Mechernicher Oldienacht am 12. März könne vermutlich nicht eingehalten werden. Wie Greuel berichtete, überprüfe man derzeit alternative Veranstaltungsorte wie etwa der Mühlenpark oder das Terrain am Zülpicher See. Die Oldienacht sei nicht nur eine besonders wichtige Veranstaltung für die Hilfsgruppe, sie habe auch zum jährlich größten Spendenaufkommen geführt.

Nach der Scheckübergabe in der Grundschule Kuchenheim erzählte Willi Greuel den Kindern über die Arbeit der Hilfsgruppe. Foto: Privat
Nach der Scheckübergabe in der Grundschule Kuchenheim erzählte Willi Greuel den Kindern über die Arbeit der Hilfsgruppe. Foto: Privat

Die Lückerather Kinderkirmes habe in diesem Jahr 6621 Euro in die Kasse der Hilfsgruppe gespült, das große Dankeschönfest bei der Firma Schumacher anlässlich der Kaller Herbstschau habe einen Erlös von 2382 Euro erbracht. In der Gemeinschaftsgrundschule Kuchenheim hatte Willi Greuel einen Spendenscheck über 1000 Euro entgegennehmen können. Das Geld war bei einem Sponsorenlauf der Grundschüler zugunsten der Hilfsgruppe zusammen gekommen.

Der ehemalige Bundeswehroffizier Ludwig Grunwald aus Kall übergab Willi Greuel eine 600-Euro-Spende des "Keiler"-Freundeskreises. Foto: privat
Der ehemalige Bundeswehroffizier Ludwig Grunwald aus Kall übergab Willi Greuel eine 600-Euro-Spende des „Keiler“-Freundeskreises. Foto: privat

600 Euro überreichte der Kaller Ludwig Grunwald an die Hilfsgruppe. Der ehemalige Offizier der Bundeswehr gehört dem Freundeskreis „Keiler“ an, dessen Mitglieder vor 25 Jahren an der Entwicklung des „Keiler“ genannten Minenräumpanzers beteiligt waren. Der Kreis trifft sich jedes Jahr in den verschiedenen Regionen Deutschlands mit dem Ziel, das positive Zusammenwirken beim damaligen Entwicklungsprozess auf zivile humanitäre Aufgaben zu übertragen.

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Bestandteil des jährlichen Treffens ist deshalb auch die Zahlung einer finanziellen Spende an karikative Hilfsorganisationen. In diesem Jahr war Ludwig Grunwald Gastgeber des Keiler-Treffen in der Eifel. Im Auftrag der Keiler überreichte er kürzlich Willi Greuel eine Spende von 600 Euro für die Hilfsgruppe.

Yannick Müller (mit Scheck) übergab mit seinen Geschwistern Elisa und Louis seine Spende von 1500 Euro an Willi Greuel. Yannick war mit seinem Vater Josef 1600 Kilometer bis nach Rom mit dem Fahrrad gefahren. Foto: Privat
Yannick Müller (mit Scheck) übergab mit seinen Geschwistern Elisa und Louis seine Spende von 1500 Euro an Willi Greuel. Yannick war mit seinem Vater Josef 1600 Kilometer bis nach Rom mit dem Fahrrad gefahren. Foto: Privat

Eine besonders stramme Leistung vollbrachte der 15-jährige Schüler Yannick Müller aus Blumenthal. Er war mit seinem Vater Josef 14 Tage lang mit dem Fahrrad zu einer Benefiz-Tour nach Rom unterwegs gewesen. Mehr als 1600 Kilometer legten die beiden Eifeler Pedalritter zurück, ehe sie erschöpft den Petersplatz erreicht hatten. Ein 14-seitiger Reisebericht von Yannick Müller zeugt von den Strapazen, den Abenteuern und der Gastfreundschaft der beiden Eifeler während der Reise in die ewige Stadt. Dank großzügiger Sponsoren „fuhren“ Vater und Sohn rund 3500 Euro zusammen. Mit 2000 Euro unterstützte das Radler-Duo die Aktion „Ein Herz für Kinder“, 1500 Euro übergab Yannick Müller ganz stolz an Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel.

Und auch das Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde im Landesbetrieb Holz und Wald NRW in Nettersheim stellte sich in den Dienst der Hilfsgruppe. Bei den Holz- und Waldtagen Ende September hatte Forstwirt Jürgen Knop mit der Motorsäge mehrere Kunstwerke „geschnitzt“, die während der Veranstaltung verlost wurden. Eine Eule, eine Tanne, ein großer Pilz, Steinpilzgruppen sowie weitere Schnitzereien waren zu gewinnen. Außerdem wurde noch eine Bank aus Ganzholzstämmen verlost, die der Aussteller Phillip Müller aus Wintzen spontan gestiftet hatte.

Bei der Aktion kamen 550 Euro zusammen, die Willi Greuel jetzt in Nettersheim höchst persönlich entgegennahm. Der Spendenscheck wurde übergeben von Forstamtsleiter Horst-Karl Dengel und den Mitarbeitern Sarah-Shazia Kratz, Christoph Böltz und Vanessa Hüpgen.

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