Kreis Euskirchen möchte für den Fall der Fälle gerüstet sein

Öffentlicher Aufruf an Medizin- und Pflegepersonal – Udo Crespin: „Noch ist alles im grünen Bereich“

Die Behörden bitten dringend darum, weiterhin die Empfehlungen und Anordnungen im Zuge der Corona-Krise zu befolgen. Symbolbild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Der Kreis Euskirchen bittet alle Bürger mit medizinischen oder pflegerischen Fachkenntnissen, sich für den Notfall registrieren zu lassen.  Symbolbild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Der Kreis Euskirchen schließt nicht aus, dass die Zahl der an Covid-19 Erkrankten noch deutlich steigen wird. Um das Gesundheitssystem und die Kräfte, die bereits im Einsatz sind, zu verstärken, richtet die Kreisverwaltung Euskirchen daher schon jetzt einen Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger, die über medizinische oder pflegerische Fachkenntnisse verfügen, aber derzeit nicht im Gesundheitssektor arbeiten.

In Frage kommende Personen werden gebeten, sich unter der E-Mail-Adresse med-personal@kreis-euskirchen.de zu melden und dort ihre Kontaktdaten (Name, Vorname, Telefonnummer, ggf. Art der medizinischen / pflegerischen Fachkenntnisse) zu hinterlassen.

Besonders Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudenten, Pflegekräfte, Pharmazeutisch-technische Assistentinnen (PTA), Medizinisch-technische Assistentinnen (MTA) im Ruhestand, in Elternzeit, im Studium oder in Ausbildung würden gesucht. Sie könnten zum gegebenen Zeitpunkt das Personal in den Krankenhäusern oder Praxen verstärken, unterstützen und entlasten.

Landrat Günter Rosenke appelliert: „Um für die zu erwarteten Patientenzahlen ausreichend medizinisches Personal vorzuhalten, müssen wir alle verfügbaren freiwilligen Kapazitäten um aktive Mithilfe bitten.“ Udo Crespin, der Leiter des Führungsstabes beim Kreis, ergänzt: „Auch wenn wir aktuell noch im grünen Bereich sind, sollten wir uns rechtzeitig um Verstärkung bemühen, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein.“

Die Empfehlung, die personellen Kapazitäten des Gesundheitssektors zu steigern, indem Fachpersonal zum Beispiel aus dem Ruhestand rekrutiert wird, stamme vom Robert-Koch-Institut (RKI). Jede Anfrage und freiwillige Meldung werde auf geeignete Einsatzmöglichkeiten geprüft. Dabei werde auch darauf geachtet, dass ältere Unterstützungskräfte nicht einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt würden. In jedem einzelnen Fall gehe dem Einsatz die Prüfung voraus, ob und wie die- oder derjenige eingesetzt werden könne. (epa)

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