Totholz steckt voller Leben

Wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen im Nationalpark Eifel

Mehr Totholz im Nationalpark Eifel als im Landesdurchschnitt vermeldet die Nationalparkverwaltung. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke
Mehr Totholz im Nationalpark Eifel als im Landesdurchschnitt vermeldet die Nationalparkverwaltung. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke

Schleiden-Gemünd –  Das Nationalparkforstamt Eifel freut sich über viel Totholz. Denn mit 26 Kubikmetern Totholz pro Hektar weise der Nationalpark Eifel landesweit überdurchschnittliche Werte auf. Totholz sei, anders als der Name vermuten lässt, ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen und daher ökologisch bedeutsam. Dies bestätigen die neuen Zahlen aus der 2. Landeswaldinventur, die das NRW Umweltministerium heute veröffentlicht. „Mit insgesamt 323.922 Kubikmetern ist das Nationalparkforstamt Eifel auf einem guten Weg, allerdings noch deutlich von Totholzvorräten in Naturwäldern entfernt“, so Dr. Michael Röös, kommissarischer Leiter der Nationalparkverwaltung Eifel.            

Für die zweite Landeswaldinventur wurden von sechs Teams an landesweit 9.300 Stichprobenpunkten mehr als 60.000 Bäume vermessen. Dabei wurde das Raster der Bundeswaldinventur von vier mal vier Kilometern auf zwei mal zwei Kilometer verdichtet. Die zweite Landeswaldinventur verschafft einen Überblick über den Status Quo der Wälder und liefert vielfältige Informationen zu Baumarten, Holzvorrat, Vielfalt und Struktur sowie zur Situation des ökologisch wichtigen Totholzes in den Wäldern.

Im Vergleich zur ersten Landeswaldinventur 1998 wurden die Erhebungskriterien verändert und der Methodik der Bundeswaldinventur 2012 angepasst. Daher seien die Ergebnisse der beiden Waldinventuren nicht vergleichbar, wie es von der Nationalparkverwaltung heißt. Mit der aktuellen Landeswaldinventur lließen sich auf der Basis statistisch abgesicherter Ergebnisse differenzierte Aussagen für die unterschiedlichen Regionen in Nordrhein-Westfalen treffen.

Mit rund 935.000 Hektar macht die derzeitige Waldfläche in Nordrhein-Westfalen (NRW) etwa 27 Prozent der Landesfläche aus. Nordrhein-Westfalen gilt im Vergleich zu anderen Bundesländern als eher waldarm. Im bundesweiten Vergleich steht jeder Bürgerin und jedem Bürger – statistisch gesehen –  fast drei Mal so viel Wald zur Verfügung wie den Menschen in NRW. Die Menschen in NRW haben durchschnittlich 532 Quadratmeter Wald pro Einwohner. Umso erfreulicher sind die Zahlen zu werten, die dem Nationalparkforstamt Eifel mit 6.536 Quadratmetern Wald pro Einwohner einen überdurchschnittlichen Wert  bescheinigen.

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Im Nationalparkforstamt Eifel wurden insgesamt rund 14.000 Hektar Wald untersucht. Dies umfasst Wälder im Nationalpark Eifel und weitere Waldflächen, die hoheitlich zum Nationalparkforstamt gehören. Weitere Informationen zur Landeswaldinventur im Internet: www.wald-und-holz.nrw.de/lwi

(epa)

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