Hilfe für die Kaller Jugendfeuerwehr

Der Löschzug Kinzweiler brachte dem Kaller Feuerwehr-Nachwuchs neue Schutz-Helme – Der neue Jugendleiter Stefan Horbach hatte seine ehemaligen Kollegen aus der Städteregion Aachen von der Vernichtung der Ausrüstung durch das Juli-Hochwasser berichtet

Stephanie Hinzen (2.v.l.), stellvertretende Jugengruppen-Leiterin des Löschzuges 21 Kinzweiler, überbrachte neue Helme für die Jugendfeuerwehr Kall. Kalls Jugendwart Stefan Horbach (2.v.r) und Löschzugführer Daniel Rütz (rechts) zeigten sich dankbar. Foto. Horbach
Stephanie Hinzen (2.v.l.), stellvertretende Jugengruppen-Leiterin des Löschzuges 21 Kinzweiler, überbrachte neue Helme für die Jugendfeuerwehr Kall. Kalls Jugendwart Stefan Horbach (2.v.r) und Löschzugführer Daniel Rütz (rechts) zeigten sich dankbar. Foto: Horbach

Kall/Eschweiler – Die Freude war riesengroß bei den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr des Löschzuges Kall, als sie jetzt von Freunden der Feuerwehr Eschweiler-Kinzweiler neue Schutz-Helme entgegen nehmen konnten. Bei der Flut im Juli vergangenen Jahres, bei der das Gerätehaus des Löschzuges Kall zwei Meter hoch unter Wasser gestanden hatte, war auch die Ausrüstung der Jugendfeuerwehr vernichtet worden.
Nachdem das Hochwasser am Tag nach der Katastrophe in der Feuerwehr-Unterkunft abgeflossen war, hatten auch die Uniformen und die roten Helme der Jugendfeuer überall verschmutzt und unbrauchbar in der Fahrzeughalle umhergelegen. Bei der Neubeschaffung der Ausrüstung bekam der Feuerwehr-Nachwuchs jetzt Hilfe von der Feuerwehr Kinzweiler, dem Löschzug 21 der Feuerwehr Eschweiler in der Städteregion Aachen. Auch Eschweiler war in der Nacht zum 15. Juli schwer von der Flutkatastrophe betroffen gewesen. Trotzdem brachte die Feuerwehr Kinzweiler jetzt der Kaller Jugendwehr 15 neue Schutzhelme und eine Geldspende.
Die Verbindung der Wehr aus der Aachener Städteregion zum Löschzug Kall kommt nicht von ungefähr: Unterbrandmeister Stefan Horbach, der im Januar diesen Jahres die Leitung der Jugendfeuerwehr des Löschzuges Kall übernommen hat, war bis zu seinem Umzug im vergangenen Jahr nach Sötenich aktives Löschzug-Mitglied und Betreuer der Jugendfeuerwehr in Kinzweiler gewesen.

Bei der Flutkatastrophe in der Nacht zum 15. Juli wurde auch die Ausrüstung der Kaller Jugendfeuerwehr vernichtet. Überall im lagen verschlammte Helme des Feuerwehr-Nachwuchses Jugendfeuerwehr im Gerätehaus umher. Foto. Reiner Züll
Bei der Flutkatastrophe in der Nacht zum 15. Juli wurde auch die Ausrüstung fder Jugendfeuerwehr vernichtet. Überall im lagen verschlammte Helme der Jugendfeuerwehr im Gerätehaus umher. Foto: Reiner Züll

Nachdem auch die alte Sötenicher Mühle, die Stefan Horbach Monate vor der Flut als neues Domizil erworben hatte, in  der Flutnacht schwere Schäden davongetragen hatte, bat er einen befreundeten Elektriker aus dem Löschzug Kinzweiler um Hilfe bei der Wiederherstellung seiner häuslichen Stromversorgung. Gleichzeitig hatte er auch bei seinen ehemaligen Feuerwehrkollegen nachgefragt, ob sie nicht ein paar alte Jugendfeuerwehr-Helme zu viel hätten. „Ohne adäquate Schutzkleidung können wir keinen Übungsdienst mehr durchführen; das wäre zu gefährlich“, hatte Stefan Horbach verlauten lassen.
Vom  Wunsch Horbachs und dem Dilemma der Kaller Jugendfeuerwehr erfuhr auch Stephanie Hinzen, die stellvertretende Stadt-Jugendwartin der Feuerwehr Eschweiler. „Für uns war das eine Ehrensache, Kameraden über die Stadtgrenzen hinaus zu unterstützen“, sagte Jugendwartin Stephanie Hinzen bei der Übergabe der Helme an die Kaller Kollegen. Doch die Kollegen von der Inde brachten keine gebrauchten Helme sondern 15 neue Exemplare, die sie eigens für den gebeutelten Kaller Feuerwehr-Nachwuchs gekauft hatten.
Doch nicht nur die Jugendfeuerwehr aus Kinzweiler half den Kaller Jugendlichen. Die Aktiven der Einsatzabteilung hatten Geld gesammelt, die sie bei der Übergabe der Helme mit überreichten.
Beeindruckt von  der Spende aus der Städteregion war auch Kalls Löschzugführer Daniel Rütz: „Die Verbundenheit der Feuerwehren untereinander ist enorm. Wir haben nach der Flut so viele neue Kontakte mit anderen Wehren aus ganz Deutschland knüpfen können, die uns unterstützt haben“. Er sei den Kameraden aus Kinzweiler überaus  dankbar. (Reiner Züll/epa)

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