E-Mobilisten sind in Blankenheim willkommen

Seit Beginn der ene-Initiative für eine flächendeckende Ladeinfrastruktur im Versorgungsgebiet hat sich die genutzte Ladeenergie an den öffentlichen Ladesäulen vervierfacht – Das Ahrstädtchen profitiert von einem Förderprogramm des Bundes

Bürgermeister Rolf Hartmann (v.r.), ene-Geschäftsführer Markus Böhm, ene-Produktentwicklerin Kerstin Zimmermann und ene-Projektleiter Harald Brenner nahmen die neue E-Ladesäule in Betrieb. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Bürgermeister Rolf Hartmann (v.r.), ene-Geschäftsführer Markus Böhm, ene-Produktentwicklerin Kerstin Hoffmann und ene-Projektleiter Harald Brenner nahmen die neue E-Ladesäule in Betrieb. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Blankenheim – Die Klimaschutzkommune Blankenheim ist ab sofort um eine Attraktion reicher. Nach der bereits im März eingeweihten E-Bike-Ladestation können fortan auch E-Mobile vis-á-vis zum Rathaus aufgeladen werden. Möglich macht dies die ene-Unternehmensgruppe, die als regionaler Energiedienstleister in ihrem Versorgungsgebiet die Ladeinfrastruktur seit Jahren sukzessive ausbaut. Die Gemeinde Blankenheim profitiert dabei von einem Förderprogramm des Bundes, das insgesamt 300 Millionen Euro für Ladeinfrastruktur bundesweit zur Verfügung stellt.

ene-Geschäftsführer Markus Böhm: „Wir waren landesweit der erste Energieversorger, der eine Bewilligung für seine Projekte erhielt. Die Gemeinde Blankenheim ist eine der ersten Kommunen, in der wir eine der bewilligten E-Ladesäulen umsetzen, weitere sechs E-Tankstellen in der Nordeifel werden folgen. Die Förderung beträgt ca. 40 Prozent der Investitionskosten.“

Blankenheims Bürgermeister Rolf Hartmann sagte bei der Einweihung der neuen E-Ladesäule: „Unser regionaler Energieversorger ist auf dem Gebiet der E-Mobilität sehr engagiert unterwegs. Da sind wir natürlich als Kommune gerne bereit, diesen Weg mit zu gehen, um unseren Bürgern und Gästen eine bestmögliche Ladeinfrastruktur zu bieten.“

Denn schon jetzt erkundigen sich viele Touristen aus den Ballungszentren mittels Smartphone-App ganz konkret nach Möglichkeiten, wo sie bei einem Besuch in der Eifel ihr E-Mobil aufladen und damit auch vor Ort verweilen können. Im Ahrstädtchen Blankenheim sah es da bislang mau aus. Das wird sich jetzt rasch ändern.

Ohnehin ist die Marktdurchdringung des E-Mobils auf Dauer nicht aufzuhalten. „Seitdem wir unsere erste E-Ladesäule installiert haben, hat sich die genutzte Ladeenergie an unseren Ladesäulen im öffentlichen Raum vervierfacht“, so Kerstin Hoffmann, Produktentwicklerin bei der „ene“. Allein in Bad Münstereifel zähle man heute bereits bis zu 100 Ladevorgänge im Monat.

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„Neben einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für E-Mobile entwickeln wir zurzeit aber auch Lademöglichkeiten für Zuhause“, berichtete Markus Böhm. Im neuen Jahr wolle man hier mit einem eigenen Produkt an den Start gehen. Weiterhin habe man die bereits erstellten E-Ladesäulen im Monitoring, könne Tarifgestaltungen vornehmen, Ladezeiten begrenzen, Ladesäulen reservieren, aber auch Falschparker erkennen, die länger als die maximale Ladezeit einen Parkplatz besetzt hielten. Das Stromtanken an den Säulen der ene-Unternehmensgruppe sei zurzeit noch kostenfrei, auf Dauer aber werde aber ein Nutzungsentgelt für die Bereitstellung der Ladeinfrastruktur erhoben.

Nicht nur Kunden der „ene“ können die Ladestation über eine Kundenkarte freischalten, auch allen anderen Interessenten wird ein Zugang bequem per RFID-Karte ermöglicht.

„Ich bin nach anfänglicher Skepsis mittlerweile von dem Projekt voll und ganz überzeugt“, so Bürgermeister Hartmann, „und halte E-Mobilität auch auf dem Land für die richtige Idee. Die Vorreiter der E-Mobilität haben es verdient, dass man ihnen beim Tanken zumindest die Parkgebühren erlässt.“

Selbstverständlich tankt man bei der „ene“ nur Grünstrom. „Wenn man die Wintermonate mit hinzurechnet, wo auch die Heizung im E-Mobil mitläuft, dann kommt man mit 20 Kilowattstunden auf 100 Straßenkilometern ganz gut zurecht“, so Projektleiter Harald Brenner. In den übrigen Monaten reichten auch 15 Kilowattstunden. Die durchschnittliche Reichweite eines neuen E-Mobils betrage derzeit 300 Kilometer, Tendenz steigend.

Die ene-Unternehmensgruppe setzt auch selbst immer mehr auf Elektromobilität und wechselt selbst nach und nach von Fahrzeugen mit konventioneller Antriebstechnik mit Verbrennungsmotoren auf E-Fahrzeuge. Dabei wird auch seit Jahren Kommunen und öffentlichen Einrichtungen reihum ein E-Fahrzeug zur Verfügung gestellt, um für das emissionsreduzierte Autofahren zu werben und die Elektromobilität erlebbar zu machen. Das ambitionierte Eintreten des regionalen Energiedienstleisters für den Strom als Treibstoff von morgen hat längst auch bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt und der Nordeifel als Vorreiter der E-Mobilität im ländlichen Raum einen Namen gegeben und sie als Musterbeispiel für den Klimaschutz gewürdigt.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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